Die 10 besten Weihnachtsfilme aller Zeiten

Das sanfte Klingeln des Glöckchens aus dem Wohnzimmer liegt in den Ohren, die prachtvollen Schneehauben auf den Bäumen und Sträuchern, die Adventskalender, die sich langsam dem Ende nähern und die unschuldigen Kinderäuglein, die vor Vorfreude nur so strahlen und dem großen Tag aufgeregt entgegenfiebern. Ja, es weihnachtet sehr und der 24. Dezember steht endlich vor der Tür. Das Fest der Besinnlichkeit, der Einkehr und des Zusammenhalts vereint die Menschen aus aller Welt jedes Jahr aufs Neue und deshalb dachten wir uns, es wäre dieses Jahr auch mal an der Zeit, für eine kleine Liste, die unsere 10 Lieblingsweihnachtsfilme vorstellt und mit Sicherheit das ein oder andere zustimmende Nicken ernten kann. In diesem Sinne: CinemaForever wünscht euch allen frohe Weihnachten, viele Geschenke und ein schönes, herzliches Fest!

10. Santa Clause (USA 1994)

santa clause

In „Santa Clause“ geht es um den geschiedenen Scott Calvin (Tim Allen), der schon lange den Glauben an Weihnachten verloren hat, ganz zur Trauer seines Sohnes Charlies (Eric Lloyd). Als es eines Abends auf dem Wohnhaus gewaltig poltert, stürmt Scott aus dem Haus und das Unglaubliche passiert: Scott erschreckt den echten Weihnachtsmann auf dem Dach, dieser stürzt daraufhin und seine Zeit als Geschenkebringer ist abgelaufen. Doch das nur der Anfang der Geschichte, denn der Weihnachtsmann braucht schließlich einen Nachfolger und der findet sich ausgerechnet in Scott Calvin, auch wenn der so gar keine Lust auf den vielseitigen Job hat. „Santa Clause“ ist natürlich in erster Linie für die kleinen Zuschauer ein Genuss, doch auch die Erwachsenen können durchaus Gefallen am weihnachtlichen Spaß finden, denn an Herz mangelt es John Pasquins Film nicht.

9. Versprochen ist versprochen (USA 1996)

versprochen

Auch Mr. Universum hat schon vor der Kamera turbulente Weihnachten feiern dürfen. In Brian Levants „Versprochen ist versprochen“ spielt Arnold Schwarzenegger den vielbeschäftigten Familienvater Howard Langston, der seinem Sohn die verschiedensten Versprechen gibt, aber keines davon einhalten kann. Doch Howard gelobt Besserung und will seinem Sohn zu Weihnachten den größten Wunsch erfüllen: Eine Turboman-Actionfigur. Howard vergisst allerding auch das und die Figuren sind überall ausverkauft. Naja, nicht ganz. Mehr soll an dieser Stelle noch nicht verraten sein, nur das Arnold Schwarzenegger nach allen Regeln der Kunst durch das chaotische New York gehetzt wird um seinem Sohn ein schönes Fest zu ermöglichen. „Versprochen ist versprochen“ ist genau richtig für einen Familienabend zu Weihnachten und außerdem darf Arnold mal wieder zeigen, wie gut er zuschlagen kann.

8. Die Geister, die ich rief (USA 1988)

Scrooged

In Richard Donners „Die Geister, die ich rief“ bekommen wir Charles Dickens „Weihnachtsgeschichte“ in einem etwas anderen Licht vorgestellt. Unsere Hauptfigur Frank Cross wird von einem wunderbaren Bill Murray verkörpert und dieser Frank Cross ist ein Schmierlappen wie er im Buche steht. Für den eingebildeten und gefühlskalten Fernsehchef zählen nur die Karriere, die Einschaltquoten und das elendige Geld. Er will zu Weihnachten eine brutale Horrorshow ausstrahlen und den Zuschauer nicht nur anlocken, sondern auch die Quoten durch die Decke schießen lassen. Frank soll auch seine Horroshow bekommen, doch etwas anders als geplant, denn als plötzlich ein ehemaliger Bekannter, der vor Jahren bereits gestorben ist, wieder vor Frank steht und drei weitere Geister ankündigt, beginnt die charakterliche Veränderung von Frank. „Die Geister, die ich rief“ ist sicher kein Weihnachtsfilm der warmen Farben und mit jeder Menge Klimbim, dafür ist es aber ein Film, der den wahren Wert und die Aussage Weihnachten offenbart und sie gleichzeitig in die Gegenwart projizieren kann.

