Die 25 besten Filme aller Zeiten – Eine beglückende Zusammenstellung von Doug Jones

Ich bin in Filme verliebt seit ich mit vier Jahren zum ersten Mal im Kino war und mir TOBIAS TOTZ UND SEIN LÖWE ansah. Seitdem bin ich einfach nicht mehr davon losgekommen dieses Medium zu lieben. Meine kleine Zusammenstellung ist natürlich ein total subjektiver Einblick in meine Lieblinge und überhaupt nicht repräsentativ für eine gut durchdachte Auswahl der größten Filme, die jemals gemacht wurden. Eher eine privat-gemütliche Empfehlung von mir, die vielleicht einige interessante Dinge bereit hält, welche so nicht in einer Liste erwartet werden. Also, nun geht es los…

25. Singin’ in the Rain (USA 1952)
Der von Stanley Donen und Gene Kelly inszenierte musikalische Leckerbissen ist der Beweis der größten Zeit Hollywoods: Nie war Schauspiel, Tanz und Gesang so perfekt zusammengeführt worden wie hier. Ein Hit.

24. Der Bucklige von Soho (Deutschland 1966)
Vielleicht der Wallace, der alle Stärken der Reihe am besten zusammenführt: Ein nebliges London, ein Buckliger der mordet, Mädchenhandel, unglaublichste Musik, hoher Trash Appeal und ein im Hintergrund agierender Oberbösewicht. Als Wallacefan unverzichtbare Klasse.

23. Mary und Max oder schrumpfen Schafe wenn es regnet? (Australien 2009)
Tieftraurige und pessimistische Lieberserklärung (!) ans Leben. Diese Knetfiguren haben mehr Herz und Würde als so mancher, gut bezahlter Schauspieler. Ein Kleinod.

22. Black Swan (USA 2010)
Bildhafter Rausch der Sinne. Bilder voller Größe und majestätischer Gestaltung. Ein Finale, welches nicht mehr überreizen könnte. Mein persönlicher Trip.

21. James Bond: Im Geheimdienst ihrer Majestät (England 1969)
Der mittlerweile nun viel angepriesene „Flopbond“ besticht durch Romantik und Witz, eine originäre Heirat und ein zermürbendes Ende. Auch ist der Schnitt so schnell wie heute im Actionfilm, nur eben in gut. Bond zeigt Gefühl.

20. Zeugin der Anklage (USA 1957)
Extrem spannender Gerichtsthriller mit Marlene Dietrich. Beim Ende wird jeder Zuschauer mit offenem Mund vor den Kopf gestoßen werden. Wunderbar.

19. Mary Poppins (USA 1964)
Das Musical meiner Kindheit. Ohrwürmer, Stars und Gefühl. Eines der besten Musicals überhaupt.

18. Up in the air (USA 2009)
Wunderschöne Verarbeitung der Einsamkeit.

17. Die Rache des weißen Indianers (Italien, Russland 1995)
Der letzte Italowestern der Filmgeschichte, gedreht in Russland. Enzo hat das Genre dermaßen im Griff, dass er dieses zusammenfasst und neuentdeckt: Russische Taiga, ein mit Bären spielender Junge und ein weißer Indiander, der auf blutige Rache sinnt. Ultra.

16. Prinzessin Mononoke (Japan 1997)
Naturverliebte Parabel über Freundschaft, Mut und Hoffnung in unserer technologisierten Welt. Nimmt einen mit in eine andere Welt und verzaubert. Bietet aber auch grausigste Bilder: Miyazaki bleibt der bessere Disney.

15. Scream (USA 1996)
Die Slasherneuerfindung und noch dazu absolute Genrekunst.



14. The Woman (USA 2011)

Ultrafeministischer, brettharter Schocker der Superlative. Meisterwerk.

13. Lasst uns töten Companeros (Spanien, Italien, Deutschland 1970)
Das stimmigste Westernpaket des Genres. Herz, Humor und Action und noch dazu eine kluge Geschichte, die tiefsinniger ist als man zuallerst vermuten würde. Der Abenteuerfilm schlechthin und eine große Liebe für mich. Danke Sergio.

