"Juno" (USA 2007) Kritik – Ein Evergreen unter den Filmen

„Juno, hast du vielleicht zufällig in meine Urne gekotzt?“

„Juno“ ist witzig, clever in seiner Charakterzeichnung und seinem Humor, extrem charmant und dieses Gefühl überträgt sich während des Schauens auf den Zuschauer. Keine Ahnung wie das funktioniert, aber er macht glücklich, man fühlt sich gut und ist entspannt. Leider ist Juno die Art Frau, die man im Leben nie treffen wird, das macht dann eigentlich schon wieder traurig. Trotz Problemen wirkt alles in dieser Welt irgendwie harmonisch und locker und ich frage mich, wieso das bei mir eigentlich nicht so läuft. Also macht dieser Film irgendwo ein wenig depressiv. Aber darum geht’s ja gar nicht hier.

Page ist super sympathisch und süß, trägt diesen Film offensichtlich ohne Anstrengung alleine und ist der Grund dafür, warum „Juno“ im Endeffekt so charmant ist. Daran beteiligt sind außerdem Bateman, Cera, der auf seine trottelige Art irgendwie völlig untergeht, diese Rolle hat er in „Superbad“ besser hinbekommen, und natürlich J.K. Simmons, der der einzige in diesem Film ist der Pages Charme ergänzen kann. Man baut zu jeder einzelnen Figur eine persönliche Freundschaft auf, taucht in diese Welt ein und vergisst alles um sich herum. Die größte Freundschaft geht man natürlich mit Juno ein. Und damit meine ich das Mädchen genauso wie diesen Film. Ein Streifen, der irgendwie dein Freund ist. In der Musik wäre das ein „Evergreen“, für dieses Medium hier benutze ich dafür einfach mal das Synonym „Juno“.

Bewertung: 8/10 Sternen