"Barton Fink" (1991) Kritik

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„I’m writer, you monsters! I create.“

Ja die Coen Brüder waren mal wieder am Kreieren, und wieder haben sie ein Meisterwerk geschaffen. Eigentlich unvorstellbar, oder? Nein! Denn wir sprechen hier ja schließlich von Joel und Ethan Coen! Ihr Film ‚Barton Fink‘ feiert dieses Jahr sein 20-jähriges Bestehen, und diese Zeit hat er definitiv überstanden, denn er ist nicht mehr und nicht weniger als ein Film für die Ewigkeit.

Ein extrem surrealistisches Kunstwerk über einen Bühnen-Autor aus New York (John Turturro), der in Hollywood in eine Schaffenskrise gerät. Da möchte ich gar nicht viel auf den Inhalt eingehen, denn es ist unmöglich, all die wunderbaren Details in Worte zu fassen. Dies ist ein Film zum Erleben, zum Rätseln und eine verstörende Kritik am Kommerzdenken dieser Welt, hier mit dem Augenmerk auf Hollywood. Eine rabenschwarze Satire, die an Zynismus schwer zu überbieten ist, eine Metapher für die Hölle.

Poesie, Surrealismus, Kunst, Kultur und die Coens, die hier klar ihr Verhältnis zu Hollywood zum Ausdruck bringen. Wer mit diesen Gütern etwas anzufangen weiss, für den ist dieses Stück Arthouse-Kino absolutes Pflichtprogramm. Grandiose Darsteller, allen voran John Turturro in der Rolle seines Leben, perfekte Kamera- und Schnittarbeit, eine unglaubliche Story, um es kurz sagen, ein weiterer Beweis dafür, warum ich die Coen Brothers zu meinen wenigen Lieblingsregisseuren zähle.

Fazit: Ein Film zum Hassen, oder aber ihr lasst euch darauf ein und setzt euch mit all der Symbolik und dem anfangs sehr verwirrenden Ende auseinander, denn dann werdet ihr diesen Film lieben! Meine Gefühle zu der Geschichte werden wohl am besten durch folgendes Zitat zum Ausdruck gebracht: „What a day. Felt like I couldn’t sell ice water in the Sahara.“

Bewertung: 9/10 Sterne