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Kritik: In der Glut des Südens (USA 1978)
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Kritik: In der Glut des Südens (USA 1978)

Nobody's perfect. There was never a perfect person around. You just have half-angel and half-devil in you. Bill (Richard Gere) aus Chicago hat sich in einer Stahlfabrik mit einem Vorarbeiter angelegt und diesen bei einem Kampf getötet. Zusammen mit seiner Geliebten Abby (Brooke Adams), die sich als seine Schwester ausgibt, und deren kleiner Schwester Linda flüchten sie nach Texas. Dort reihen sie sich in die Scharen von Erntehelfern auf den riesigen Weizenfeldern eines wohlhabenden Farmers ein. Bill belauscht ein Gespräch und erfährt, dass der Farmer nur noch ein Jahr zu leben hat. Und Bill ist nicht entgangen, dass der Farmer ein Auge auf Abby geworfen hat. Und so ermutigt er sie, diesen zu heiraten. Es ist die Geschichte eines kurzen Aufstiegs, aufgebaut auf einer Lüge, die gleic...
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Kritik: Tag der Rache (DK 1943)

"Ich höre ihre Schreie andauernd." Nachdem Dreyer über zehn Jahre wieder als Journalist arbeiten musste, ohne einen einzigen Film zu drehen, bekam er Anfang der 40er endlich wieder die Chance. Das historische Drama "Tag der Rache" ist eigentlich Dreyers erster Tonfilm, lässt man seinen vorherigen Film "Vampyr" (1932) außer Acht, der zwar schon als Tonfilm gilt, praktisch aber auf jeden Dialog verzichtet. Eigenartig an "Tag der Rache" ist, dass Dreyer seine stilistischen Stärken eher missachetet. Anstatt den inhaltlich todernsten Film mit konstanter Vehemenz in statische Tableaus zu fassen, experimentiert der Film mit den Möglichkeiten von Kamerafahrten, die von Dreyers Seite aus für Lebendigkeit sorgen sollen, leider aber enorme Brüche erzeugen und wie eine schlechte Anlehnung an den d...
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"30 Days of Night" (USA 2007) Kritik – Josh Hartnett im Kampf gegen Vampire

"Ich will nicht mehr mit dem hier spielen. Wollt ihr vielleicht mit mir spielen?" Vergleicht man den Mythos Vampir zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit, dann wird man die klaren Unterschiede mit Leichtigkeit erkennen können. Zusammengefasst könnte man sagen, der Vampir ist inzwischen Salonfähig geworden und hat s einiges von seiner unvergleichlichen Aura und dem bissigen Schrecken verloren. Heute sind es Filme wie 'Twilight', in denen die Vampire bis zum Anschlag ausgeschlachtet werden und Mädchen sich nicht mehr von ihnen fürchten, sondern sie sogar süß finden und am liebsten einen ganz eigenen Untoten als Freund hätten. Auch Sachen wie 'Van Helsing' oder 'Blade: Trinity', in denen der berüchtigte Graf Dracula gleich zweimal mit schrecklich seelenlosen Darstellungen entehrt und...
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Kritik: Reise ins Herz der Finsternis (USA 1991)

"The Horror! The Horror!" Die legendären Dreharbeiten zu "Apocalypse Now" gebährten eine ebenso legendäre Dokumentation, die in aller Ausführlichkeit, aber unterbewusst, das Kino an sich in Frage stellt. Der in “Apocalypse Now” thematisierte Wahnsinn des Krieges wurde wohl durch den Wahnsinn der Dreharbeiten für diesen Film noch übertroffen. “Hearts of Darkness” ist eine Making-of-Dokumentation über Francis Ford Coppolas bahnbrechendes Werk. Es scheint vielleicht ungewöhlich das "Making-Of" eines Films höher zu bewerten als den eigentlichen Film. Dafür gibt es zwei Gründe: Zum einen ist "Hearts of Darkness" weit mehr als ein bloßes Making-Of, zum anderen bedingen sich die Existenzen beider Filme gegenseitig, weshalb man keinen der beiden objektiv schlechter oder besser einschätzen kön...
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Kritik: The Dead Zone (USA/CA 1983)

"Sie sind der Teufel." Johnny Smith überlebt nur knapp einen Autounfall und fällt für fünf Jahre ins Koma. Als er wieder erwacht hat sich alles verändert. Seine Freundin hat einen anderen geheiratet. Er ist seinen Job los und ihn plagen fürchterliche Kopfschmerzen. Als er die Hand einer Krankenschwester berührt, sieht er ihre Tochter in einem brennenden Haus festsitzen. Das Mädchen kann gerettet werden. Johnny hat nun die Gabe des „zweiten Gesichts“ oder ist es doch ein Fluch? Körper und Geist sind untrennbar. Wenn man Cronenbergs Filme auf einen Satz herunterbrechen müsste, würde man wahrscheinlich zu dieser Aussage kommen. Ob nun der Geist das Fleisch manipuliert („The Brood“) oder das Fleisch den Geist („The Fly“), das ist egal, auch in „The Dead Zone“ stehen sie in einem Verhältnis...
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Kritik: Die Duellisten (GB/USA 1977)

