Die große Filmvorschau 2013 Teil 2 – Superhelden, Arnie in Action und die neuesten Arbeiten von ganz großen Regisseuren, und vieles mehr, so sehr freuen wir uns auf das kommende Kinojahr

„2012 wird das Kinojahr überhaupt“ haben vor gut einem Jahr viele
Leute, auch wir, gedacht.Doch wenn man jetzt so ein Resümee zieht, muss man sich doch eingestehen, dass es schon eher durchwachsen war. Wir denken einfach, dass man das vorher immer glaubt. Vorfreude ist ja auch ein wichtiger Bestandteil bei der Liebe zu Filmen. Wenn wir jetzt ein Blick auf die Auflistung der Filme werfen, die 2013 auf uns zu kommen, können wir eigentlich nur mit der Zunge schnalzen. Da wissen wir fast gar nicht, auf welchen Streifen wir uns am meisten freuen sollen. Hoffen wir also einfach mal, dass auf die Vorfreude nicht so oft Enttäuschung folgt, und lasst uns gemeinsam positiv dem Kinojahr 2013 entgegenblicken. Im Folgenden stellen wir euch unsere 50 meisterwarteten Filme des 1. Halbjahres des kommenden Jahres vor. Und auf welche Filme freut ihr euch am meisten?

Platz 25: “Nachtzug nach Lissabon” (Kinostart: 7. März)

„Nachtzug nach Lissabon“ basiert auf dem äußerst starken gleichnamigen Roman von Pascal Mercier. Dass wir eine gelungene Verfilmung sehen werden, bezweifeln wir nach dem stark bebilderten Trailer kaum noch. Und der Cast, u.a. mit Jeremy Irons, Bruno Ganz und vielen mehr ist sowieso göttlich.

Platz 24: “Die Jagd” (Kinostart: 28. März)

Wenn sich einer der interessantesten Schauspieler unserer Zeit (Mads Mikkelsen) und ein ebenso interessanter europäischer Regisseur (Thomas Vinterberg) zusammentun, dann darf man auf die gemeinsame Zusammenarbeit mehr als nur gespannt sein. In „Die Jagd“ spielt Mikkelsen, der auch mit dem Schauspielerpreis von Cannes geehrt wurde, einen beschuldigten Mann, der angeblich ein kleines Kind sexuell missbraucht haben soll. Vinterberg hat in der Vergangenheit schon bewiesen, dass er mit brisanten Themen hervorragend umgehen kann (siehe „Das Fest“) und auch „Die Jagd“ könnte ein intensives wie schweres Charakter-Drama werden.

Platz 23: “Hänsel und Gretel: Hexenjäger” (Kinostart: 28. Februar)

In „Hänsel und Gretel: Hexenjäger“ begeben wir uns gemeinsam mit Jeremy Renner und Gemma Arterton alias Hänsel und Gretel in die grimmsche Märchenwelt, um dort ein paar fiesen Hexen gehörig in den Hintern zu treten. Der erste Trailer verspricht eine abgefahrene Hexen-Schlachtplatte, die definitiv nichts für schwache Mägen sein dürfte.

Platz 22: “Promised Land” von Gus Van Sant (Kinostart: 13. Juni)

Mit „Restless“ drehte van Sant zuletzt einen sanften und besinnlichen Indie-Film. Mit „Promised Land“ folgt nun wieder die völlige Rückkehr zum Mainstream. Matt Damon und Frances McDormand versuchen günstig an das Land einer Kleinstadt zu kommen, weil sich darunter gigantische Erdgasvorkommen befinden. Der Trailer verspricht schon mal ein intensives Drama. Der Film wird im Wettbewerb der kommenden Berlinale zu sehen sein. Dann wissen wir bestimmt mehr.

Platz 21: “The Place Beyond The Pines” von Derek Cianfrance (Kinostart: 28. März)

Mit “Blue Valentine” hat Cianfrance einen der herausragendsten Liebesfilme der letzten Jahre in die Kinos gebracht. Nun meldet er sich mit einem Film zurück, bei dem man nicht ganz weiss, was man erwarten soll. Gespannt sind wir auf alle Fälle, vor allem da wieder Ryan Gosling in der Hauptrolle sehen werden.

