"Rango" (2011) Kritik

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„Oh! Well, I…I…I’m glad you asked. I’ve got two one acts, a mystery and a musical I’ve been gestating. I’ve got the words. I’m just kinda workin‘ on the melody right now. It’s like a… I think it’s gonna be a western.“

Vorsehbar? Ja… Aber verdammt noch mal drauf geschissen auf die Vorhersehbarkeit. ‚Rango‘ ist einfach ein toller Animationsfilm. Sehr viele großartige Ideen, liebenswerte Figuren, Action am laufenden Band und das alles unglaublich schön animiert. Was will das Western-Herz mehr? Tatsächlich wünschte ich mir, der Film wäre weniger kindgerecht umgesetzt worden, da er schon als jetziges Resultat eher weniger für die ganz Kleinen geeignet erscheint.

Umso besser, dass Hans Zimmer endlich mal wieder gezeigt hat, dass in ihm viel mehr steckt, als nur sich selbst zu kopieren, denn mit seinem Score zu ‚Rango‘ hat er etwas sehr Kreatives geschaffen, das die Szenerie optimal untermalt. Und dann ist Johnny Depp, der Rango seine Stimme leiht, absolut überragend, denn teilweise hatte ich echt das Gefühl, Depp persönlich befinde sich in diesem Film. Herzlichen Dank also an die tolle Animation, die sich nicht einfach an Italo-Western-Klassikern orientiert hat, sondern diese nur geringfügig zitiert, was einige Lacher zur Folge hat, ansonsten aber als vollkommen eigenständig und einmalig daher kommt.

Temporeich, amüsant und voller Action und Einfallsreichtum. Charaktere, die man einfach nur lieb haben kann, wieso kam nicht früher jemand auf die Idee einen, Animationswestern dieser Art zu schaffen. Naja besser zu spät als nie, denn ‚Rango‘ macht trotz seiner offensichtlichen Schwächen in der Story absolut Spass. Und daher wird das sicher nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich Teil dieses Western-Abenteuers gewesen bin.

Bewertung: 7,5/10 Sterne