Vorausgeschaut: "Der Hobbit" – Eine erwartet umwerfende Reise

Vier Tage ist es her, dass die letzte große Meldung zu „Der Hobbit“ die Runde machte: Peter Jackson verfilmt das Märchen nicht in zwei Teilen – es werden drei! Zeit für uns, zu prüfen, ob „Der Hobbit“ der erhoffte Knaller wird. Also, Kristallkugel angeworfen und vorausgeschaut!

Die Erwartungen an Peter Jackson dürften bei uns Fans im Unermesslichen liegen. Vertrauen tun ihm offenbar auch seine Finanziers, denn Warner Bros. stimmte einer Ausdehnung auf drei Teile blind zu: Weder das Drehbuch, noch der Inhalt sollen nach neuesten Meldungen überhaupt feststehen. Augenscheinlich denkt sich Warner Bros., der Peter, der macht das schon. Das denken wir uns auch und sicherlich auch der Großteil der Fans.

Das kommt nicht von ungefähr: Die Herr-der-Ringe-Trilogie, 30 Oscarnominierungen, 17 Oscars, die erfolgreichste Filmtrilogie der Welt, liegt in Sachen Inszenierung heute immer noch auf Platz 1 im Fantasy-Genre. Und das, obwohl J.R.R. Tolkiens Abenteuer immer als unverfilmbar galt. Peter hat aus den Büchern alles rausgeholt, was möglich war, richtig gekürzt, den perfekten Cast zusammengestellt, und in wunderschönen Gegenden gefilmt. Das macht Mut. Rund 280 Millionen US-Dollar Budget hatte er dafür zur Verfügung.

Für den Hobbit sind es jetzt ganze 500 Millionen US-Dollar – eine halbe Milliarde. Fast doppelt soviel wie für den Herrn der Ringe. Der Hobbit wird schließlichin 3D gedreht – das verschlingt, je nach Aufwand, mehrere Millionen. James Cameron bezahlt für die 3D-Neuauflage von Titanic rund 18 Millionen Dollar. Für den Rest kann Peter sich einiges kosten lassen – größer, schöner, besser. Am Drehbuch für den Hobbit sitzen die gleichen Geister, wie schon über dem Herrn der Ringe, Peter Jackson natürlich, seine Ehefrau Fran Walsh – die für den Herrn der Ringe bereits drei Oscars ihr eigen nennt – und Philippa Boyens, die auch die Songtexte im Ringkrieg schrieb. Neu dabei ist – wenn er schon nicht Regie führen darf – Guillermo del Toro.

Was das Erlebnis Herr der Ringe so umwerfend machte, war zum größten Teil auch der Soundtrack. Howard Shores Melodien sind bis heute perfekt und für uns einer der, wenn nicht sogar der beste Soundtrack aller Zeiten. Doch bevor wir uns wieder in Lobeshymnen verlieren: Alles nachzulesen in unserer Rubrik „Die besten Soundtracks aller Zeiten“. Die gute Nachricht: Mr Shore wird auch für den Hobbit komponieren. In der Hinsicht machen wir uns keine Sorgen. Die Melodien werden wieder bezaubernd sein! Das Zwergenlied im Trailer erzeugt jedenfalls schonb jetzt Nostalgie.

Mit dabei sind außerdem wieder Ian McKellen, denn Gandalf darf natürlich nicht fehlen, und Andy Serkis, der sich erneut mit lustigen Pömpeln bekleben lässt, um Gollum im Motion Picture darzustellen. Neu: Martin Freeman, den die meisten wohl aus „Per Anhalter durch die Galaxis“ und „Sherlock“ kennen dürften. In den Hintergrundvideos (siehe unten) macht er als Bilbo schon jetzt eine unglaubliche Figur. Außerdem mit dabei: Hugo Waving, Cate Blanchett, Christopher Lee in ihren angestammten Rollen, sowie Iam Holm, Elijah Wood und Orlando Bloom – wie die in die Geschichte passen, bleibt eine Überraschung. Peter Jackson wollte jedenfalls eine Brücke schlagen vom Hobbit zum Herrn der Ringe. Klingt spannend.

An der Front alles beim Alten also.

Alles beim Alten? Nicht ganz. Der dicke Peter nahm 2009 über 30 Kilogramm ab. Rank und schlank prsäsentierte er sich bei der ersten Zusammenkunft der Hobbit-Crew letztes Jahr – zu sehen in den „Production Diaries“, die wir euch hier wärmstens ans Herz legen wollen. Acht Stück veröffentlichte Peter bis dato auf seinem Blog, um uns einen Einblick in die Produktion des Hobbit zu geben. Mit jeweils zehn Minuten Länge gibt er uns die Möglichkeit, direkt dabei zu sein und zu sehen, wie gearbeitet wird – sehr interessant, dafür alle Daumen hoch. Unbedingt reinschauen! Den ersten Teil findet ihr hier:

Nach der umwerfenden Herr-der-Ringe-Trilogie trauen wir Peter ohne Umschweife zu, den Hobbit zu einem unglaublichen Kinoerlebnis zu machen und ich glaube, wir sind uns einig, dass der Hobbit das derzeit meist erwartete Leinwandepos ist. Mit den selben Drehbuchautoren, dem selben Komponisten und dem selben Mastermind hinter alldem kann da nichts schief gehen. Wir sind unglaublich gespannt! Der erste Teil der (nun) Trilogie „Ene unerwartete Reise“ kommt am 13. Dezember 2012 in die Kinos, der zweite Teil „Hin und zurück“ am 12. Dezember 2013 und der dritte Teil „Bisher noch keinen Titel“ vermutlich im Sommer 2014. Anbei nun der erste deutsche Trailer. Man, sind wir gespannt!

Wir erwarten: 9/10 Punkte