Klassiker-Tipp der Woche "Ein Fisch namens Wanda" (1988)

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Otto: You pompous, stuck-up, snot-nosed, English, giant, twerp, scumbag, fuck-face, dickhead, asshole.
Archie: How very interesting. You’re a true vulgarian, aren’t you?
Otto: You are the vulgarian, you fuck.

Kurz gesagt: ‚Ein Fisch namens Wanda“ ist köstlichste Unterhaltung, mit tollen Stars, sehr vielen äußerst witzigen Einfällen und Wendungen, sehr lustigen Dialogen und einer schönen, dezenten Musik.

Kevin Kline und John Cleese spielen hier ebenso brillant, wie Michael Palin und Jamie Lee Curtis. Jeder der vier bekommt genug Freiheit, um sein schauspielerisches Talent voll zu entfalten. Dies garantiert Slaptick und Dialogwitz auf allerhöchstem Niveau. Selten habe ich mich ohne Mitschauer bei einem Film so permanent weggeschmissen. Bei der Gagdichte verzeihe ich ‚ein Fisch namens Wanda‘ dann auch die leicht lahme Einführung und ebenso, dass von Anfang an klar ist, auf was die ganze Story hinausläuft.

Typisch britisch, mit Sidekicks auf die amerikanische und britische Politik. Ebenso ein toller Running Gag, denn der Einfall mit den Hunden ist einfach nur brillant schwarz-humorig. Alles in allem ein kleines Comedy-Meisterwerk, das zwar nicht vollkommen ohne Schwächen auskommt, aber mit seinem Humor und seinen sympathischen Charakteren ab dem ersten Augenblick zu begeistern weiss.

„Molto pericoloso, senora, molto!“ *Schwärm*. Ich muss an der Stelle echt noch was los werden. Es ist schade, wirklich sehr schade, dass man heutzutage dieses Spiel mit den Sprachen, generell Komödien dieser Art, nicht mehr zu sehen bekommt. Aber umso mehr schätze ich Komödianten wie John Cleese oder Luis de Funès. Damals ging Comedy noch Hand in Hand mit schauspielerischem Talent, Ideenreichtum und Anspruch. Wo sind wird heute angelangt? Darauf lässt sich schnell eine Antwort finden: Man muss schon nach der Nadel im Heuhaufen suchen, um solche Comedy-Kost serviert zu bekommen.

Nun, an jeden, der so denkt wie ich, möchte ich an dieser Stelle das lustigste, was ich jemals gesehen habe, empfehlen. Die Serie ‚Fawlty Towers‘ mit John Cleese als Manager seines verrückten Hotels.

Und an jeden, der es noch nicht weiss: „Aristotle was not Belgian, the principle of Buddhism is not „every man for himself“, and the London Underground is not a political movement.“

Bewertung: 8/10 Sterne

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