"Ein gutes Jahr" (2006) Kurzkritik

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„Ich hätte gerne ein Leben mit einer irrationalen misstrauischen Gattin, als Beilagen ein bisschen Wut und Eifersucht und eine Flasche Wein, die so schmeckt wie du, und ein Glas, das niemals leer wird.“

„Der Londoner Banker Max Skinner (Russell Crowe) reist in die Provence, um ein kleines Weingut zu verkaufen, welches er von seinem Onkel vererbt bekommen hat. Max lässt sich zunächst nur widerstrebend auf die provenzalische Lebensart ein und reagiert auf die schrulligen Eigenarten der Einheimischen mit einer ordentlichen Portion Sarkasmus. Doch nachdem er die Café-Besitzerin Fanny (Marion Cotillard) kennenlernt, genießt er nicht nur die Leichtigkeit des Lebens – er lernt auch die wahre Liebe kennen…“

Die Story ist nicht neu, man bedient sich an Klischees und doch macht dieser Film ungemein viel Freude und Spass. Denn ‚ein gutes Jahr‘ ist nicht irgendeine Liebesgeschichte, sondern auch eine Liebeserklärung an die Provence. Und wenn die Bilder dann wunderschön eingefangen werden, zwei meiner Lieblingsschauspieler mitwirken und all das mit sehr passender Musik unterlegt wird, dann ist das ein Film, mit dem ganz einfach mein französisches Herz aufgeht.
Abgesehen davon ist der Film viel besser als er von den meisten dargestellt wird, da er seinen eigenen Charme und einige wunderschöne Ideen und Dialoge hat. Und jeder, der die Provence kennt, kann nachvollziehen, dass dieser Film etwas Außergewöhnliches besitzt.
Besonders gut gefiel mir, wie sich Russel Crowe zeigt. Ganz ungewohnt, voller Humor, ja sogar romantisch. Und zu Marion Cotillard brauche ich wohl kein Wort mehr verlieren, denn sie kann alles spielen, ob Komödie, Drama, Biopic oder Thriller.

„Ein gutes Jahr“ ist also ein Film, der zumindest für Begeisterte der französischen Kultur und Landschaften ein Pflichtkauf auf DVD ist.
Der Film ist kein Meisterwerk, aber das will er auch nicht sein, denn dann hätte Ridley Scott wohl auch daraus versucht, eine Schlachtplatte à la Gladiator zu basteln.

„Überlasst die schönen Frauen den Männern ohne Fantasie.“ (Marcel Proust)

Bewertung: 7/10 Sternen