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Platz 20: “Gangster Squad” von Ruben Fleischer (Kinostart: 24. Januar)

Auch wenn Regisseur Ruben Fleischer noch nichts wirklich Weltbewegendes („Zombieland“) auf die Beine gestellt hat und eine echte Katastrophe inszenierte („30 Minuten oder weniger“), sind die Erwartungen an seinen 40er Jahre Cop vs. Gangster-Thriller „Gangster Squad“ extrem hoch. Das liegt vor allem an dem herausragenden Cast: Sean Penn, Ryan Gosling, Nick Nolte, Josh Brolin, Giovanni Ribisi, Emma Stone, Robert Patrick und Jon Polito. Welcher Filmfreund bekommt da keine feuchten Augen? Wenn dazu noch die Handlung packen kann und nicht zu zahm daherkommt, dann könnte „Gangster Squad“ ein echtes Genre-Highlight werden.

Platz 19: “The Grandmaster” von Wong Kar Wai (Voraussichtlich 1. Halbjahr 2013)

Der neue Film des asiatischen Regieexzentrikers feiert am 6. Februar auf der Berlinale Weltpremiere. Ein deutscher Kinostart dürfte also auch zeitnah sicher sein. Hoffentlich, denn auf seine neue Arbeit freuen wir uns sehr.

Platz 18: “Last Stand” von Kim Jee-woon (Kinostart: 31. Januar)

Unser liebster Actionstar hat Arnold Schwarzenegger sich mit einem Knall in Hollywood zurückgemeldet. Der ehemalige Gouverneur von Kalifornien lässt wieder Action-Träume Wirklichkeit werden hat gleich mehrere heiße Eisen im Feuer. Neben „The Tomb“, in der das Action-Urgestein an der Seite von Sylvester Stallone zu sehen sein wird, freuen wir uns besonders auf Jee-woon Kims Neo-Western „The Last Stand“, in der Arni in die Rolle eines hartgesottenen Sheriffs schlüpfen wird. Coole Oneliner, blaue Bohnen und ein Schwarzenegger in Höchstform – was könnt es Schöneres geben?

Platz 17: “Star Trek Into Darkness” von J.J. Abrams (Kinostart: 16. Mai)

Der Weltraum – Unendliche Weiten… Mit dem 2009 erschienenen „Star Trek“-Reboot konnte Regisseur J.J. Abrams die Sci-Fi-Reihe vom kopflastigen Nerdkino in einen mainstreamtauglichen Blockbuster verwandeln. Dennoch gelang es dem Regisseur, den Charme der sechziger Jahre Serie auch in seiner aufpolierten Neuauflage gekonnt einzufangen. Dementsprechend fiebern nun nicht nur Hardcore-Trekkies dem Kinostart von „Star Trek Into Darkness“ entgegen. Wir sind gespannt, in welche Richtung Abrams das neue Star-Trek-Universum lenken wird und wie sich Benedict Cumberbatch als Gegenspieler von Kirk, Spock und Co. schlagen wird.

Platz 16: “Frankenweenie” von Tim Burton (Kinostart 24. Januar)

Tim Burtons Liebeserklärung an den Horrorfilm. Mit schrulligen Charaktere, tollen Animationen, magischer Musik und unheimlich viel Ideenreichtum sollte es Tim Burton endlich wieder gelingen, zu alter Stärke zurück zu finden und die Kinosäle zu verzaubern.

Platz 15: “Evil Dead” (Kinostart: 25. April)

Sam Raimis „Tanz der Teufel“-Trilogie ist Kult. Die Mischung aus fiesem Splatter-Horror und skurrilen Humor-Einschüben hat seit seiner Veröffentlichung im Jahre 1981 nichts von seiner Faszination verloren. 2013 kommt nun ein Remake des Horror-Klassikers vom uruguayischen Regie-Newcomer Fede Alvarez in die Kinos. Zwar stehen wir dem Remake-, Reboot- und Sequelwahn in Hollywood im generellen kritisch gegenüber, doch wenn Regisseur Sam Raimi und die B-Movie-Legenden Bruce Campbell und Robert G. Tapert dem Projekt ihren Segen aussprechen, dann darf man gespannt sein, was dabei herauskommt.

Platz 14: “Silver Linings” von David O. Russell (Kinostart: 3. Januar)

Wenn der „The Fighter“-Regisseur David O. Russel einen neuen Film ankündigt, dann werden die Cineasten hellhörig. Denn schon vor seinem mit Preisen überhäuften Box-Drama galt Russel zu den innovativsten Regisseuren Hollywoods, der seine Filme immer wieder dicht an der Grenze zum Wahnsinn vorbeischrammen lässt. Und auch „Silver Linings“ mit Bradley Cooper, Jennifer Lawrence und Robert de Niro ist eine herrlich erfrischende Romantik-Komödie der besonderen Art. Zu unserer Kritik geht es HIER.

