Lieblingsregisseure N°4 "Sergio Corbucci"

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Geboren am 6. Dezember 1927 in Rom. Wirtschaftler, Soziologe, Komiker, Erfinder des Extremwesterns,… er war alles. Er hat das Genre beeinflusst wie nur wenige andere. Er stellte seine eigenen Regeln auf, technische Perfektion war ihm egal, sein Hauptziel: Dem Zuschauer die Message einbläuen. Die Sinnlosigkeit von Rache, die Bedeutung von Kapitalismus und Revolution, amerikanische und europäische Politik und die kritische Beleuchtung historischer Fakten, das alles klingt zunächst sehr ernst. Was Sergio Corbucci jedoch endgültig von seinen Kollegen abhebt, sind seine unzählbaren Einfälle. Viel Humor, extreme Coolness und wahnwitzige Action, seine Western waren Unterhaltungswestern. Auf Genre-Konventionen gab er nichts, lieber zeigte er den wilden Westen als Dystopie oder in Endzeitstimmung oder auch die Revolution als Amüsement der Gesellschaft. Als Stammkomponist wählte er Ennio Morricone, der für jede Situation die optimale musikalische Untermalung komponierte. Bleibt noch Corbuccis grandioses Händchen für die Wahl seiner Schauspieler zu erwähnen. Denn was wären die Figuren Loco und Django ohne Klaus Kinski und Franco Nero?

Sergio Leone bezeichnete Corbucci einst als den kreativsten Regisseur Italiens und war der Auffassung, dass wenn Corbucci alle seine Ideen umgesetzt hätte, er zu einem der ganz Großen geworden wäre. Was ich euch dazu sage: Er ist einer der ganz Großen und mit Sergio Leone der wohl beste Western-Regisseur aller Zeiten.

Hier geht es zu den Kritiken seiner Filme, die jeder Western-Fan gesehen haben sollte:

Django
Leichen pflastern seinen Weg
Il Mercenario
Zwei Companeros

Und hier der Trailer zu meinem Lieblingswestern made by Corbucci: