Schlagwort: Burt Reynolds

Kritiken

"Boogie Nights" (USA 1997) Kritik – Aufstieg und Fall in der Welt des Pornos

"Jeder Mensch ist mit etwas Besonderem gesegnet!" Im Jahr 1992 konnte ein Mann endlich richtig auf sich aufmerksam machen. Paul Thomas Anderson, der mit seinem durchaus gut besetzten Debütfilm 'Last Exit Reno' noch nicht eingeschlagen konnte, sorgte mit 'Boogie Nights' für viel Aufsehen und wurde zu Recht von allen Seiten reichlich gelobt. Anderson inszeniert mit seinem zweiten Langfilm einen authentischen und ehrlichen Blick in die Pornoindustrie der 70er und 80er Jahre und mischt dabei gekonnt Humor mit Tragik. Was 'Boogie Nights' wirklich meisterhaft gelingt, ist das Erzeugen von Atmosphäre und das Einfangen der Stimmung der 70er und 80er Jahre. Dazu tragen natürlich die exzellenten Fotografien von Robert Elswit an erster Stelle bei, die das Flair dieser Jahre in jeder Szene voll au...
Kritiken

Klassiker-Tipp der Woche "Beim Sterben ist jeder der Erste" (USA 1972) – In fremden Gewässern

"Das ist einer der letzten wilden, unberührten, unverdreckten, unzerstörten, unverseuchten Flüsse des Südens. Versteht ihr, was das bedeutet?!" John Boorman ist auch einer dieser Regisseure, die immer im Dunkeln geblieben sind. Wahrscheinlich ist das in diesem Fall auch gerechtfertigt. Nach seinem ordentlichen Debütfilm 'Point Blank' mit Lee Marvin in der Hauptrolle, gab es fünf Jahre später, 1972, das ganz große Meisterstück in Boormans Schaffen: 'Beim Sterben ist jeder der Erste'. Danach erreichte er nie wieder diese einmalige Qualität. Boorman inszeniert hier einen erschreckenden, gesellschaftskritischen und hochspannenden Backwood-Psycho-Thriller, dem bis heute kein anderer Genre-Streifen das Wasser reichen konnte. Kameramann Vilmos Zsigmond liefert grandiose Naturaufnahmen rund u...