Serienkritik "Dexter"

People fake a lot of human interactions, but I feel like I fake them all, and I fake them very well. That’s my burden, I guess.

null

Dexter‘ ist…! Ja was bedeutet die Serie eigentlich für mich? Um es mal kurz zu sagen: Gerade eben bin ich am Ende der 5. Staffel angelangt und ich weiss nicht, wie ich meine Begeisterung in Worte fassen soll. Trotzdem möchte ich es versuchen.
Nach ‚Dexter‘ würde ich am allerliebsten mein Studium abbrechen wollen, um Forensiker im Morddezernat von Miami zu werden. Aber warum, was ist das Faszinierende an dieser Serie?

Zunächst mal hat ‚Dexter‘ neue Maßstäbe in der Charakterzeichnung gesetzt, im Geschichtenerzählen, im Schauspiel. Ob nun Michael C. Hall in der titelgebenden Rolle, die großartige Jennifer Carpenter als seine dauerfluchende Schwester Debra, oder all die anderen Persönlichkeiten, um mal die wichtigsten beim Namen zu nennen: Vincent Masuka, Rita Bennett, James Doakes, Maria Laguerta, Angel Batista, Harry Morgan, Joey Quinn, Cody + Astor Bennett, Frank Lundy, Miguel Prado, alles klar, ich höre schon auf… Punkt ist, selten hat es ein Film oder eine Serie geschafft, so viele einzigartige Charaktere zu versammeln.

Jede Folge darf sich der Zuschauer an einem der genialsten Intros überhaupt erfreuen, die Story ist der helle Wahnsinn. Viele Leute kritisieren an Dexter, dass zu viel von den Charakteren anderer Filme oder Serien geklaut wurde. Diese Leute wollten sich entweder nicht auf die grandiose Entwicklung der Charaktere einlassen oder haben einfach kein Gefühl für sowas.

Womit wir schon beim Thema Emotionen wären. Was ich im Verlauf dieser Serie erleben durfte ist „Dexter“! Im einen Moment nahe an einer Heulattacke, im nächsten Moment mit Lackkrämpfen, um anschließend erneut von der atemstockenden Spannung übermannt zu werden. Begleitet werden diese verschiedensten Augenblicke mal von traurig schönen Melodien, mal von kultigen Songs und ebenso von lateinamerikanischen Rythmen und zudem wurde mit ‚Dexter‘ mein persönlicher Serien-Lieblingscore ins Leben gerufen. Vielmehr möchte ich gar nicht schwärmen, so grandios wie die Akteure und Musik ist alles in der Serie. Kein Dialog wirkt überflüssig oder deplatziert, jegliche Situationen bleiben in einem realistischen Rahmen.

Was habe ich nun aus ‚Dexter‘ gelernt? Ich durfte erfahren, was wahre Liebe bedeutet und welche Rolle Vertrauen, Freundschaft, Einsamkeit, Tod und so viele andere wichtige Themen in meinem Leben spielen. Und wenn ich nun eine Sache super beherrsche, dann ist es das Fluchen. Ich danke dir dafür Debra Morgan! Spass beiseite. Ich sollte langsam zum Ende kommen? Aber gibt es das überhaupt? Ich denke nicht, denn ‚Dexter‘ wird für immer Teil meines Lebens sein, ja eventuell sogar ein Ratschlag in gewissen Lebensabschnitten. Es lebe der Spruch „Kult, kultiger, Dexter“!!! Und einzig bleibt als negativer Vermerk die gefühlte Ewigkeit an Wartezeit auf Staffel 6. Aber die wird kommen und ich werde dann wieder sagen „Tonight’s the night“ that I watch Dexter and nothing else!

Bewertung: 10/10 Sternen

P.S.: Folgender Titel trifft wohl perfekt die Stimmung der Serie: