"Fast & Furious 5" (USA 2011) Kritik – Frischer Wind im Getriebe

„Du bist jetzt in meiner Welt.“

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Nach dem schwachen ‚Tokyo Drift‘ und dem erneuten Aufatmen mit ‚Fast 4‘, übernahm Justin Lin auch wieder Regie beim neusten Teil der ‚Fast‘-Reihe. ‚Fast 5‘ erweist sich als absolutes Highlight der bisherigen Reihe und überzeugt als gradliniges 80er Jahre Action-Kino und moderner Blockbuster.

Die fantastischen Aufnahmen von Rio de Janeiro schlagen sich fast als nächstes Urlaubsziel in den Kopf, wobei ich davon dann doch eher abraten würde. Der bombastische Sound, der knurrenden Motoren lässt die Boxen fast von der Wand fallen und die rasanten Schnitte, die aber niemals unübersichtlich werden, machen den Film zu einem der besten Actionreißer überhaupt.

Die Darsteller sind toll ausgewählt und die ganzen alten Gesichter sind wieder dabei. Paul Walker als Brian O’Conner, Vin Diesel als Dom Toretto, Jordana Brewster als Mia Toretto, Tyrese Gibson als Roman Pearce, Sung Kang als Han und Ludacris als Tej. Auch Matt Schulze als Vince ist wieder dabei. Dazu kriegen Actionfans noch den absoluten Leckerbissen mit Dwayne ‚The Rock‘ Johnson als Agent Luke Hobbs serviert. Auch der Bösewicht, Drogenbaron Reyes, wird schön schmierig von Joaquim de Almeida dargestellt. Der tolle Action-Cast spielt sich grundsolide durch die Story und jeder kriegt mindestens eine starke Szene zugeschrieben.

Das Justin Lin wieder die Regie übernahm, war eher mit geteilten Gefühlen anzunehmen. Nach dem dritten Teil, der doch ziemlich schlecht war, folgte eine recht deutliche Steigerung mit Teil 4. Genauso führt Lin seine Reihe fort. Teil 5 ist eine DEUTLICHE Steigerung zum vierten Teil. Er inszeniert einen spannenden Actionfilm, der grandios inszenierten Actionszenen zu bieten hat, wie zum Beispiel der Autodiebstahl zu Anfang und der folgende Klippensprung. Oder auch die Verfolgungsjagd durch die Brasilianischen-Slums. Ganz große Klasse. Ein weiteres Highlight ist dann auch der Kampf zwischen Vin Diesel und Dwayne Johnson, auf den der Zuschauer eigentlich von Anfang an des Films gehofft hat. Wenn dann im Finale ein riesiger Tresor an zwei Autos durch die Stadt geschliffen wird, werden alle physikalischen Gesetze ausgeschalten. Auf Story oder Logik wird hier kein Wert gelegt. Wer Anspruch oder gar tiefe Charaktere erwartet, wird riesig enttäuscht werden. Wer aber eine Mischung aus krachender Action und spannendem Heist-Film sehen will, in dem es nur im Mittelteil eine etwas ruhigere Phase gibt, der sollte sich ‚Fast 5‘ unbedingt ansehen.

Fazit: ‚Fast 5‘ ist Actionkino mit Augenzwinkern wie zu besten Zeiten. Ein starker Cast, hervorragend inszenierte Action und optisch grandios rast der Film über den Bildschirm. Kein Film zum mitdenken, sondern ein Film zum zurücklehnen, genießen und der einfach nur zur Unterhaltung dient.

Bewertung: 8/10 Sternen