"Das gibt Ärger" (USA 2012) Kritik – Krieg um der Liebe Willen

„Oh, I think I’m going to hell.“ – „Don’t worry. If you’re going to hell, I’ll just come pick you up.“

null

McG hat sich ja bekanntlich mit dem Filmemachen für den falschen Beruf entschieden. Schon seine Videoclips waren eher schlecht als recht. Ebensowenig überzeugen seine Filme, für die er seit „3 Engel für Charlie“ den Regieplatz übernehmen durfte. Vielmehr liefert McG eine Niete nach der anderen ab. Dabei stellt seine neueste Arbeit „Das gibt Ärger“ keine Ausnahme dar, ist aber zumindest ein wenig erträglicher als all das, was der regelmäßige Kinogänger bisher von ihm bewundern durfte.

Die Story hätte für eine Action-Komödie sogar Potential gehabt. Zwei CIA-Agenten daten zufällig die gleiche Frau. Daraus entwickelt sich eine Rivalität und ein Kampf innerhalb des Agenten-Dream-Teams entfacht. Teils schafft es das Drehbuch sogar Klischees mit Ironie zu bekämpfen und dadurch dem Zuschauer ein paar Lacher abzugewinnen. Das Tempo und der Unterhaltungsfaktor sind hoch und daher kommt eher selten Langeweile auf. Das jedoch ist den grandiosen Darstellern zu verdanken, die bei der Sache sichtlich ihren Spass hatten. Man nimmt Tom Hardy und Chris Pine ihre Rollen ab, denn wenn die beiden sich mit allerlei Spielereien gegenseitig den Schädel einschlagen und sich auf die Nerven gehen, erweckt das irgendwo das Kind im Mann. Die Frau wird währenddessen mit eine Love-Story bedient und fertig ist der Crowd-Pleaser. Denn das ist dann auch schon alles, was „Das gibt Ärger“ zu bieten hat. Reese Witherspoon ist heiß, ohne Frage, aber ihre Rolle bleibt eine einzige Ansammlung von stereotypen Handlungen und Entscheidungen.

Der größte Schock präsentierte sich für mich allerdings schon ganz am Anfang: Til Schweiger spielt den Antagonisten und das dermaßen schlecht, dass er sich mal wieder selbst übertroffen hat. Respekt, Herr Schweiger! Spätestens hier ist auch klar, dass der Film nicht zu retten sein wird. Klischeehafte Figuren, eine vorhersehbare, kitschige Story, würden Chris Pine und Tom Hardy ihren blassen Charakteren nicht mit so einer Leichtigkeit Leben einhauchen, dann wäre das Resultat noch weitaus schlimmer ausgefallen.

Fazit: Seit der filmischen Ohrfeige „Terminator: Die Erlösung“ hat sich nicht viel geändert. McG bleibt ein talentfreier Regisseur, der absolut keine Ahnung davon hat, wie man einen Film optisch spannend in Szene setzen kann. Würde die Chemie zwischen den Hauptdarstellern nicht dermaßen überzeugen und die miese Inszenierung, die einfältige Story und die oberflächliche Figurenzeichnung überdecken, dann wäre „Das gibt Ärger“ ohne weiteres ein Kandidat für die Mega-Flops des Kinojahres 2012.

Bewertung: 3/10 Sternen