Platz 13: “Something in the Air” von Olivier Assayas (Kinostart: 2. Mai)

Mit “Something in the Air” schließt Assayas zwar nicht ganz an die Brillanz seiner vorhergehenden Filme wie beispielweise „Carlos – Der Schakal“ an, dennoch hat er ein ungewöhnlich vielschichtiges Drama über das Erwachsenwerden und über politische Umbrüche geschaffen, welches schon jetzt als zeitlos betrachtet werden darf.

Platz 12: “Only God Forgives” Nicolas Winding Refn (Voraussichtlich 1. Halbjahr)

Nach Ryan Goslings erster Zusammenarbeit mit dem dänischen Regisseur Nicolas Winding Refn in „Drive“ steht eines für „Only God Forgives“ fest: Dieser Film ist eines der klarsten Must-See nächstes Jahr. „Drive“ ist ein Meisterwerk, ein Genuss für Augen und Ohren, mit Ryan Gosling, der in Sachen Coolness beinahe auf einer Stufe mit Alain Delon stand. Viel ist über die Story von „Only God Forgives“ noch nicht bekannt, außer, dass Gosling einen Kriminellen auf der Flucht spielt, der in Bangkok eine zweite Chance erhält. Thai-Boxen spielt eine Rolle und die ersten Bilder vom Dreh zeigen einen blutüberströmten Gosling, der allem Anschein nach nicht nur einen Schlag ins Gesicht bekommen hat, sondern hundert. Wenn Refn qualitativ ähnliches wie „Drive“ abliefert, dann steht ihm die Tür zum Kreis der ganz Großen problemlos offen.

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Platz 11: “Lincoln” von Steven Spielberg (Kinostart: 24. Januar)

Der ehemalige Blockbuster-König ist in den letzten Jahren ungemein produktiv und bringt nach „Tim und Struppi“ und „Gefährten“ bereits seinen dritten Film in drei Jahren heraus. Entwickelt sich Spielberg zum neuen Woody Allen? Mit „Lincoln“ erwartet uns in erster Linie eine hochkarätige Schauspielerriege wie Daniel Day-Lewis als Abraham Lincoln, Sally Field, Tommy Lee Jones und David Oyelowo.

Platz 10: “Laurence Anyways” von Xavier Dolan (Kinostart: 27. Juni)

Der in Cannes gefeiert neue Film des kanadischen Regisseurs Dolan besticht durch intensiven Realismus, allen voran durch die sehr authentischen Schauspieler. Schon der Trailer rührt uns zu Tränen. Daher ein definitives Must-See im Jahr 2013.

Platz 9: “The Master” von P.T. Anderson (Kinostart: 21. Februar)

Erst am 21. Februar soll Paul Thomas Andersons neues Meisterwerk in die deutschen Kinos kommen. Der Film läuft schon lange in anderen Ländern, nur hier wartet der Verleih noch auf die Anzahl der Oscar-Nomnierungen um sie auf das offizielle Plakat schreiben zu können. Wir konnten dieses Schauspiel-Feuerwerk mit Joaquin Phoenix, Amy Admas und Philip Seymour Hoffman bereits begutachten. HIER geht es zu unserer Kritik.

Platz 8: “Stoker” von Park Chan-wook (Kinostart: 9. Mai)

“Stoker” ist der erste US-Film des koreanischen Regiewunderkinds Chan-wook, dem wir nicht nur den meisterlichen Rachethriller „Oldboy“ zu verdanken haben. Von Nicole Kidman und Mia Wasikowska wird er schon mal von zwei grandiosen Schauspielerinnen tatkräftig unterstützt. Auch der Trailer sieht fantastisch aus. Das Meisterwerk dürfte also nur eine Frage der Zeit sein.

Platz 7: “I’m So Excited” von Pedro Almodóvar (Voraussichtlich 1. Halbjahr 2012)

“Los amantes pasajeros” heißt der Titel des neuen Almodóvar-Films im Original. Der erste Teaser hat uns bereits vollkommen überzeugt, so dass wir nicht weniger als ein „masterpiece of weirdness“, wie ihn so schön einer unserer treuen Lesern betitelt hat, erwarten.

