Kinostarts der Woche (ab 26. Januar) – "I drive."

Unser Kinotipp der Woche: „Drive“ von Nicolas Winding Refn

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Der Job von Driver (Ryan Gosling) ist eigentlich aufregend genug – tagsüber verdient er sein Geld als Stuntfahrer in Hollywood und er ist der Beste seines Fachs. Doch gilt dasselbe auch für seine nächtliche Tätigkeit als Fluchtwagenfahrer. Sein Manager Shannon (Bryan Cranston) vermittelt ihn dabei an reiche Auftraggeber, für die er nach einem Bankraub die Beute sicher und schnell ans Ziel bringt, ohne dabei Fragen zu stellen oder sich einzumischen. Dann lernt er seine Nachbarin, die alleinerziehende Mutter Irene (Carey Mulligan) kennen und verliebt sich in sie. Als deren Ehemann Standard (Oscar Isaac) aus dem Knast entlassen wird und Driver einen Job vorschlägt, willigt dieser ein, ohne zu ahnen, was das auslösen wird. Der Coup geht schief und Driver muss, zusammen mit Irene, fortan um sein Leben kämpfen.

Unsere Redaktion ist sich hier einig. ‚Drive‘ ist der vielleicht beste Film der letzten Jahre. So meint Souli: „‚Drive‘ ist ein Filmerlebnis, das neue Maßstäbe setzt und ein Muss für alle Cineasten und Filmfanatiker. Mit seinen wirklich perfekt gewählten Schauspielern, seiner bahnbrechenden Optik, seinem wunderbaren Soundtrack und Refns genialer Inszenierung wird ‚Drive‘ zu einem überwältigenden Arthouse-Kunstwerk. Brachial, unaufhaltsam, einfühlsam, philosophisch, atmosphärisch perfekt und einfach atemberaubend.“ Hier geht es zur Kritik.

Unser Kinotipp der Woche Nr. 2: „The Artist“
Hollywood 1927: George Valentin (Jean Dujardin) ist ein gefeierter Stummfilm-Star. Doch die Einführung des Tonfilms schwebt als Damoklesschwert über seiner Karriere. Auf einer Premierenfeier verliebt sich George in die charismatische junge Statistin Peppy Miller (Bérénice Bejo), die mit ihrem gewinnenden Lächeln selbst das Zeug zum Leinwandliebling hat. Während der Siegeszug des Tonfilms für Peppy den Beginn ihres Aufstiegs bedeutet, verpasst George, der sich selbst als Star vom alten Schlage sieht, den Anschluss und fällt immer tiefer auf der Karriereleiter. George fehlt das Gespür für die Modernisierung des Kinos und die neuen Ansprüche des Publikums. Er überwirft sich mit seinem Produzenten (John Goodmann) und sein selbst produzierter Stummfilm wird zum Flop. Das gefährdet nicht nur die Beziehung zu seiner Frau, sondern führt ihn auch fast in den finanziellen Ruin.

Unser Autor dexter-morgan meint: „Ein stummer Film, der in seinen besten Momenten aufflammt wie ein Feuerwerk. Meine Hochachtung gilt Monsieur Hazanavicius, der in Zeiten von 3D den Mut hatte, ein solches Projekt auf die Leinwand zu bringen. Für mich hat sich die Mühe mehr als nur ausgezahlt. Dieser Film wird dieses Jahr verdient bei den Oscars abräumen.“ Hier geht es zur kompletten Kritik.

The Descendants
Der wohlhabende Anwalt Matt King (George Clooney) lebt mit seiner Familie auf Hawaii, wo er mit seinem Klan ein immens wertvolles Stück Land besitzt. Doch die Familienidylle trügt. Er wird als Treuhändler von mehreren Seiten zum Verkauf des Grund und Bodens gedrängt. Während Matt mit der Entscheidung ringt, ob er das Familienerbe verkaufen soll, erleidet seine Frau einen Bootsunfall und fällt ins Koma. Gemeinsam mit seinen beiden Töchtern, der altklugen Scottie (Amara Miller) und der schwierigen Alex (Shailene Woodley), versucht Matt den Schock zu verarbeiten. Bald wird ihm klar, dass das Verhältnis zu seinen Kindern nicht ungetrübt ist. Als er dann auch noch erfährt, dass seine Frau ein Verhältnis mit dem jüngeren Börsenmakler Brian (Matthew Lillard) hatte, beschließt Matt, etwas zu ändern. Mit seinen Töchtern im Schlepptau macht er sich auf eine Reise, die ihn quer durch Hawaii führt, um dem Liebhaber seiner Frau entgegenzutreten.

Die amerikanischen Kritiker haben viel versprochen. Einlösen kann der Film jedoch fast gar nichts. Hier geht es zur Kritik.

Fünf Freunde
Julian (Quirin Oettl), Dick (Justus Schlingensiepen), Anne (Neele-Marie Nickel), George (Valeria Eisenbart) und ihr Hund Timmy verbringen ihre Ferien gemeinsam am Meer. Ein Funkspruch, den sie in einer alten Schmugglerhöhle auffangen, gibt einen Hinweis auf die Entführung von Georges Vater Quentin (Michael Fitz). Ein Unbekannter hat es auf die neuartige Energiegewinnungsmethode abgesehen, an der er forscht. Der Professor hat sich auf einer Felseninsel ein Labor eingerichtet. Sie sind einer Verschwörung auf der Spur. Doch leider glaubt den Kindern niemand. Weder die Polizei noch Mutter Fanny (Anja Kling). So sind die jungen Ermittler auf sich allein gestellt.

Jervis-Tetch meint: „Einfallslose Kinoadaption der beliebten Kinderbuchreihe, die Kinder unterfordern und Erwachsene langweilen wird. Bevor man für diesen Film ins Kino geht, sollte man mal lieber wieder die alten Bücher oder Kassetten vom Dachboden holen und bei einer heißen Tasse Kakao in alten Erinnerungen schwelgen.“ Hier geht es zur kompletten Kritik.

Arirang
Ein Unfall bei den Dreharbeiten zu seinem letzten Film „Dream“ verursachte bei dem südkoreanischen Regisseur Kim Ki-duk eine schwere psychische Krise. Von Depression und Burnout-Symptomen gezeichnet, verschwand er drei Jahre lang von der Filmbühne, um über sich, seine Verantwortung als Regisseur und seinen weiteren beruflichen Werdegang nachzudenken. Seiner Passion aber folgend filmt sich Kim Ki-duk dabei selber und entwirft somit ein filmisches Tagebuch, das durch radikal kritische Selbstbefragung einen Weg aus der Krise liefern soll.

Das neue Werk des Koreaners Kim Ki-duk. Für Fans ein Muss, aber auch andere sollten auf jeden Fall mal einen Blick riskieren.