7. Der Grinch (USA 2000)

grinch

In den Vereinigten Staaten genießt der berühmt-berüchtigte Grinch einen deutlich höheren Bekanntheitsgrad als bei uns in Deutschland. Erst als Ron Howard 2000 seine „Der Grinch“-Version in die Kinos brachte, konnte der fiese Weihnachtsmuffel auch für die deutschen Kinoversuche (gerade auch für die Kleinen) einen höheren Stellenwert genießen. Vollkommen zu Recht, denn, auch wenn die Moralkeule natürlich dementsprechend kindertauglich verpackt ist, „Der Grinch“ ist ein herrliches Märchen, das nicht nur mit Kreativität und der Idealbesetzung Jim Carrey unter grüner Maske glänzen kann, sondern auch ein Film, der die Magie und die Liebe Weihnachtens einfängt und den Zuschauer geradewegs in die passende Festtagsstimmung bringt. Toll!

6. Tatsächlich…Liebe (GB 2003)

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Zu Weihnachten gehören eben nicht nur Geschenke, sondern auch die Liebe zu seinen Mitmenschen, das Geben und Nehmen spielt eine große Rolle in diesen Tagen. „Tatsächlich…Liebe“ hat sich, wie der Titel unschwer erkennen lässt, dem Thema der Liebe an den Weihnachtstagen angenommen und Richard Curtis inszenierte einen Episodenfilm, der eigentlich im langweiligen RomCom-Sumpf untergehen hätten müssen, sich aber konsequent als außerordentlich guter Film über Wasser halten konnte. Das liegt nicht nur an der fantastischen Besetzung (Alan Rickman, Colin Firth, Hugh Grant, Liam Neeson, Keira Knightley, Rowan Atkinson, Laura Linney, Bill Nighy!) sondern auch an der gefühlvollen Herangehensweise, die zwar Zuckerguss und Kitsch en masse mitbringt, aber immer die richtigen Töne anschlägt und dabei sowohl die ernsten wie humorvollen Szene überzeugend meistert. Ein schöner, berührender und extrem unterhaltsamer Film, zum immer und immer wieder sehen.

5. Bad Santa (USA 2003)

bad santa

Wo wir auf Platz 10 schon Tim Allen als Weihnachtsmann wider Willen in „Santa Clause“ hatten, geht Platz 5 an einen Mann, der dem Santa einen noch viel, viel fieseren Charakter verliehen hat: Billy Bob Thornton. Und Billy Bob Thornton spielt nicht nur Bad Santa, er IST Bad Santa. Ein saufender, sexistischer und kinderfeindlicher Raufbold, der mit nasser Hose zur Wunschstunde erscheint und die Kinder viel lieber beleidigt als ihnen ein schönes Fest zu wünschen. Und auch wenn sich „Bad Santa“ mit zunehmender Laufzeit den Konventionen und Mustern des Weihnachtsfilms nur zu gerne hingibt, bleibt doch ein schön böser und herrlicher (vorerst) Anti-Weihnachtsfilm, der mit einem tollen Billy Bob Thornton glänzen kann und einfach richtig viel Laune macht, es muss ja nicht immer von Anfang an Friede, Freude, Eierkuchen sein, oder?

