"Battleship" (USA 2012) Kritik – Die nächste Alien-Invasion naht, nur hat sie dieses Mal Erfolg?

„Wir werden alle sterben…jeder von uns wird sterben…wir alle werden es: Sterben. *pause* Aber nicht heute!“ *BOOOOM*

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Wer liebt das Spiel nicht, Schiffe versenken. Bis heute ein toller Zeitvertreib, geprägt durch Spannung und Spass und eine Prise Scharfsinn sollte man auch mit an Bord haben. Diese drei S lässt „Battleship“ jedoch nicht nur schmerzlich missen, sondern es wird einem zudem eine hanebüchene Szene nach der anderen aufgetischt. Das Grauen findet leider erst nach zähen 130 Minuten Actioneinerlei in einem von Pathos durchtränkten Finale und einer anschließenden Navy-Ehrung ein Ende.

Aber mal von vorne. Nachdem ich das grottigste Intro des Jahres ertragen hatte, so dachte ich zumindest, würde der Film noch ein bisschen besser werden. Allerdings schafft es Regisseur Peter Berg (dem übrigens schon der mehr schlechte als rechte „Hancock“ zu verdanken ist) gen Ende immer noch mehr Käse aufzutischen. Sind wir einmal an Bord der U.S.S … wie war der Name gleich nochmal? Naja ist ja auch vollkommen egal, auf alle Fälle kommen dann die Aliens. Mysteriöse Maschinen (das, was sich im Inneren befindet, möchte ich nicht verraten, denn wir möchten ja die Spannung erhalten, haha), dessen Panzerung komplett aus unbekannten Metallen besteht, aber genauso leicht kaputtbar sind wie alles andere in der Welt von „Battleship“. Ach ne, da war ja noch die undurchdringliche Barriere, oh oh oh, Panik macht sich breit, zumindest im Film, ich hingegen dachte mir, ein Nickerchen wäre jetzt schon nicht schlecht.

Was also kann man noch falscher machen, als dass sich der Zuschauer mitten in der Action nach Schlaf sehnt. „Nichts“ ist die Antwort. „Battleship“ ist dämlich, logikfrei, bis zum Erbrechen wird man mit miesen Dialogen vollgestopft. Die Schauspieler sind die Katastrophe, die Effekte liegen weit hinter den modernen Standards. Und dann diese Liebesgeschichte und dieses Navy-Gör Rihanna.

Zu allem Überfluss nimmt sich der Film auch noch viel zu Ernst und möchte dem Zuschauer gewisse Flottenmanöver als realistisch verkaufen. Diese „Aussagen“, welche in „Battleship“ schließlich zelebriert werden: Ehrt die Senioren und natürlich bekommt man die hübscheste Frau als unfähiger Trottel ab, wobei man sich dabei fragt, wie dieser Kitsch überhaupt Waffenoffizier werden konnte. Aber klar doch, Connections zu haben schadet natürlich nie.

Ein Lob muss ich trotzdem noch aussprechen, und das geht an Alexander Skarsgard, der den frühen Film-Tod diesem Treiben vorgezogen hat. Weise Entscheidung und für die Meckerer an dieser Stelle, dieser Spoiler ist absolut unbedeutend. Was am Ende bleibt, ist die teuerste Publicity aller Zeiten für die US Navy, so sau dumm, dass man sich fragt, wie niedrig der IQ des Autors wohl sein muss. Warum sich Liam Neeson hier für einen nicht einmal 10-minütigen Auftritt verkauft hat, das wird mich noch ewig beschäftigen. Danke dafür, so hat der Film doch noch etwas Nachdenkliches in diesem Meer aus Peinlichkeiten zu bieten.

Bewertung: 1/10 Sternen