"Ironclad" (2011) Kritik

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„To kill, is a sin. I therefore pledge to kill in the name of God.“

Mit ‚Ironclad‘ bekommen Fans mittelalterlicher Filme nach langer Zeit mal wieder brauchbare zwei Stunden voller opulenter Schlachten und zwiespältiger Helden geboten. Klischees werden fast komplett ausgespart, stattdessen wird das Mittelalter von seiner schmutzigsten, dunkelsten Seite gezeigt.

Auf einer wahren Begebenheit beruhend, erzählt die Schlachtplatte von King John, der sich im Jahre 1215, nach dem Verfassen der Magna Charta Libertatum, mit seiner Gefolgschaft und einer Armee Dänen auf den Weg macht, um all jene, die die Magna Charta unterschrieben haben, erneut zu unterjochen. Den Wahnsinn Johns verkörpert Paul Giamatti mit einer Leichtigkeit, dass man Gänsehaut bekommt. Mit der Leistung können die anderen Darsteller zwar nicht gleichziehen, aber auch sie machen alle eine mehr als solide Figur.

Sein Manko, dass man ihm zu jedem Zeitpunkt sein niedriges Budget ansieht, macht der Film mit Realismus, tollen Landschaftsaufnahmen, einigen tollen Ideen (Stichwort: Schweine) und einer gut aufgelegten Darstellerriege wieder wett. Längen und Klischees sind eine Seltenheit und die Bebilderung der damaligen, hoffnungslosen Epoche ist absolut gelungen. Viel mehr braucht es nicht, denn ‚Ironclad‘ ist unterhaltsam, wenn auch recht gewalttätig in seiner Darstellung, aber auch das passt zu jedem Moment in das Umfeld.

Fazit: Visuell begeisterndes Werk, welches zum Glück nicht zwanghaft auf Epik setzt, sondern den brutalen Zeitgeist wiedergibt. Prädikat: Sehenswert.

Bewertung: 7/10 Sternen