"Star Trek" (USA 2009) Kritik – Der Weltraum. Unendliche Weiten – und wir mittendrin

„Wir schreiben das Jahr 2200. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise, das mit seiner 400 Mann starken Besatzung fünf Jahre lang unterwegs ist, um neue Welten zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen. Viele Lichtjahre von der Erde entfernt dringt die Enterprise in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.“

Ich hab von Star Trek nie viel gehalten, fand Star Wars schon immer interessanter und hab deswegen auch immer einen großen Bogen um die Filme gemacht, von denen es mittlerweile elf Stück gibt. Offenbar war es gar nicht schlecht, mit dem neuesten Teil dieser bizarren Welt an skurillen Ideen zu starten, denn im Nachhinein muss ich sagen: was für ein Universum, was für sympathische Figuren (respektive Freunde), was für ein gradioses Raumschiff! Mit einem umwerfenden Cast, einer packenden Story, einer astreinen Inszenierung!

Pine, Quinto, Urban, Saldaña, Cho, Yelchin und nicht zuletzt Bana und der ehrwürdige Simon Pegg – ein Cast wie aus einem Traum, jedem ist seine Figur wie auf den Leib geschneidert und jeder einzelne leistet hervorragende Arbeit und besonders die Besatzung der Enterprise schließe ich sofort als Freunde ins Herz. Von der ersten Minute an ist jeder einzelne sympathisch, was zur Folge hat, dass ich in jeder Sekunde mitbange um das Schicksal dieser einzigartigen Crew. Die Geschichte wird dabei immer komplexer, wartet mit Wendungen auf, mit Dramatik, mit Humor, mit Gänsehaut-Feeling, mit Anspielungen auf andere Teile (die ich mir als bisherige STJ nur denken kann, doch Kenner müssen immer wieder Parallelen entdecken und sich an die gute alte Zeit erinnert fühlen) und nicht zuletzt mit einem sehr hohen Spannungsfaktor – keine Längen, keine Langweile, keine unnötigen Nebengeschichten, alles sitzt genau da wo es hingehört. Und ein so starkes Drehbuch lebt durch eine gekonnte Inszenierung, die Abrams grandios in die Tat umsetzt. Effekttechnisch kann man „Star Trek“ zu keiner Sekunde einen Vorwurf machen, jedes Set wirkt stimmig, alle Kostüme bildlich korrekt und besonders die Enterprise glänzt wie ein Weihnachtsbaum voller Geschenke drunter. Und genauso wirkt auch der Film.

Alles in allem ist „Star Trek“ einer der besten Sci-Fi-Filme, die es zurzeit auf dem Markt gibt, und den ich heute nicht zum letzten Mal in den Player geschoben habe. Im Genre in der obersten Liga und Kino der Sorte, wie man es sich wünscht. Würde es nur mehr solcher Meisterwerke geben.

Bewertung: 9.5/10 Sternen