12. Das Böse unter der Sonne (England 1982)
Guy Hamiltons Hochglanzkrimi mit einer der schönsten Auflösungen, die es je gab.

11. Chihiros Reise ins Zauberland (Japan 2001)
Endlich ein Film, der den Oscar wirklich verdient hat. Dann auch noch aus Japan. Dann auch noch von Hayao und dann auch noch so ein lebendiger, herzerwärmender, vor Fantasie sprühender Kunstgriff. Love it.

10. So Finster die Nacht (Schweden 2008)
Astrid Lindgren trifft Steven King trifft es vielleicht am Besten. Kühle, gefühlvolle Liebesgeschichte, mit einem der schönsten Filmküsse der Filmgeschichte.

9. Kick Ass (USA, England 2010)
Dekonstruktion des Comichelden mit der (für mich) spektakulärsten Befreiungsszene, die ich je bestaunen konnte. Außerdem: Hit Girl Chloe Moretz in Verbindung mit Big Daddy Nicolas Cage macht unfassbaren Spaß. Vom lustigen Nerdfilm zum unfassbar brutalen Actionthriller bietet Kick Ass eine besondere Pallete an großen Szenen und fantastischen Momenten.

8. The Fall (Indien 2006)
Tarsems Kniefall vor dem Kino. So prätentiös wie schön. So groß wie steril. So beglückend wie zermürbend. Unfassbar.

7. Harry Potter und der Gefangene von Askaban (England 2004)
Der Beweis wie viel Kunst ein Blockbuster vertragen und aufnehmen kann. Dazu John Williams vielleicht beste Komposition seines Lebens…

6. Kill Bill Volume 1 (USA 2003)
Es wirkt vielleicht sehr konventionell und langweilig aufgrund diesen Films angefangen zu haben, sich noch mehr für Filme zu interessieren, aber es ist nunmal so. Trotzdem bleibt Kill Bill Vol. 1 ein unglaublicher Schatz: Hier trifft beim Song The Last Shephard der asiatische Samuraifilm auf den Italowestern. Hier lebt, leidet und heult Uma Thurman sich um all ihr Können und hier ist wirklich alles so stilsicher wie der Film eines Gottes. Tarantino’s Magnum Opus.

5. Kill Bill Volume 2 (USA 2004)
Man hätte erwarten können, dass Quention sein Tempo hält und noch waghalsigere Szenen heraufbeschwört, doch der Fuchs nimmt komplett das Tempo aus dem Geschehen und zaubert einen
(Neo)Italowestern der Ruhe und Erklärung. Besser kann man diese (Liebes)geschichte nicht beenden.

4. Love Exposure (Japan 2008)
Liebe. Film. Beide Wörter verschmelzen. Unerreichte Kunst. Punkt.

3. Oldboy (Sükorea 2003)
Auch wenn jeder denkt, dass er durch diesen Film einen voll unmainstreamigen Arthousefilm schaut und jeder seinen Filmanspruch nach diesem Film gehoben sieht. Chan-Wook Park ist ein Streifen von tonaler und bildlicher Brillanz gelungen, der durch seine klare, vollkommene Schönheit immer bestechen wird.

2. The Devil’s Rejects (USA 2005)
Fortsetzung von Haus der 1000 Leichen. Anarchistisches, kompromissloses Meisterwerk. Ein Roadtrip voller (schwer zu findender) Poesie und Kraft. So zielgerichtet und beherrscht inszeniert, dass der Film nur von Rob Zombie gemacht worden sein kann.

1. Haus der 1000 Leichen (USA 2003)
Die Nummer 1 und erster Teil von Rob Zombies Familienfilmduo. Herausragende Charaktere, Farbfilter, experimentalistische Bilder, Terrorfilmhommage, Soundtrackgröße. Ein Film der das vollkommene Verständnis des Genres vereint.