4. Gremlins – Kleine Monster (USA 1984)

gremlins

Jetzt wird es kuschelig und schmierig zugleich. Joe Dantes „Gremlins“ gehört zu den Klassikern des 80er Jahre Kinos, plakativ beworben mit dem Namen Steven Spielberg (lediglich Produzent) ging er um die Welt und wurde zum kommerziellen Superhit. Aus heutiger Sicht sind die Effekte von „Gremlins“ natürlich nicht mehr ganz auf der Höhe wie im Jahre 1984, eine Sache hat die gruselige Weihnachts-Komödie allerdings nicht verloren: Den Charme. Wenn sich der Zuschauer zusammen mit dem knuddeligen Gizmo gegen die bösen Monster wehren muss, dann ist die Unterhaltung schnell auf dem Höhepunkt und der etwas andere Weihnachtsfilm hat seinen Zweck vollkommen erfüllt, denn Joe Dante hat nicht nur Herz in seine Inszenierung einfließen lassen, sondern mit Sicherhaut auch richtig viel Spaß bei der Arbeit gehabt.

3. Kevin – Allein zu Haus/Allein in New York (USA 1990/1992)

kevin alone

Ob „“Kevin –- Allein zu Haus““ oder „Kevin -– Allein New York““, beide sind in Deutschland quasi Pflicht an den Weihnachtstagen. Es gibt wohl keine Familie, in der man nicht alljährlich zusammen mit Kevin gegen die fiesen Einbrecher antritt und immer wieder über die gleichen Szenen lachen kann. Natürlich ist das Ganze fernab jedes Realismus und Macaulay Culkin ist aus heutiger Sicht die tragische Figur der beiden Welterfolge, aber das sind Dinge für den Zuschauer, die ihn während der Sichtung zu keiner Zeit tangieren. Hier steht der Spaß im Vordergrund und den wird man mit beiden Teilen haben, egal in welcher Lebensphase man sich befindet, „Kevin“ geht einfach immer!

2. Stirb langsam (USA 1988)

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John McLane darf in einer Weihnachtsliste natürlich keinesfalls fehlen. Wenn Bruce Willis als New Yorker Polizist eigentlich nur nach Hause will, um mit seiner Familie in Los Angeles die Feiertage zu verbringen, und dann ein Hochhaus vom deutschen Terroristen Hans Gruber (Alan Rickman) unter Beschlag genommen wird, ist das der Anfang einer der besten Actionfilme aller Zeiten. Bruce Willis wird zum absoluten Actionstar und „Stirb langsam“ geht als legendärer Streifen in die Annalen ein. Und ja, „Stirb langsam“ funktioniert tatsächlich immer wieder, egal wie oft man schon mit McLane gegen Gruber gekämpft hat und selbst wenn man weiß, wie das Ganze ausgehen wird, es macht doch einfach höllisch viel Spaß dem Sprüche klopfenden Cop bei der Arbeit zuzusehen. Deswegen: Yippie-Aye-Yeah, Schweinebacke!

1. Schöne Bescherung (USA 1989)

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Jetzt kommen wir zum ultimativen Weihnachtsfilm. Mehr Feeling geht einfach nicht, mehr Spaß würde schon an Körperverletzung grenzen und wenn man jede einzelne Sichtung zusammenzählen würde, ist man wahrscheinlich schon nahe dem dreistelligen Bereich. Die Rede ist von Jeremiah S. Chechiks „Schöne Bescherung.“ Weihnachten mit den Griswolds, das bedeutet Chevy Chase als Clark in seiner Paraderolle und ein familiäres Chaos, wie man es keinem Menschen wünschen würde, aber einfach zu gern dabei zusieht, wie im Hause (und außerhalb) der Griswolds alles drunter und drüber geht. „Schöne Bescherung“ ist nicht zu schlagen, jeder Gag sitzt, Zitate können mitgesprochen werden und die ganze Familie findet sich zusammen, um miteinander zu lachen und die gemeinsamen Stunden zu genießen. So muss ein Weihnachtsfilm aussehen, so und nicht anders.