"The Village" (2004) Kritik

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„Do you not wish you had your sight?“
„I see the world, Lucius Hunt. Just not as you see it.“

Heiliges Brimborium, was war denn das? Bei solchen Dialogen könnte ich doch glatt vor lauter Wut in meinen Bildschirm schlagen, und Mr. „Mysteriös“ Shyamalan hat hier mal wieder alle Ruder rausgeholt, um seinen Film möglichst schnell an die Klippen zu fahren.

‚The Village‘ tut sich nicht nur bei der Eröffnung schwer, nein, er schafft es sage und schreibe 103 Minuten keinen Ansatz von Spannung aufkommen zu lassen. Ich muss ja zugeben, dass Mystery-Filme bei mir generell ein schweres Leben haben, nur dieser Klacks aus Liebesgeschichte und dem gutem Willen, gesellschaftskritisch zu sein, ging komplett in die Hose.
Das Konzept, die Geschichte eines durch ein von monsterbevölkerten Waldes abgeschnitten Dorfes zu erzählen, scheint ideal, aber: Das grausame Schauspiel (selbst Charaktergrößen wie Adrien Brody, Brendan Gleeson und Joaquin Phoenix), das schreckliche Drehbuch, die missglückte Inszenierung (mit dem Ziel Realismus hervorzurufen) und die komplette Abwesenheit von gelungenen Wendungen setzen dem ganzen die Krone der Lächerlichkeit auf.
Langeweile, Musik, Langweile, Musik, Langeweile und noch mehr Musik. Die wunderschöne Komposition von James Newton Howard und die solide Inszenierung stellen den einzigen Grund dar, ‚The Village‘ nicht den Null-Stempel zu verpassen.

Fragen über Fragen, die immer mehr ins Abstruse führen, bis der Film aufgrund des Endes komplett dem Untergang geweiht ist. So lässt sich ‚The Village‘ resümieren. Eine Geschichte, welche die Worte Liebe, Mut und Ehre bis zur Unkenntlichkeit verschmutzt. Ich schreie „Ketzerei! Ab auf den Scheiterhaufen mit Shyamalan!“

Bewertung: 1/10 Sterne