"Ich fordere eine Entschuldigung." Die Geschichte einer Männerfeindschaft zur Zeit der Napoleonischen Kriege, aus eher nichtigen Gründen werden die beiden Husarenoffiziere d’Hubert (Keith Carradine) und Feraud (Harvey Keitel) zu erbitterten Gegnern. Immer wieder kreuzen sich ihre Wege und jedesmal kommt es dabei zum Duell auf Leben und Tod. Ridley Scott gehört ohne Zweifel zu den interessantesten Hollywood-Regisseuren, eben weil er auch ein auteur ist. Seine Filme kann man allerdings schwerlich katalogisieren und thematisch einordnen. Noch stärker als Spielberg hat es Scott darauf angelegt, möglichst viele unterschiedliche Filme zu drehen. Das war schließlich auch der Grund warum er sich für "Alien" entschied. Nach "The Duellists" bot man ihm einen weiteren Kostümfilm an. Er lehnte ab ...
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Kritik: Black Out – Anatomie einer Leidenschaft (GB 1980)

"Don't use ever that word love again!" Die Amerikanerin Milena (Theresa Russell) trifft auf den Wiener Psychoanalytiker Alex Linden (Art Garfunkel). Beide steigern in eine obsessive Amour Fou, an deren Ende Inspektor Netusil (Harvey Keitel) ein Verbrechen aufzuklären hat. "A sick film made by sick people for sick people." Was auf den ersten Blick, wie ein Filmzitat anmutet, war in Wahrheit der Satz eines Produzenten nachdem er Nicolas Roegs „Bad Timing“ gesehen hatte. Leider war das erst der Anfang. Der Schock der britischen Verleihfirma war ebenfalls groß, so groß, dass sie sich kurzerhand dazu entschlossen auf ihr Logo in den Kinokopien zu verzichten. Auch das Publikum wollte den Film nicht sehen und unter den Kritikern hielten sich Verriss und Belobigung die Waage. Ein Kritiker rühm...
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Kritik: eXistenZ (CA/GB 1999)

"Es macht noch mehr Spaß, wenn es sich echter als echt anfühlt." In der Zukunft sind die Designer interaktiver Spiele an der Macht. Spieler messen sich in einer VR-Welt, die von der realen Welt kaum noch zu unterscheiden ist. Eine Game-Community trifft sich in einer abgelegenen Kirche, um das neueste Spiel von Designerin Allegra Geller (Jennifer Jason Leigh) zu testen. Doch dann versucht jemand die berühmte Spieledesignerin zu töten. Sie flieht zusammen mit dem unerfahrenen Marketingpraktikanten Ted Pikul (Jude Law). Man sollte schon mal ein Videospiel gespielt haben, um den Detailreichtum in „eXistenZ“ überhaupt überblicken zu können. Cronenbergs langjährige Production Designerin Carol Spier hatte sichtlich Spaß an diesem Film und schuf bizarre Welten, Level und Räume. Jude Laws Figur...
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Klassiker-Tipp der Woche "Der Elefantenmensch" (USA/GB 1980) Kritik – Die Geschichte einer endlosen Sehnsucht

"Ich bin kein Monster! Ich bin ein menschliches Wesen!" Inzwischen sollte bei jedem interessierten Filmfan angekommen sein, dass David Lynch nicht nur für verstörenden und unerklärlichen Surrealismus steht, sondern, dass er auch die leisen und unaufdringlichen Töne toll beherrscht. Zuletzt bewies er das 1999, mit dem schönen Drama 'The Straight Story'. Aber auch schon im Jahre 1980 inszenierte Lynch mit 'Der Elefantenmensch' einen sensiblen und gefühlvollen Film. Natürlich hatte David Lynch in diesem Jahr noch nicht ansatzweise den Bekanntheitsgrad wie heute und war nach einigen Kurzfilmen und seinem ersten Spielfilm 'Eraserhead' noch im Dunkeln geblieben. Ausgerechnet Spaßvogel Mel Brooks nahm sich Lynch an und half ihm dabei, sein Drama zu verwirklichen, mit dem David Lynch voll und g...
Klassiker-Kritik: Halloween (USA 1978) – Die Nacht des Grauens
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Klassiker-Kritik: Halloween (USA 1978) – Die Nacht des Grauens

Der leibhaftige Tod ist in Ihre Stadt gekommen, Sheriff. Sie können ihn ignorieren oder mir helfen ihn aufzuhalten. Die goldenen Zeiten des John Carpenter liegen weit zurück in staubiger Vergangenheit. Seinen letzten annehmbaren Film lieferte er mit 'Vampire' 1998, mit einem ultracoolen James Woods in der Hauptrolle. Heute ist Carpenter allerdings nur noch ein grauer Schatten seiner selbst und der einst so hochwertige Name hat viel von seinem Glanz einbüßen müssen. Diesmal gehen wir allerdings zurück in die glorreichen Tage und widmen uns seinem wohl bekanntesten, wegweisendsten Film aus seiner inzwischen durchwachsenen Karriere. Die Rede ist von einem Horror-Meisterwerk, das Carpenter noch vor seinen Meilensteinen 'The Fog', 'Das Ding aus einer anderen Welt' und 'Die Klapperschlange' i...