Kurzfilm "Spielzeugland" (D 2007) Kritik – Der Oscar ging dafür an Deutschland

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Der oscarprämierte Kurzfilm erzählt die Geschichte eines Sohnes, der seine Mutter fragt, wohin denn all ihre Nachbarn verschwinden. Die erzählt ihm, dass alle ins Spielzeugland fahren würden. Kurzerhand entscheidet der Junge, selbst mitreisen zu wollen, nichtsahnend, dass dieser Zug in ein KZ fahren wird.

Vor diesem dramatischen Hintergrund, der Deportation der Juden, kann „Spielzeugland“ ungemein berühren und hat vor allem am Ende eine tolle Wendung zu bieten, die man bei der Thematik „Drittes Reich und Juden“ vielleicht so nicht erwartet hätte, denn sie ist traurig und schön zugleich. Zwar wird man auch hier nicht das Gefühl los, dass es so langsam mal reicht, immer und immer wieder den Holocaust zu thematisieren, doch allein die Musik und die tolle Kamera machen diesen Kurzfilm zu etwas Besonderem, zu einem düsteren Märchen vor ernstem Hintergrund, auch wenn es den Anschein macht, als ob Jochen Freydank die Idee von Roberto Benignis „Das Leben ist schön“ geklaut hat.

Bewertung: 7/10 Sternen

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