"Vergiss mein nicht!" (2004) Kritik – Jim Carrey goes herzzerreißend

„Andauernd reden heißt noch lange nicht kommunizieren.“

Vergiss mein nicht!

„Vergiss mein nicht“ ist ein schöner Film. Eine Geschichte über die große Liebe am Valentinstag, ein Mädchen, für das man wirklich alles tun würde, damit es glücklich ist, das anders ist und etwas ganz Besonderes. Über ein Verfahren, das tief in das Gehirn eingreift und dort Dinge tut, von denen man niemals wollen würde, dass es das tut. Jemanden zu vergessen, jede Erinnerung an ihn auszulöschen, bedeutet, dass ein Teil des Lebens verschwindet. Die gesamte Geschichte hinter „Vergiss mein nicht!“ wird mit Hilfe von Zeitsprüngen erzählt, was immer wieder komplett verwirrt und man nicht weiß, wie alles zusammenhängt. Zudem wird das gesamte Prinzip dieses Films dadurch ad absurdum geführt, dass Joel nach einer gewissen Zeit nur noch von Erinnerung zu Erinnerung flieht, 20 Minuten lang sieht man immer wieder die gleichen Szenen und es wird langweilig. Man kaut immer wieder das gleiche Thema durch, kommt nicht von der Stelle und ich als Zuschauer nehme bis zum Abspann nicht einmal eine kleine Lebensweisheit mit. Jim Carrey spielt ausnahmsweise keine alberne Rolle und das sehr gut, er harmoniert super mit Kate Winslet und die beiden spielen ihren Part überzeugend. Elijah Wood, Mark Ruffalo, Kirsten Dunst – alles Nebencharaktere, die nicht viel zur Sache tun. Keine Figur in diesem Film ist wirklich liebenswürdig, zu keiner baut man eine richtige Bindung auf, keine bleibt im Gedächtnis oder ist etwas Besonderes. Der emotionale Aspekt wird hier zwar groß geschrieben, trifft mich dann aber nicht so sehr, dass er mich wirklich berühren kann. Zudem finde ich die Nebengeschichte mit Kirsten Dunst um einiges interessanter als Joels Werdegang, da sie nicht plattgewalzt wird.

Alles in allem ist „Vergiss mein nicht“ ein schöner Film mit einem sehr interessanten Grundthema, der für eine Stunde und 45 Minuten eindeutig zu wenig Inhalt hat und sich nach einer gewissen Zeit nur noch wiederholt. Die Figuren bleiben egal und der Ausgang der Geschichte interessiert einen dann auch nicht mehr.

Bewertung: 5/10 Sternen