"Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten" (2011) Kritik

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Gibbs: „There’s the Jack I know.“
Ja Mr. Gibbs, endlich haben wir wieder unseren Lieblingspiraten! Und nach wie vor schafft es das Franchise, wunderschönes Popcornkino zu bieten, mit viel Witz, viel Charme und noch mehr Action.

Dieses Mal treibt es die Piratenbande um Captain Jack Sparrow zum Quell der Jugend, denn wer möchte schließlich nicht gerne jung bleiben? Dabei bekommt der Zuschauer ein Abenteuer voller Zombies, Engländern, Spaniern, Meerjungfrauen und dem berühmt berüchtigten Blackbeard geboten. Die Überraschung an der ganzen Sache ist, dass dem Film zum ersten Teil nicht viel fehlt. Einfallsreichtum, haufenweise witzige Dialoge und vor allem eine geradlinige Story sorgen für mehr als zwei Stunden kurzweiliges, aber sehr spassiges Blockbusterkino, welches man heutzutage so nur noch selten zu sehen bekommt. Eine Reise um die gefühlte halbe Welt, mit tollen Aufnahmen, sehr schönen, detailreichen Kulissen und spitzenmäßigen Effekten (welche sich zum Glück in Grenzen halten und in kein CGI-Gewitter ausarten).
Die neuen Charaktere stehen dem Film sehr gut, da dadurch neuer Wind in die Segel kommt. Und wenn die Chemie von Johnny Depp und Penélope Cruz in den nächsten Filmen weiterhin so gut passt, dann dürfen wir uns erneut auf viel Temperament und amüsantes Gezoffe freuen. Nicht zu vergessen Captain „Fantastic“ Barbossa im Dienste der englischen Marine. Die perfekte Untermalung steuert wie immer Hans Zimmer bei, teils aus alten Melodien und ebenso aus neuen, die wirklich Spass machen.
Schwächen hat der Film aber durchaus. Gerne hätte ich noch mehr über den Piraten Blackbeard erfahren. Zudem war die Idee mit den Zombies absoluter Käse, da sie keine tragende Rolle spielt und daher etwas albern wirkt. Desweiteren hätte eine Actionszene durchaus besser ausgeleuchtet werden können, da ich so nicht sehr viel davon mitbekommen habe. Auch kommt der Film nicht ganz ohne erzählerische Schwächen aus, welche ein wenig Langatmigkeit aufkommen lassen. Im Vergleich zu den beiden vorangegangen Teilen ist jedoch eine deutliche Besserung erkennbar. Die 3D-Effekte sind wie erwartet absolut unnötig. Am besten ihr besucht eine 2D-Vorstellung.

Fazit: Simpel, witzig, actionreich, abenteuerlustig und einfallsreich, all das bietet ‚Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten‘. Und aufgepasst: Einen extra Leckerbissen bekommt jeder, der, wie nach jedem Teil, noch bis nach dem Abspann ausharrt. Was also wollt ihr mehr? Jack is back and, again, he makes so much fun! Teil 5, ich freu mich schon auf dich!

Bewertung: 7/10 Sternen