"Sunshine" (2007) Kritik

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„So if you wake up one morning and it’s a particularly beautiful day, you’ll know we made it. Okay, I’m signing out.“

Was definiert einen guten Science-Fiction Film? Zunächst einmal ist eine gelungene Atmosphäre unabdingbar. Ebenso gut ausgearbeitete Charaktere. Raumschiffe, die zu „Also Sprach Zaratustra“ im All zu tanzen scheinen. Oder vielleicht doch ein Monster, welches die nächsten Generationen des Filmeschaffens beeinflusst. Und dann natürlich das Wichtigste: Ein Sci-Fi Film muss seiner eigenen Logik folgen.

All das weist nun ‚Sunshine‘ nur bedingt bis gar nicht auf. Stereotype Figuren, wobei Cilian Murphy durchaus zu überzeugen weiss, dann Effekthascherei wohin das Auge reicht, Atmosphäre suchte ich zumeist vergeblich. John Murphys Score weiss zu überzeugen, ist aber, abgesehen von dem Hauptthema, weit davon entfernt, etwas Besonderes zu sein. Was bleibt ‚Sunshine‘ also?
Er scheitert an seiner eigenen Logik oder warum befindet sich die Icarus I nach 7 Jahren immer noch gut erhalten auf dem Merkur, wo der Planet doch schon zig Male durch die Hitze der Sonne heimgesucht wurde?! Danny Boyle macht es einem schon nicht einfach. Durchaus liebe ich seinen ‚Trainspotting‘, aber wie schon ‚127 Hours‘ und ‚Slumdog Millionär‘ erweist sich auch ‚Sunshine‘ als technischer Firlefanz, der weit davon entfernt ist, Hintergründe und charakterliche Tiefe zu präsentieren. Philosphische Ansätze sind zwar allgegenwertig, leider jedoch auch nur sehr oberflächlich.

Soweit so gut, idiotische Charaktere werden Emotionalen vorgezogen, Langatmigkeit und Dialoge zum Mitsprechen dominieren. Zwischenzeitig wird dann Klischeehaftigkeit geboten und das unspektakuläre Ende gibt dem Streifen letztendlich den Rest.

Was bleibt, sind Punkte für die Effekte, Cilian Murphy, den Soundtrack und einige wenige gelungene Ansätze. Was jedoch nicht bleibt, sind ein gelungener Sci-Fictioner und erst recht keine Empfehlung.

Bewertung: 3/10 Sternen