Platz 6: “Les Misérables” von Tom Hooper (Kinostart: 21. Februar)

Die Literaturvorlage von Victor Hugo ist einer der Romanklassiker schlechthin. Das Musical schrieb ebenfalls Geschichte. Wir sind also ungemein gespannt, was Oscar-Preisträger Tom Hooper („The King’s Speech“) aus den beiden Vorlagen gezaubert hat. Der Trailer hat unsere Redaktion zumindest schon mal emotional berührt wie kaum ein anderer dieses Jahr.

Platz 5: “To the Wonder” von Terence Malick (Kinostart: 30. Mai)

Schon sein letzter Film „The Tree of Life“ wurde kontrovers diskutiert. Künstlerisch gewann Malick allerdings, jedenfalls die Goldene Palme 2011 in Cannes. Sein neuer Film „To The Wonder“ lief bereits in Venedig und wurde wieder genauso gespalten aufgenommen. Wir sind dennoch gespannt. Das Liebesdrama ist zudem mit Ben Affleck, Rachel McAdams und Javier Bardem famos besetzt.

Platz 4: “Inside Llewyn Davis” von Joel & Ethan Coen (Voraussichtlich 1. Halbjahr 2013)

Wenn ein neues Projekt von den Coen Brüdern von sich reden macht, dann ist die Aufregung in der Filmwelt jedes Mal riesig. Dieses Mal treibt es die beiden gemeinsam mit Justin Timberlake, Cary Mulligan und Stammschauspieler John Goodman in die Folk Musik Szene des 60er Jahre New Yorks. Ein Musical also, na bestens, haben die Coens doch bereits in „O Brother Where Art Thou“ angedeutet, dass sie dafür das richtige Gespür haben. In den USA startet „Inside Llewyn Davis“ ja bereits am 7. Februar, wir hoffen also auf einen zeitnahen deutschen Kinostart.

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Platz 3: “Der große Gatsby” von Baz Luhrmann (Kinostart: 16. Mai)

Die Geschichte des großen Gatsby fand schon so einige Male den Weg in die Lichtspielhäuser. Ob 1974 mit Robert Redford oder 1949 mit Alan Ladd in der Hauptrolle. In der nächsten Verfilmung darf Leonardo DiCaprio in die großen Fußstapfen seiner namhaften Vorgänger treten, doch Sorgen auf eine Fehlbesetzung oder schwache Leistung brauchen wir uns bei DiCaprio längst nicht mehr machen und die Vorfreude auf seine Performance in Baz Luhrmanns („Moulin Rouge“) Romanadaption als Superreicher kennt keine Grenzen mehr. Dazu konnte Luhrmann auch noch Tobey Maguire, Joel Edgerton, Isla Fisher und Carey Mulligan ins Boot holen. Das kann doch eigentlich nur grandios werden, oder?

Platz 2: “Der Geschmack von Rost und Knochen” von Jacques Audiard (Kinostart: 10. Januar)

Hierzu muss man nicht viel sagen. „De rouille et d’os“, so der Originaltitel, ist ein weiterer Geniestreich von Frankreichs Ausnahmeregisseur Jacques Audiard („Ein Prophet“). Dieses Mal hat er Frankreichs aktuelle Schauspielgöttin Marion Cotillard für die Hauptrolle ausgesucht. Und da dürfte es wenig überraschen, dass sie im Januar ihre nächste Oscarnominierung auf ihr Konto schreiben wird. Als Orcawal-Trainerin, die bei einem Arbeitsunfall ihre Beine verliert, überzeugt sie wie kaum eine andere Schauspielerin dieses Jahr. Zu unserer Kritik geht es HIER.

Platz 1: “Zero Dark Thirty” von Kathryn Bigelow (Kinostart: 31. Januar)

Nach ihrem großen Comeback und Oscar-Sieger „Tödliches Kommando – The Hurt Locker“ schien es unwahrscheinlich, dass Bigelow einen ähnlich guten Nachfolgefilm bewerkstelligt bekommt. Die bisherigen Kritiken aus den USA und die vielen Golden-Globe-Nominierungen sprechen dagegen eine ganz andere Sprache. Und uns hat der Film auch super gefallen. „Zero Dark Thirty“ wird bestimmt eines der Highlights des kommenden Jahres und bis zum 31. Januar ist es ja auch nicht mehr so lange hin.