"The Good, The Bad, The Weird" Kritik

„I’ll play a game with you two. A way to get rid of both of you at once. A fun game. A game to decide who is best, where no one knows who will shoot whom. Where only one man survives. Right here, right now. I’ll kill both of you.“

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‚The Good, The Bad, The Weird‘, ganz offensichtlich ein Remake des Leone-Western-Klassikers ‚The Good, The Bad and The Ugly‘. Was hätte dabei nicht alles schief gehen können, aber erneut beweist Regisseur Kim Ji-woon (‚Bittersweet Life‘, ‚I Saw the Devil‘), dass das koreanische Kino momentan die mit Abstand innovativsten, vielseitigsten und gelungensten Filme auf den internationalen Markt bringt. Der Handlungsort wurde verlegt in die Gegend Mandschurai, welche vergleichbar ist mit dem Schauplatz aus ‚The Good, The Bad and The Ugly‘, einem Gebiet, welches Chancen und Risiken bietet und durch Chaos und Gesetzlose dominiert wird. Die drei Hauptcharaktere wurden optimal besetzt, die musikalische Begleitung ist absolut gigantisch, in Bezug auf diese muss sich ab nun sogar Tarantino mit einem harten Kontrahenten abfinden. Die Story des Films ist eigentlich recht simpel, alle sind auf der Jagd nach einer Sache, einer Karte, welche zu einem Schatz führt. Das entscheidende jedoch sind die perfekt inszenierten Actionszenen, die epischen Aufnahmen, die Hommage an Klassiker wie „Indiana Jones“, „Kill Bill“, „Spiel mir das Lied vom Tod“ und viele mehr. Die Actionszenen sind haarsträubend, brutal, rasant, überspitzt, aber all das macht diesen Film zu dem, was er ist, eine Neo-Western-Action-Hommage voller Spass, Spannung, Gänsehautmomenten und grandios aufgelegten Darstellern. Ganz einfach hat es Kim Ji-woon geschafft, einem totgeglaubtem Genre neue Würze zu verpassen und ein einzigartiges Menü aus Abenteuer, Action, Western, Asiastyle und modernen Anleihen zu kreieren. Ganz großes Kino, ganz große Lacher, ganz große Umsetzung, welcome to Korea, the new west, dear ladies and gentlemen!

Warum gebe ich dem Film nur acht Punkte, werdet ihr euch nun fragen. Der Grund dafür sind die schlechte TV-Sound- und Bildqualität und die deutsche Synchro, infolgedessen ich den Film nicht in vollen Zügen genießen konnte (Werbung während des Shoot-Outs, welcher Hansdampf kam denn auf die Schnapsidee?). Allerdings ist der Film schon auf DVD bestellt und in einigen Tagen wird es in die zweite Runde voller heißer Duelle, cooler Sprüche, wunderschöner Aufnahmen und toller Pointen gehen. Es scheint gar, als hätten die Koreaner den Western erfunden. Oder um es mit den Worten des Daily Mirror zu sagen, man bekommt „A Fistful of Fun“ geboten. Also auf, „für ein paar Euros mehr“ könntet auch ihr in den Geschmack dieses einzigartigen Streifens kommen!

Bewertung: 8/10 Sternen