"Daybreakers" (2009) Kritik

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In Zeiten, in denen Vampire auf Zelluloid à la Twilight angerichtet werden, so dachte ich, würde „Daybreakers“ ein wenig zu den alten Wurzeln zurückkehren. In gewissem Maße tut er dies auch, nur hilft es dann auch nichts, wenn von Anfang bis Ende nur Chaos herrscht. Die Story an sich wäre genial, hätte ihren Charme gehabt, aber leider verspielt sich die gesamte Crew.

Im Jahr 2019 wird die Menschheit, abgesehen von einer geringen Zahl an Menschen durch eine unbekannte Seuche in Vampire verwandelt. Die, die Menschen geblieben sind, werden gejagt und gezüchtet, um Blut für die Ernährung der Vampirpopulation sicherzustellen. Als die menschliche Bevölkerung fast ausgerottet ist, müssen die Vampire einen Blutersatz finden, bevor die Zeit abläuft.

Der Film hatte eine gute Grundvoraussetzung: Die Story war neu und hatte riesiges Potential. Nur, wenn das Drehbuch für den Schrottplatz reif ist, die Darsteller unterirdisch agieren und die Umsetzung an eine billige, „hochstylische“ Kombination aus Resident Evil, Book of Eli und noch paar anderen Genrevertretern erinnert, dann wird selbst eine amüsante Idee im Nichts verschwinden. Nun stellt euch eine Welt vor, in der fast jeder ein Vampir ist. Keiner wird alt und die übrigen Menschen werden wegen ihrem Blut gejagt und gezüchtet. Daraus hätte man das beste Splatterfest der Welt zaubern können. Oder eben auch einen wirklich tiefgreifenden Vampiractioner mit sinnvoller Story. Aber wenn die Effekte, die Schauspieler, die Musik, die Action, einfach der ganze Film ein aufgeblasenes, langatmiges Nichts ist, welches sich zudem viel zu ernst nimmt, ja dann entsteht einer der schlechtesten Filme aller Zeiten.

Fazit: Frisches Blut hat „Daybreakers“ leider nicht zu bieten, nur einen Haufen Langeweile, Belanglosigkeit und miese Effekte.

Bewertung: 2/10 Sternen