"Fish Tank" (2009) Kurzkritik

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‚Fish Tank‘ ist ein trauriger, realistischer Schlag ins Gesicht. Abgesehen von dem bisschen Humor präsentiert sich der Film als Sozialdrama der übelsten Kategorie. Selten habe ich eine überzeugendere Schauspielerin gesehen, deren innere und äußere Emotionen sich direkt auf den Zuschauer übertragen. Die Atmosphäre liegt irgendwo zwischen grauen Landschaften, schlechtem Wetter und typisch englischem Sozialviertel, dementsprechend eine sehr düstere Grundstimmung. Die einzigen Lichtblicke bilden dabei die Sonnenstrahlen am Morgen: *vielleicht wird ja der heutige Tag mal besser?!*

Dieser Film ist Gefühlskino pur, mit tollen Akteuren (brillant Neuentdeckung Katie Jarvis und ein wie immer grandioser Michael Fassbender), schöner Kameraarbeit, welche eine erdrückende Stimmung erzeugt und einem sehr aufwühlenden Ende. Also kein Film, den man zu einem Filmabend anschaut, aber eine Geschichte, die einen zum Nachdenken anregen sollte. Ich persönlich wurde überrascht und bin überwältigt!

Fazit: Drama-Geheimtipp mit der Grundfrage: „Wie dumm können verzweifelte Menschen handeln?“ Denn diese Frage wird im Kontext nicht nur mir Kopfzerbrechen bereiten!

Bewertung: 8/10 Sternen