"Tanz der Teufel" (USA 1981) Kritik – Trash-Perle aus dem Hause Raimi

„Look at her eyes. Look at her eyes! For God’s sake, what happened to her eyes?“

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‚Tanz der Teufel‘ wurde 1984 von der BPJM auf den Index gesetzt und kurze Zeit später ebenfalls beschlagnahmt. Auf dem Index befindet er sich bis heute. „Warum?“ frage ich mich gerade. Ja, der Film ist wiederlich, ja der Film ist gestört, ja der Film ist spannend, aber den kann man doch nicht für Ernst nehmen? Dass er gegen die Menschenrechte verstoße, wurde ihm vorgeworfen. Also bitte, man kann auch unmenschlich viel in etwas reininterpretieren.

Für mich ist ‚Tanz der Teufel‘ in erster Linie die Geburtsstunde des Horrormeisters Sam Raimi. Dieser schuf mit diesem Werk einen der lustigsten Horrorfilme überhaupt, mit tollen, ekelerregenden Splatter-Effekten, sehr gruseliger Atmosphäre und einem beängstigenden Score. Die Kamera ist ebenfalls grandios und steuert einen entscheidenden Anteil zum hohen Gruselfaktor bei.

Total dumm, aber kultig. Das trifft ‚Tanz der Teufel‘ wohl am Besten. Insgesamt gehört er zwar meiner Meinung nach nicht zu DEN besten Horrorfilmen, aber das braucht er auch nicht, denn für Horror-Filmabende und zum Spass haben reicht er, und das dachte sich wohl auch Sam Raimi.

Zum Abschluss gibt es von mir noch einen kleinen Beitrag zum unnützen Filmwissen. Und zwar leistete Joel Coen in ‚Tanz der Teufel‘ einen seiner ersten filmischen Beiträge als Assistant Film Editor. Dass dieser Mann eines Tages einen der hellsten Sterne am Himmel Hollywoods darstellen würde, hätte damals wohl niemand gedacht.

Bewertung: 8/10 Sternen