"Being John Malkovich" (1999) Kritik

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Ich kapiere es gerade nicht. Also nicht den Film. Ich kapiere nicht, was an ‚Being John Malkovich‘ toll oder gar sehenswert sein soll. Für mich ist die Geschichte unerträglicher, mitleiderregender Schund der übelsten Sorte. Ihr könnt mich ruhig dafür hassen, das wird meine Meinung nicht ändern. ‚Being John Malkovich‘ ist der wahrscheinlich überbewertetste Film, den ich jemals gesehen habe.

Die Geschichte an sich ist höchst interessant. Das Leben aus der Sicht einer anderen Person zu erleben, wer möchte das nicht? Was jedoch aus der Idee gemacht wurde, ist für mich grausam mitanzusehen. Anfangs werden einem viel zu viele Versprechungen aufgetischt, die der Film natürlich nie einzuhalten vermag. Der sogenannte Humor des Films erschloß sich mir zu keinem Augenblick. Die niedrigen Decken sind ein Brüller für sich, wahrhaftig zum Einschlafen geeignet. Das, was der Film als Emotionen definiert, lies mich zwei Stunden vor meinem Bildschirm gefrieren. Was habe ich bei dem Film also falsch gemacht? Ich sage es euch: Nichts!

Die Inszenierung könnte nicht amateurhafter sein. Die Schauspieler sind solala von schlecht bis recht. Einverstanden, Cameron Diaz muss ich einen Punkt anerkennen, denn sie ich habe bis zur Hälfte des Films nicht erkannt. Was für ein Zaubertrick, auch Maske genannt. Achja, richtig, die Maske von John Cusack war zum heulen. Ganz viel Mitleid habe mit dem Menschen. Gott, ich verzettel mich hier in unnötiger Aufregung.

Zum Inhalt gibt es leider nicht viel zu sagen: Wenn das ein Meisterwerk ist, dann lasse ich mir demnächst auch mal so etwas einfallen, denn eine Idee zu haben, ist schön und gut, aber diese mit kritischem Inhalt, Tiefgang, Emotionen, Humor, was auch immer zu füllen, das ist die Kunst. Und hier erleidet der Film meines Erachtens eine Bruchlandung. Die Dialoge sind nervtötend. Über die Skurrilität kann man sich von mir aus streiten. Mir hat sie gar nichts gegeben. Die Konflikte, welche sich zwischen den Charakteren nach und nach anbahnen, sind so vorhersehbar wie nur möglich.

Bevor ich es vergesse. Ich habe verstanden, dass der Film eine Satire auf unsere Gesellschaft sein und sich mit der Realitätwahrnehmung der Menschen auseinandersetzen möchte. Das vermag mich jedoch aufgrund all der bereits genannten Tatsachen nicht zu begeistern. Denn Langeweile bleibt in dem Fall Langeweile. Allein ein gutes Konzept ist eben noch lange nicht suffisant.

Bewertung: 1/10 Sterne