"Transformers" (USA 2007) Kritik – Krawumm, Bumm, Schepper

„Ich finde, es steckt viel mehr drin in dir als man denkt.“

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„Transformers, sind das nicht diese Spielzeugautos?“, hat mich ein Kollege kurz vor der Kinopremiere gefragt. „Ja“, hab ich gesagt, „die gibt’s jetzt als Actionfilm.“ – „Hab ich früher mit gespielt. Und das soll als Actionfilm was werden?“ – berechtigte Frage. Ein Actionfilm, der auf einer Spielzeugserie vom Hersteller Hasbro basiert, unter der Regie von Krawumm-Enthusiast Michael Bay („Bad Boys“) – da kamen zurecht Zweifel auf.

Nach dem Kinobesuch ist man sich jedoch einig: Ja, das war was! „Transformers“ ist genau das was, was er sein will, nämlich klassisches Popcorn-Kino. Simple Geschichte, strikt verteilte Rollen im Cast und mit dem Augenmerk auf Spaß durch unkomplizierte Action und mit der richtigen Prise Humor. „Strikt verteilte Rollen im Cast“ meint damit, dass Megan Fox offensichtlich nur für die Männerwelt mitspielt. Und das funktioniert? Jupp, mein Kopfkino arbeitete. Shia LeBeouf spielt seine Rolle des etwas trotteligen Vorzeigehelden jederzeit solide und ist zumindest mir sehr sympathisch – ohne ihn würde der Humor nicht richtig rüberkommen. Der ist nicht so platt, wie ich im Vorfeld gedacht hätte, sitzt an den richtigen Stellen und lockert das ganze Geschehen hervorragend auf. Dadurch kriegt „Transformers“ einfach die lachende Note, die er braucht. Im Gegensatz dazu steht die tatsächlich absolut perfekte technische Umsetzung. Was Michael Bay hier für Actionsequenzen erschafft, das ist handwerklich herausragend gut.

Und das ist, wofür „Transformers“ letztlich steht: Perfekte Technik, Prise Humor dazu, einfache Story und ein vernünftiger Cast. Fertig ist Popcorn-Kino der feinsten Sorte. Ein Film, der riesig Spaß macht (so platt das jetzt auch klingt). Und auch dem Kollegen hat’s gefallen.

Bewertung: 7/10 Sternen