Kinostarts der Woche (ab 5. Januar)

Unser Tipp der Woche: Ziemlich beste Freunde
Seit er bei einem Gleitschirmflug abgestürzt ist, ist Philippe (François Cluzet) vom Kopf abwärts gelähmt. Seinen Lebensmut hat er dennoch nicht verloren, denn Philippe ist reich. Im Hof verstaubt ein Maserati und für ein Bild mit Farbklecksen gibt er schon mal gut und gerne 14.000 Euro aus. Gerade als er einen neuen Pfleger sucht, steht der gerade aus dem Gefängnis entlassene Driss (Omar Sy) in seinem Wohnzimmer und möchte eigentlich nur einen Stempel dafür haben, dass er sich vorgestellt hat, um weiterhin Arbeitslosenunterstützung zu erhalten. Frei dem Motto Gegensätze ziehen sich an, stellt Philippe Driss ein, denn dessen unbekümmerte, lockere Art fasziniert Philippe. Anfangs abgeneigt, überhaupt einer festen Beschäftigung nachzugehen, krempelt Driss nach und nach das Leben des Adeligen um und zwischen beiden entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft.

Nur nicht von dem schrecklichen deutschen Titel verwirren lassen. Denn „Ziemlich beste Freunde“ ist nicht nur der mit Abstand lustigste Film, sondern schon jetzt ein sicherer Kandidat für die Top 3 des Jahres. Hier geht es zur Kritik.

Huhn mit Pflaumen
Wie seine Geige, so zerbricht auch Nasser-Ali Khans Herz (Mathieu Amalric) als seine Ehefrau in einem Streit sein über alles geliebtes Instrument zerstört. Da die Geige, welche er einst von seinem musikalischen Meister (Didier Flamand) erhielt, irreparabel ist, beschließt Nasser-Ali zu sterben und daran kann auch eine Stradivari, die angeblich Mozart persönlich gehört haben soll, nichts ändern. In seiner Verzweiflung und den Tod vor Augen blickt er auf sein Leben und vor allem auf seine unerfüllte Liebe zu Irâne (Golshifteh Farahani) zurück. Da Irânes Vater (Serge Avédikian) sie mit einem Offizier verheiraten wollte, willigte Nasser-Ali auf Bitten seiner Mutter (Isabella Rossellini) ein, die Lehrerin Faringuisse (Maria de Medeiros) zur Frau zu nehmen. Doch Irâne hat er nie vergessen.