"Trainspotting" (1996) Kritik

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Inhalt:
„Trainspotting zeigt den Alltag von fünf jungen Leuten in Edinburgh. Im Mittelpunkt steht Mark Rentin (Ewan McGregor), ein Heroin-Süchtiger, der zu gerne vom Stoff loskommen möchte, und es zeitweilig auch schafft. Begbie (Robert Carlyle) setzt eher auf flüssige Drogen und hat einen Hang zur Gewalttätigkeit, weshalb er gerne den ‚Big Boss‘ des ‚Teams‘ spielt.
Dann ist da auch der eher naive Spud (Ewen Bremer) und der – nomen est omen – schwächliche Sick Boy (Jonny Lee Miller). Sie alle schweißt am Ende nur eins zusammen: Den Willen, einmal im Leben den großen Coup zu landen. Den schaffen sie dann auch – danach ist aber mit der Freundschaft Schluß.“

Kritik:
„This was to be my final hit, but let’s be clear about this. There’s final hits and final hits. What kind was this to be?“

‚Trainspotting‘ ist ein Ausflug in die Welt der Drogen, welcher seinesgleichen sucht. Nicht so kindhaft wie ‚Fear and Loathing in Las Vegas‘, nicht so pessimistisch wie ‚Requiem for a dream‘, sondern ein Mix irgendwo zwischen den beiden. Ein Shake aus Ekel, Humor, Schocks, abgedrehten Junkies und tödlichen Kamerafahrten.
‚Trainspotting‘ ist ein Anti-Drogen-Film, der einen in eine Lage versetzt, in der man nicht ganz weiss, was man gerade tun soll. Lachen? Kotzen? Die Augen schließen? Ja, Danny Boyle, von dem ich bisher nicht viel gehalten habe, hat mich mit diesem Streifen 100% von seinen Fähigkeiten überzeugt. Die Technik des Films ist unübetroffen, die Darsteller sind einsame Spitze, die Musikeinlagen sind schlichtweg genial. Was man letztendlich erleben darf ist ein 90-minütiger Weg in die Hölle und wieder hinaus. ‚Trainspotting‘ ist ein Film, den jeder in seinem Leben gesehen haben sollte, denn realistischer hätte die Problematik des Drogenkonsums nicht dargestellt werden können. Der Film bedeutete den Durchbruch für Regisseur Danny Boyle und für Ewan Mc Gregor, welcher hier ein brilliantes Schauspiel abliefert. Jede Sekunde lässt er uns hautnah an seinem Leben teilhaben. Man spürt seine Qualen, man freut sich mit ihm und man fühlt sich als Teil seiner Clique.

Nun, schwer in Worte zu fassen ist dieser Film, aber lasst ihn mich anhand eines Zitates zusammenfassen: „Take the best orgasm you’ve ever had… multiply it by a thousand and you’re still nowhere near…“ Trainspotting!

Bewertung: 9/10 Sterne