"Tanz der Vampire" Kritik

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Eine junge Frau versucht sich kläglich mit einem Kreuz einen Vampir vom Hals zu halten. Dieser antwortet: „Oy vey, have you got the wrong vampire.“

Ein verrückter Professor namens Abronsius (Jack MacGowran) und sein Gehilfe Alfred (Roman Polanski) auf der Suche und der Jagd nach Vampiren. Diese Story angelegt als Parodie. Herrlich! Denn man darf viel Witz und genauso viel Grusel erleben. Leider besitzt Roman Polanskis ‚Tanz der Vampire‘ aus dem Jahr 1967 neben den vielen Höhepunkten auch einige Tiefen. Um mit den guten Punkten zu beginnen, der Film ist allein schon aufgrund der Ausstattung und Kamera ein absoluter Augenschmaus. Diese bauen eine wunderschöne Atmosphäre auf, an deren Details und Settings man sich nicht satt sehen kann. Die Darsteller spielen ihre Rollen einfach klasse, mit viel Augenzwinkern und Amüsement. Man sieht ihnen an, dass sie ihren Spass beim Dreh gehabt haben. Daraus folgert allerdings die größte Schwäche des Films. Anstatt auf viele Pointen hinzuarbeiten, tut es den Anschein, als wollte Polanski seinen Film mit Witzen vollstopfen. Das Resultat ist, dass viele Witze einfach nicht zünden möchten. Zu viele unnötige, total unwitzige Blödeleien und vorhersehbarer und sich wiederholender Slapstick ziehen den Gesamteindruck ins Negative und den Film unnötig in die Länge.

Trotz alledem macht der Film gute Laune und besitzt eine angsteinflößende Stimmung. Die vielen politischen, literarischen (z.B. ‚der Glöckner von Notre Dame‘) und filmischen Verweise, die Endpointe und ein schwuler Vampir machen den *Tanz der Vampire zu einem sehr sehenswerten Klassiker. Allerdings glaube ich, dass der Film erst seine volle Wirkung entfaltet, wenn man ihn mit einigen Freunden anschaut, denn dann dürfte sich daraus eine nicht enden wollende Welle an Lachsalven aufbauen. Denn wie jeder weiss, Lachen steckt an.

Zum Abschluss wie so oft der Hinweis auf die Originalversion, denn andernfalls wird der Humor nicht funktionieren!

Bewertung: 7,5/10 Sternen