"Super 8" (2011) – Super ist hier wenig

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Das ist ein Film, der die alten Zeiten vermisst, der zurück will zu den Filmen der 80er Jahre. Da wo Sci-Fi noch etwas mit Romantik und Charme gemein hatte und nicht von den Effekten dominiert wurde. Leider versteht er überhaupt nicht, was diese Filme ausgemacht hat. Hier kommen Schocks, platte Bluteffekte und Klischees aus dem Keller, die schon bei „Krieg der Welten“ und „Transformers“ miefig waren. Eine böse Person wird mit böser Musik eingeführt, er hat Narben und schaut böse. Eine Welt in der alle Linien klar strukturiert sind. Eine völlig berechenbare, lahme Welt. Es soll eine Hommage an „E.T.“ sein, durch welche begründet wird, warum die Protagonisten mit dem Fahrrad des Films fahren. Verstanden wurde wenig. Am Ende ist man dann in einem ätzenden, übertönten Showdown und fragt sich, wo der Charme der titelgebenden „Super 8“ Kamera geblieben ist?

Die Geschichte ist völlig zusammengeschustert aus „E.T“ und „Krieg der Welten“, gepaart mit „Transformers“-mäßigem General Grievous Verschnitt. Irritierend sind die Schocks und Blutspritzer, die völlig zwangfrei eingesetzt werden. Für wen soll der Film sein? Für Kinder ist das zu hart! Für Jugendliche zu unentschlossen und für jung gebliebene Erwachsene, die schon „E.T.“ liebten, zu dumm-dämmlich. Die Soundeffekte dröhnen, lärmen und stören. Hier wurde zu sehr auf Sound gesetzt. Der Score kann sich selten ausbreiten und muss jede Person einführen, mit dumpfen Klängen für Böse und scharrender Geigen für etwas Unheimliches. Nur am Ende darf er glänzen.

Eine substanzlose Schusterei, die nach grandiosen ersten 20 Minuten alles verliert, was ihn spaßig hätte machen können. Ein Augenzwinkern, passender Humor und eine sensible Geschichte, die nicht schon hundertfach dagewesen wäre. Eine Enttäusschung. Da kommt CGI, die Geschichte ist mitunter platt und verschenkt. Schade.

Bewertung: 4/10 Sterne