Kurzfilm "Staplerfahrer Klaus" (DE 2000) Kritik – Der erste Arbeitstag

„Na, das ist ja gerade nochmal gutgegangen.“

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Vor dem ersten Arbeitstag haben wir ja alle immer irgendwie ein flaues Gefühl im Magen. Wenn sich die Theorie langsam dem Ende nähert und es wirklich ernst wird, dann spielen sich die verschiedensten Situationen im Kopf ab und es stellen sich die typischen Fragen. Werden die anderen Mitarbeiter nett und freundlich sein? Wie wird der Chef sein und kann ich mich wirklich mit der neuen Arbeit abfinden? Man kann nur hoffen, dass man nie einen Arbeitskollegen wie die Hauptfigur aus „Staplerfahrer Klaus“ haben wird, denn sonst endet ein normaler Arbeitstag schnell im unabsichtlichen Chaos.

Und darum geht es in „Staplerfahrer Klaus“ eigentlich auch. Klaus hat seinen Gabelstaplerführerschein für den innerbetrieblichen Werksverkehr gemacht und darf nun voller Stolz das kraftbetriebliche Flurförderfahrzeug bedienen. Verkauft werden uns diese zehn Minuten als Lehrfilm über das richtige Verhalten bei der Arbeit und die Sicherungsmöglichkeiten beim Kommissionieren. Eines sollte man diesen Kurzfilm jedoch in keinem Fall: ernstnehmen. Wenn Klaus durch die Hallen fährt und dabei einen bluttriefenden Unfall nach dem anderen auslöst, dann ist nicht im Ansatz wirklich etwas belehrendes, sondern einfach nur herrlich schwarzhumorige und groteske Unterhaltung. Wer sich mit einer derart überzogenen Darstellung natürlich nicht anfreunden kann und auch nicht diesen Humor hat, der wird mit „Staplerfahrer Klaus“ nichts anfangen zu wissen, denn hier gibt es Stich- und Fleischwunden, Gliedmaßen werden abtrennt, Leute an den Gabeln des Gabelstaplers ausgespießt und es gibt eine akkurate Spaltung. Am besten einfach selbst anschauen, ein eigenes Urteil machen und im besten Fall richtig viel Spaß haben.

Bewertung: 7/10 Sternen

Hier könnt ihr euch den 10 minütigen Kurzfilm anschauen: