New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde (2009) Kritik – Biss und Biss bis ins Grab

„Es tut mir Leid, dass ich nicht das richtige Monster für dich bin, Bella.“

Nach diesem Film hatte ich Verspannungen im Nacken, in den Händen, meine Augen waren hinüber und die Ohren mussten sich erst wieder umgewöhnen an normale Geräusche. Im Nacken hatte ich Verspannungen, weil ich eine Stunde lang mit dem Kopf schütteln musste – über die grandios schlechten Schauspieler, diese dicke Schicht Zucker auf allem und jedem. In den Händen, weil ich mich mit aller Kraft daran hindern versuchte, keinen Knopf mit den Fingern zu erreichen. Die Augen waren verklebt, verklebt von dem süßen Zeug, das so schön auf allem glitzert. Meine Ohren waren kaputt, weil die Musik laut, klar und gellend in ihnen drang. Dialoge auf der Herrentoilette sind tiefgehender und erinnerungswürdiger als in diesem Unfall. Weder gut gespielt, noch gefilmt, geschweige denn unterhaltsam ist „New Moon“ es nicht wert, zwei Stunden seines Lebens mit dieser filmischen Katastrophe zu verbringen. Dann doch lieber ein Männergespräch auf der Herrentoilette im nächsten Burger King.
Möge die Klospülung meinen Ohren schmeicheln, die Seife meine Hände reinigen und der Mann nicht meine Zeit verschwenden.

Bewertung: 1/10 Sternen