"Batman Begins" (USA 2005) Kritik – Die Auferstehung der berühmtesten Fledermaus

„Mein Zorn überdeckt meine Schuld.“

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Acht Jahre nach der letzten Batman-Verfilmung, wurde es 2005 Zeit für den nächsten Schritt. Der neue Batman stand vor der Tür und die Erwartungen waren mehr als hoch. Christopher Nolan, der bis dahin eher als Indie-Regisseur gefeiert wurde, brachte mit ‚Batman Begins‘ einen Neubeginn der Saga und toppte alle Erwartungen. Nichts ist von Schumachers bunter Version über und ein düsterer, realistischer und tiefgründiger Batman wurde erschaffen.

Nach dem Mord an seinen Eltern, macht sich Millionen-Erbe Bruce immer noch Vorwürfe und gibt sich die Schuld an den Morden. Um dieses Erlebnis zu verarbeiten wandert Bruce durch die Welt und sucht nach Antworten und landet in Ra’s Al Ghul’s Tempel in Tibet. Dort wird er zu einem Krieger der League of Shadow ausgebildet. Er weigert sich den blutigen Pfad der Schattenkrieger zu folgen und flieht. Wieder in Gotham City angekommen, beschließt er den Kampf gegen das Verbrechen in eigene Hände zu nehmen. Mit hochtechnologisierten Waffen aus der Rüstungsfirma seines Vaters, wird er bald in Gotham als Batman bekannt. Zusammen mit dem Aufrechten Polizisten Jim Gordon nimmt er den Kampf gegen Unterweltboss Carmine Falcone und dem Schurken Scarecrow auf.

Visuell ist der Film hervorragend. Die zumeist dreckigen, rauen und düsteren Bilder bestimmen den Film und erzeugen eine perfekte Atmosphäre. Die schnellen Schnitte und die grandios choreografierten Kampfszenen machen den Film zu einem Fest für die Augen. Auch die grandiosen Kulissen und die Ausstattung sind ein wahres Highlight.

Christian Bale spielt den innerlich von Schmerz und Trauer erfüllten Bruce Wayne, der den brutalen Mord seiner Eltern nie überwinden konnte und sich selbst die meiste Schuld gibt und darauf dem Kampf gegen das Verbrechen selbst in die Hände nimmt. Bale bringt eine grandiose Leistung und spielt jede Facette seines Charakters überzeugend aus. Neben Christian Bale zeigt auch Gary Oldman, wie immer, eine starke Leistung. Er spielt den Aufrechten Polizisten Jim Gordon, der sich mit Batman zusammentut und den Kampf gegen das Böse aufnimmt. Auch der restliche Cast ist hervorragend besetzt: Tom Wilkinson als Mafiaboss Falcone, Katie Holmes als Bruces Jugendliebe und starke Persönlichkeit Rachel Dewes. Dazu Morgan Freeman als Waffenspezialist Lucius Fox, Michael Caine als Butler Alfred, Cillian Murphy als als verrückter Psychiater und Liam Neeson als finsterer Ausbilder Henri Ducard.

Christopher Nolan zeigt uns wie Bruce Wayne zu Batman wurde. Er inszenierte einen tiefgründigen Charakterfilm der Actionfans, die das große Feuerwerk erwarten mehr oder weniger enttäuschen wird. Zwar gibt es auch viel Action, doch ist kein Hauptbestandteil des Films. Nolans Film legt viel Wert auf Bruces inneren Schmerz und dessen Bewältigungsversuche. Langeweile kommt nie auf. ‚Batman Begins‘ ist von Anfang an spannend und bietet interessante Charaktere. Zwar ist die Batman-Geschichte nicht die Originellste, ist aber trotzdem durchgehend fesselnd und unterhaltsam. Nolan liefert mit ‚Batman Begins‘ eine der besten Comic-Verfilmung ab, vielleicht sogar die Beste.

Fazit: Christopher Nolans ‚Batman Begins‘ ist eine visuell hervorragende und stark gespielte Comic-Verfilmung mit viel Tiefgang und interessanten Charakteren. Der Film leitet eine grandios inszenierte Filmreihe ein, überzeugt in allen Punkten und lässt Skeptiker verstummen.

Bewertung: 9/10 Sternen