Recap: Game of Thrones – Staffel 6, Folge 4

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And here, now, what great matters do the Great Khals discuss? Which little villages you’ll raid, how many girls you’ll get to fuck, how many horses you’ll demand in tribute. You are small men. None of you are fit to lead the Dothraki. But I am. So I will.

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Es ist kaum zu glauben aber sie haben es geschafft: Nach dem ersten Paukenschlag in Oathbreaker, schaffen es die Showrunner D.B. Weiss und David Benioff einmal mehr mit einer (neuen) Folge zu begeistern. Es ist schlicht und ergreifend eine wahre Freude im Moment ein Fan von Game of Thrones zu sein, denn nicht nur erzähltechnisch werden die Zügel einmal mehr (heftig) angezogen, sondern auch eine (ähem!) bisher eher vernachlässigte Figur kehrt zu ihrer bisher gewohnten Größe zurück und sorgt mit einem wahren Badass-Moment für einen weiteren Höhepunkt im bisherigen Staffelverlauf.

Natürlich ist Jon Snow einmal mehr Ausgangspunkt der Episode. Nachdem er den Posten des Lord Commander auf seinen treuen Freund Eddison Tollett übertragen hat, ist sein eigentlicher Plan sich zur Ruhe zu setzen und sich in wärmere Gefilde zu begeben. Doch Sansa trifft vor Jons Abreise in Castle Black ein und überzeugt ihren Halbbruder von der notwendigen Befreiung Winterfells aus den blutrünstigen Händen von Ramsay Bolton. Währenddessen befindet sich Daenerys immer noch im Tempel der Dothraki und wartet auf ihre Anhörung, ihre beiden Beschützer Daario Naharis und Jorah Mormont haben sie gefunden, doch die Mother of Dragons hat andere Pläne…

Natrülich ist die oben zusammengefasste Synopsis nur ein kleiner Umriss der neuen Folge. Es fällt schwer wirklich alle wichtigen Informationen unter einen Hut zu packen und für diese Episode ist das auch gar nicht notwendig. Man lässt sich am Besten vollkommen unvoreingenommen auf das Spektakel ein und genießt als allererstes das lang erwartete Aufeinandertreffen von Jon und Sansa, zwei Charaktere so von Leid und Schmerz gebeutelt, dasss es an der Zeit ist zurückzuschlagen und dem Norden (allen voran Ramsay) zu beweisen, was es wirklich bedeutet ein Stark zu sein. Der Moment der Umarmung ist auch für den Zuschauer mehr als nur herzerwärmend, so lange hat man darauf gewartet, so lange musste man dem Leiden der einzelnen Stark-Kinder zusehen, dass dieser Moment des Glücks und der Freude, vollkommen ausgekostet wird und das gönnt uns die Serie auch und jetzt ist auch vollkommen klar: Es kommt zur Konfrontation zwischen Stark und Bolton! Dass diese nicht besonders glimpflich ausgehen wird, sollte jedem bewusst sein.

Erfreulicherweise liegt der Fokus (und emotionale Höhepunkt) dieses Mal aber nicht bei Jon, sondern (endlich wieder) bei unserer allseits geliebten Queen Daenerys, die in den letzten Folgen eher gelangweilte, bisweilen sogar nervige Auftritte hatte. Mut The Book of Stranger kehrt die taffe und in den besonderen Momenten eiskalten Daenerys zurück. Lange bleiben ihre Pläne undurchsichtig, doch mit dem Ende von Episode fünf kehren auch ihre angestrebten Ziele (I will break the wheel!) in die Köpfe der Zuschauer zurück. Sie selber hat jetzt den Schritt zur Herrscherin zurückgefunden und mit der Armee der Dothraki eine weitere mächtige Waffe an ihrer Seite. Es bleibt mehr als spannend abzuwarten was passieren wird, auch in Anbetracht der Tatsache das Tyrion als ihr Stellvertreter in Mereen, Frieden mit ihren ärgsten Feinden geschlossen hat.

Nach meinem letzten, durchaus emotionalen Recap zur vorigen Folge (Oathbreaker) hat mich Game of Thrones erneut überrascht. Die Macher schaffen es nicht nur den Fokus erneut geschickt zu verlegen, sondern auch ausreichend zu erzählen um das Interesse an allen Figuren hoch zu halten. Die Rückkehr von Queen Daenerys als hoffnungsvollste Anwärterin auf den eisernen Thron ist nicht weniger als spektakulär und wird noch lange in den Gedächtnissen der Menschen bleiben und ich freue mich schon jetzt wie ein Schneekönig auf das Aufeinandertreffen von Jon und Ramsay: Es ist Zeit für Vergeltung!

Bei so einer stark auserzählten Folge fällt gar nicht weiter auf, dass auch in Kings Landing einiges vor sich geht und hier der Konflikt zwischen dem High Sparrow, der seine Macht mittlerweile auch auf den jungen König ausgeweitet zu haben scheint, und der Familie Lannister zu eskalieren droht:  Ein Bürgerkrieg scheint unabwendbar…