"Mirrors" (2007) Kritik

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„Ben Carsons (Kiefer Sutherland) Leben läuft momentan nicht so, wie er es gerne hätte. Er verliert aufgrund von Alkoholexzessen seine Polizeimarke und das Vertrauen seiner Familie. Um wieder der Alte zu werden, nimmt er einen Job als Nachtwächter in der Ruine des Kaufhauses Mayflower an, das durch ein Flammeninferno fast komplett zerstört wurde. Auf seinen Rundgängen durch die finsteren Hallen reflektieren gewaltige Zierspiegel düstere Bilder der Vergangenheit. Zunächst glaubt er an Hirngespinste, aber bald sieht er sich einer Macht gegenüber, die er nicht verstehen kann, die über Spiegel in unsere Welt tritt und nicht nur sein eigenes, sondern auch das Leben seiner Frau und Kinder bedroht. Carson muss sich beeilen und das Geheimnis um die Spiegel lüften, oder sie werden das Ende seiner Tage wiederspiegeln.“

‚Mirrors‘ weiss weder zu schockieren, noch spannend zu sein, er ist eine Verarschung für Horrorgourmants, seines Genres nicht würdig! Zwar beginnt der Film recht vielversprechend, doch dann: Lasst uns mal gemeinsam zählen: 1,2,3,4, Schock… 1,2,3,4, Schock und nochmal 1,2,3,4, Schock. Soll heißen: Vorhersehbarkeit prägt diesen Film. Dies hat zur Folge, dass er vielleicht einen gelungenen Schockeffekt besitzt, ansonsten kann man nach Angstmachern vergeblich suchen. Die Story selbst ist typisch Hollywood. Sie ist blutarm, bietet ein klischeeüberfrachtetes Finale, eine 0815-Story „Vater versöhnt sich mit Familie“ und einen Endtwist, welcher viel zu gewollt wirkt. Die ganze Zeit dachte ich, der Film würde mich noch überzeugen. Zu meinem Bedauern hatte dieser, bis auf einen blutigen Effekt (dieser wird übrigens schon im Trailer gezeigt), nichts Überraschendes zu bieten.

Alles in allem ist ‚Mirrors‘ ein Horrorfilm, der mich sehr enttäuscht hat. Regisseur Aja, den ich doch für das ‚The Hills Have Eyes‘-Remake und für ‚High Tension‘ sehr schätze, hat hier, milde ausgedrückt, Mist gebaut. Die Punkte gibt es für die nette Grundidee (wobei die eigentlich von den Koreanern stammt), für Kiefer Sutherland, der hier doch sehr überzeugt, für die Atmosphäre im Kaufhaus und den Anfang, der Großes erwarten lies.

Was ich eigentlich erwartet hatte, war ein Film, der mich anschließend mulmig vor meinem Spiegel stehen lässt. Das Result jedoch ist ein schwacher Streifen, von dem ihr lieber die Finger lasst und euch stattdessen einen guten, alten Horrorfilm aus der persönlichen Sammlung in euren Player legt!

Bewertung: 4/10 Sterne