Die große Filmvorschau 2. Halbjahr 2013 Teil 1 – Superhelden, Arnie in Action, die neuesten Arbeiten von ganz großen Regisseuren, und vieles mehr, so sehr freuen wir uns auf die Kinomonate bis Januar

Das erste Halbjahr 2013 hat leider nicht die zahlreichen cineastischen Höhepunkte geboten, die wir uns erhofft hatten. Vor allem unter den Blockbustern gab es einiges an Enttäuschungen zu bestaunen. Aber es gibt ja zum Glück noch das zweite Halbjahr und da scheinen wirklich einige Kinowunder auf uns zu warten. Von großen Cannes-Gewinnern bis zum neuesten Streich der Coen Brothers, auf diese 50 Filme freuen wir uns in den nächsten sechs Monaten am meisten. Und auf welche Filme freut ihr euch ganz besonders?

Platz 50: „Pain & Gain” von Michael Bay (Kinostart: 22. August)

Ein neuer Michael-Bay-Film und die Alarmglocken beginnen schon zu läuten. Aber siehe da, der nächste Film des Krach-Bumm-Peng-Meisters scheint ja sogar eine weitestgehend von CGI befreite Geschichte zu erzählen. Jedenfalls ist auf dem Poster mal kein Roboter, sondern ein muskelbepackter Mark Wahlberg und Testosteron-Tank Dwayne „The Rock“ Johnson zu sehen. Der Trailer verspricht allerdings trotzdem einen typischen Bay-Film mit allerhand Yolo und Swag im Gegenlicht von Miamis Sonne. Die Geschichte über zwei kriminelle Bodybuilder scheint sich irgendwie zwischen Action, Komödie und Thriller zu bewegen und wirkt im Trailer schon beinahe satirisch überzeichnet. Ob das so gewollt war? Wer die „Bad Boys“-Filme mochte, wird diese Frage ohnehin für sich im Kino beantworten.

Platz 49: „Michael Kohlhaas” von Arnaud des Pallières (Kinostart: 12. September)

Nach Thomas Vinterbergs „Die Jagf“ sehen wir Mads Mikkelsen in Arnaud des Pallières‘ Novelle-Adaption „Michael Kohlhaas“ wieder in einem waschechten Charakter-Drama. Mikkelsen gibt darin einen Mann, der sich nach einer unrechten Handlung an seiner Person zur Selbstjustiz gezwungen sieht und zum Verbrecher avanciert. Mit dabei ist in einer Nebenrolle auch das Schweizer Urgestein Bruno Ganz, doch die wahren Vorfreuden beruhen natürlich auf der dänischen Urgewalt Mads Mikkelsen, der, wenn er genügend Raum und die passende Rolle zugesprochen bekommt, ein Ausnahmekünstler ist und eine ungeheuer vereinnahmende Präsenz entwickeln kann.

null

Platz 48: „Last Vegas” von Jon Turteltaub (Kinostart: 14. November)

Vier Freunde (Robert De Niro, Kevin Kline, Michael Douglas, Morgan Freeman) reisen nach Las Vegas, um die Hochzeit einer ihrer Kumpel zu feiern. Doch alles kommt ganz anders. Kommt euch das auch irgendwie bekannt vor? Wir hoffen, dass „Las Vegas“ kein müder „Hangover“-Abklatsch wird und würden Hollywoods Altherrenriege (und dem Publikum) einen gelungen Ausflug ins Spielerparadies natürlich gönnen.

null

Platz 47: „Thor 2 – The Dark Kingdom” von Alan Taylor (Kinostart: 31. Oktober)

Epische Schlachtszenen, eine großartige Besetzung und selbst die Kostüme sehen nicht mehr ganz so aus, als ob sie komplett aus Plastik bestehen würden. Besonders in puncto Action scheint es so, als würde „Thor: The Dark World“ der Superheldenzusammenkunft in „Marvel’s The Avengers“ in nichts nachstehen. Wir freuen uns schon jetzt auf den zweiten Ausflug des bärtigen Hammerschwingers.

Platz 46: „Prisoners” von Denis Villeneuve (Kinostart: 26. September)

Wenn Hollywood ruft, dann passiert es nicht selten, dass ausländische Regisseure von der Traumfabrik zu Recht gestutzt werden. Bei seiner ersten Arbeit für ein Major Studio scheint sich Regisseur Denis Villeneuve aber nicht reinreden zu lassen. Prima. Sein Thriller-Drama „Prisoners“ über zwei entführte Kinder, deren Eltern sowie die ermittelnde Polizei wird, da sind wir uns ganz sicher, ein intelligenter wie packender Film werden, der wohl eher auf subtile, psychologische Spannung setzt, als auf großes Buhei und krachende Action. Bereits der erste Trailer lässt erahnen, dass „Prisoners“ etwas Großes werden könnte. Von Villeneuve, dem Regisseur des großartigen „Die Frau die singt – Incendies“, hoffen wir schon, dass er uns nicht enttäuscht. Dazu kommt, dass sein Hollywood-Debüt mit Hugh Jackman, Jake Gyllenhaal, Melissa Leo, Viola Davis, Paul Dano, Terrence Howard und Maria Bello exquisit besetzt ist.

Platz 45: „Carrie” von Kimberly Peirce (Kinostart: 5. Dezember)

Stephen Kings Debüt-Roman „Carrie“ wurde einst von Brian DePalma mit Sissy Spacek und John Travolta besetzt in die Kinos gebracht. Das Ergebnis war ein spannungsgeladener Coming-of-Age-Horror, der mit seinem (damals äußerst) drastischen Showdown das Publikum begeisterte. Ob Regisseurin Kimberley Pierce dies mit ihrem Remake auch gelingt, wird sich zeigen. Mit Chloë Grace Moretz und Julianne Moore in den Hauptrollen glänzt die Neuinterpretation mit Prominenz und auch die ersten Bilder und Trailer versprechen einen packenden Horrorfilm. Wir hoffen, dass Pierce nicht bloß ikonische Bilder aneinanderreiht, sondern auch den Charakter von Titelfigur Carrie, sowie deren psychischer wie physischer Entwicklung, Raum gibt. Da Pierce aber gelungene Dramen wie „Boys don’t cry“ und „Stop-Loss“ inszenierte, sind wir diesbezüglich optimistisch und freuen uns auf Anfang Dezember und einen blutigen Schulball.

Platz 44: „R.E.D. 2” von Dean Parisot (Kinostart: 12. September)

Das Sequel zur Comic-Verfilmung „R.E.D“ scheint genau von dem zum leben, was bereits den ersten Teil von 2010 auszeichnete und das war die Tatsache, dass hier neben Action-Star Bruce Willis auch Darsteller zu den Waffen greifen, die wir sonst eher mit diplomatischeren Vorgehensweisen in Verbindung bringen. Auch in „R.E.D. 2“ dürfen wir uns also darauf freuen, wenn Helen Mirren und John Malkovich ungehemmt rumballern und dabei nicht nur das erhöhte Alter ihrer Figuren, sondern auch ihr eigenes Image aufs Korn nehmen. Da ist uns die eigentliche Geschichte fast schon egal. Bereits der erste Teil unterhielt hauptsächlich durch die Chemie zwischen den Darstellern, sowie einzelnen amüsanten Szenen. Regisseur Dean Parisot ist jedenfalls ein Fachmann fürs Humorvolle, immerhin inszenierte er neben dem netten „Dick & Jane“ auch den kultigen „Galaxy Quest – Planlos im Weltall“.

Platz 43: „White House Down” (Kinostart: 5. September)

Roland Emmerich, der schwäbische Spielbergle, meldet sich nach seinem ehrbaren, aber leider wenig lukrativen Ausflug ins anspruchsvolle Fach mit „Anonymous“ wieder krachend und explosiv zurück. In „White House Down“ darf Emmerich wieder seiner cineastischen Leidenschaft frönen: der Destruktion. Nachdem er 1996 bereits das Weiße Haus in „Independence Day“ von Aliens zerstören ließ, wird der Sitz des US-Präsidenten in seinem neusten Film zwar nicht vollkommen vernichtet, aber einige Sachschäden wird es sicherlich zu beklagen geben, wenn Posterboy Channing Tatum gegen böse Terroristen zu Felde zieht, die dem Präsidenten (Jaime Foxx) die Haare krümmen wollen. Wir hoffen auf einen Action-Blockbuster ohne Sinn, dafür aber mit dem nötigen Verstand, uns für zwei Stunden auf unkomplizierte Art und Weise zu unterhalten.

Platz 42: „Escape Plan” von Mikael Hafstrom (Kinostart: 14. November)

Zum dritten Mal stehen die alten Action-Haudegen Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger gemeinsam vor der Kamera. In Mikael Håfströms Knast-Action-Thriller „Escape Plan“ dürfen die Hau-Drauf-Stars mal wieder zeigen, dass sie auch mit über 60 Jahren nicht zum alten Eisen gehören und lassen die Fetzen fliegen. Mit an Bord sind dazu noch Vinnie Jones, 50 Cent, Vincent D’Onofrio und Jim Caviezel. Bleibt nur zu hoffen, dass der Film sich seiner ironischen Note bewusst ist, denn ein bierernstes Krachbumm-Spektakel könnte schnell den eigenen Rahmen sprengen und jeden Spaß an der Verfolgung des Geschehens zerstören.

null

Platz 41: „Conjuring – Die Heimsuchung” von James Wan (Kinostart: 15. August)

Und noch ein Horrorfilm aus dem Hause James Wan („Saw“). Den ersten Trailer fanden wir super, der zweite Trailer war genau das Gegenteil. Was man also von dem neuesten Wan-Horrorstreich erwarten soll, wird sich noch zeigen, allerdings wirklich schlecht war bisher keiner seiner Filme. Daher freuen wir uns einfach mal milde auf den Film.

Platz 40: „The Family” von Luc Besson (Kinostart: 21. November)

Von Martin Scorsese produziert, mit einem seiner engsten Partner besetzt und dennoch soll „The Family“ ein Luc-Besson-Film werden. Die Story über eine Mafia-Familie, die innerhalb des Zeugenschutzprogramms nach Frankreich auswandern muss, könnte allerdings auch die komödiantische Weiterführung von „Goodfellas“ sein. Scorsese hat definitiv seine Spuren bei dem Projekt hinterlassen. Vielleicht hilft das ja Bessons strauchelnder Regie-Karriere wieder auf die Sprünge. Zudem wird er von Robert De Niro, Michelle Pfeiffer und Tommy Lee Jones dabei prominent unterstützt. Allein deswegen sollte man sich „The Family“ schon vormerken.

Platz 39: „Lone Ranger” von Gore Verbinski (Kinostart: 8. August)

Gore Verbinski ist für uns nach wie vorher einer der besten Blockbuster-Regisseure. Mit „Fluch der Karibik“ hat er uns auf unterhaltsamste Weise das Piratenleben näher gebracht, mit dem Western „Rango“ einen der amüsantesten Animationsfilme der letzten Jahre geschenkt. Was liegt da näher also näher als Johnny Depp in einen Western zu packen. Wir sind gespannt, ob „Lone Ranger“ letzten Endes auch wirklich ein ideenreicher Western wird und nicht nur eine Version von Jack Sparrow im wilden Westen.

Platz 38: „Kick-Ass 2” von Jeff Wadlow (Kinostart: 15. August)

„Kick-Ass“, die Verfilmung des gleichnamigen Kult-Comics von Mark Millar und John Romita, schlug vor drei Jahren wie eine Bombe ein. Frech, brutal und witzig erzählte der britische Regisseur Matthew Vaughn die Geschichte von Teenager Dave (Aaron Taylor-Johnson), der sich als Titelheld aufmacht gegen das Verbrechen zu kämpfen und dabei unerwartet Hilfe von zwei echten Superhelden erhält. Das Sequel, unter der Regie von Jeff Wadlow („Cry Wolf“), der auch das Drehbuch verfasste, bringt alle Überlebenden des ersten Teils wieder zusammen und erweitert den Cast u.a. mit Jim Carrey und „Scrubs“-Star Donald Faison. Die ersten bewegten Bilder erschienen uns zwar noch etwas zahm, aber wir gehen davon aus, dass „Kick-Ass 2“ wie sein Vorgänger ein anarchistischer Spaß sein wird, der diesmal noch mehr den Fokus auf das personifizierte Highlight des Vorgängers werfen wird: Hit Girl (Chloë Grace Moretz).

Platz 37: „Die Tribute von Panem 2 – Catching Fire” von Francis Lawrence (Kinostart: 21. November)

Die Jugendliteraturverfilmung „Die Tribute von Panem“ hat 2012 nicht nur an den Kinokassen die Erwartungen übertroffen, sogar bei den Kritikern kam das Sci-Fi-Abenteuer durchaus gut an. Um den Hype nicht abreißen zu lassen, musste in Rekordgeschwindigkeit ein Sequel her. Wie gut, dass die Vorlage schon existiert. Wir sind gespannt, ob man die vergleichsweise kurze Entwicklungszeit auch auf der Leinwand sehen wird. Solange andererseits die hinreißende Jennifer Lawrence genug Screen time bekommt, ist uns das fast schon egal.

Platz 36: „Mr. Morgan’s Last Love” (Kinostart: 22. August)

Nach dem Tod seiner Frau hat sich der englische Rentner Matthew Morgan (Michael Caine) nach Paris zurückgezogen. Dort wartet er, von seinen Kindern entfremdet, lustlos auf sein Ende. Bis er eines Tages die lebenslustige Französin Pauline (Clémence Poésy) kennen lernt, die ihm beibringt, dass das Leben auch mit 70 noch einiges zu bieten hat. Zwar klingt die Story nach „schon tausendmal gesehen“, aber bei diesem Leinwandpaar freuen wir uns auf „Mr. Morgan’s Last Love“.

null

Platz 35: „Inside Wikileaks – Die fünfte Macht” von Bill Condon (Kinostart: 31. Oktober)

Als Anfang 2011 bekannt wurde, dass Daniel Domscheit-Bergs Buch „Inside WikiLeaks – Meine Zeit bei der gefährlichsten Website der Welt“ verfilmt werden sollte, waren die Enthüllungsplattform und ihr Gründer Julien Assange in aller Munde. Ob die Story um den Skandaljournalisten (Benedict Cumberbatch) und seinen Intimus Domscheit-Berg (Daniel Brühl) 2013 noch jemanden interessiert, wird sich zeigen müssen.

null

Platz 34: „R.I.P.D.” von Robert Schwentke (Kinostart: 29. August)

Jeff Bridges als Sheriff der Untoten. Das klingt wirklich zu gut und auch die ersten bewegten Bilder machen einen zumindest soliden Eindruck. Ob diese Comicverfilmung aber wirklich eigenständig genug daher kommt, daran zweifeln wir noch, denn teilweise sieht das eher wie „Men in Black Reloaded“ aus.

Platz 33: „Wolverine – Weg des Kriegers” von James Mangold (Kinostart: 25. Juli)

„X-Men Origins: Wolverine” war ja leider nicht das Gelbe vom Ei. Dies ändert sich hoffentlich mit den neuen Herangehensweise. Zumindest kann diese schon mal mit einem tollen Setting und einem talentierten Regisseur punkten. Ob das am Ende für eine guten Comicverfilmung reicht, steht allerdings noch in den Sternen.

Platz 32: „Machete Kills” von Robert Rodriguez (Kinostart: 19. Dezember)

Bei „Machete” scheiden sich die Geister und das wird sich mit der Fortsetzung sicherlich nicht ändern. Dennoch, wer auf Edeltrash der Sorte Robert Rodriguez steht, der wird wohl auch hier wieder aufs Beste unterhalten werden. Und dabei sind dieses Mal wieder die unglaublichsten Namen, von Charlie Sheen bis Lady Gaga, vertreten.

Platz 31: „Der Schaum der Tage” von Michel Gondry (Kinostart: 3. Oktober)

Michel Gondry ist für die einen ein unerträglicher Regisseur und andere wiederum können von seiner verrückten Inszenierung nicht genug bekommen. Auch in „Der Schaum der Tage“ bleibt sich der Franzose treu, denn mal wieder kennt seine Fantasie kennt keine Grenzen. Vor allem aber freuen wir uns auf das Liebespaar Romain Duris und Audrey Tautou, vor allem aber auf Duris, der für uns zu den größten Schauspielern Frankreichs zählt und hier mal wieder zeigt, warum dieser Ruf gerechtfertigt ist.

Platz 30: „Elysium” von Neill Blomkamp (Kinostart: 15. August)

Wenn wir von einem Film der letzten Jahre so richtig überrascht und begeistert waren, dann war es definitiv Neill Blomkamps Sci-Fi-Asylanten-Drama „District 9“. Mit seinem zweiten Spielfilm „Elysium“ bleibt der südafrikanische Regisseur dem futuristischen Genre treu und hat diesmal mit Jodie Foster und Matt Damon sogar zwei hochkarätige Stars mit an Bord. Wie bereits bei „District 9“ mixt Blomkamps auch hier krachende High-Tech-Action mit sozial-gesellschaftlicher Kritik, denn während die oberen Zehntausend auf der Raumstation Elysium bequem und sicher leben, haust die Unterschicht in Slums und muss ums Überleben sowie um Ressourcen kämpfen. Wir wagen einfach mal die folgende These: Das wird bad-ass mit dem nötigen Tiefgang.

Platz 29: „Feuchtgebiete” von David Wnendt (Kinostart: 22. August)

2008 beherrschte Charlotte Roches Skandalroman „Feuchtgebiete“ wochenlang die deutschen Bestsellerlisten und bescherte Jugendschützern und Sittenwächtern schlaflose Nächte. Jetzt gibt es einen ersten Teaser zur Romanadaption und was sollen wir sagen… richtig viel zu sehen gibt es da noch nicht. Eine ranzige Toilette, Neonlicht und eine Mohrrübe sollen die großen Vorboten des Skandalfilmchens 2013 sein? Wir lassen uns überraschen, ob sich die Filmemacher wirklich zu einer radikalen Umsetzung des schlüpfrigen Romans entschlossen haben oder ob sie doch eher eine jugendgerechte Weichspülversion in die Kinos bringen werden.

Platz 28: „Riddick” von David Twohy (Kinostart: 19. September)

Entsprungen aus dem Sci-Fi-Überraschungs-Hit „Pitch Black – Planet der Finsternis“ avancierte die Figur des Richard Riddick für kurze Zeit zu einem Kultcharakter, dem Regisseur David Twohy sowie Universal einen eigenen Film spendierten. Doch der überladene, fast großkotzige „Riddick – Chroniken eines Kriegers“ floppte an der Kasse, weswegen eine erneute Rückkehr des glatzköpfigen Space-Outlaws schon recht überraschend ist, vor allem nach einer Pause von über zehn Jahren. Die ersten bewegten Bilder lassen aber darauf schließen, dass sich Hauptdarsteller Vin Diesel und Riddick-Schöpfer Twohy hier wieder am Ursprungsfilm orientieren. Wir geben freimütig zu, wir erwarten nichts umwerfendes, aber wir drücken Diesel die Daumen, dass sein dritter Auftritt als eiskalter Anti-Held ein zwar erzählerisch wenig relevantes, aber zumindest optisch eindrucksvolles Sci-Fi-Abenteuer der etwas düsteren Art wird.

Platz 27: „Die geliebten Schwestern” von Dominik Graf (Kinostart: 19. Dezember)

Dominik Graf ist in den letzten Jahren seinem Ruf als bester Regisseur im deutschen Fernsehen mehr als gerecht geworden. Mit seiner spektakulären Miniserie „Im Angesicht des Verbrechens“ und den beiden Krimis „Cassandras Warnung“ sowie „Das unsichtbare Mädchen“ hat er gezeigt, dass Fernsehen sogar besser als Kino sein kann. Seine bisherigen Kinoarbeiten konnten dagegen nicht so viel Aufsehen erregen und auch bei seinem neuen Film „Die geliebten Schwestern“ ist eine gewisse Skepsis nicht unangebracht. Nicht nur, dass die Liebesgeschichte um Friedrich Schiller und zwei Schwestern schwer in die erprobten Genre-Muster des Regisseurs passt, auch der Hang des deutschen Kinos zur Mittelmäßigkeit könnte dem unangepassten Graf auf die Füße gefallen sein.

null

Platz 26: „Young and Beautiful” von Francois Ozon (Voraussichtlich 2. Halbjahr 2013)

Francois Ozon macht leider nur selten wirklich großartige Filme. Sehenswert waren sie bisher trotzdem alle, da Ozon einfach ein unfassbares Gespür für zwischenmenschliche Beziehungen hat. Da sind wir natürlich gespannt, was er aus seinem neuen Film gemacht hat, in dessen Cast auch die grandiose Charlotte Rampling anzutreffen ist.

null

Weiter zu den Plätzen 1-25 geht es HIER.