Schlagwort: Fantasy

Kritiken

"Conan der Barbar" (USA 1982) Kritik – Arnold Schwarzenegger schwingt das Schwert

Autor: Pascal Reis "Die Asche wurde in die Erde gestampft und das Blut wurde zu Schnee." In seiner Essenz steht der antagonistische Zweikampf zwischen Stahl und Fleisch. Schon früh wird Conan (in jungen Jahren und mit kindlicher Traurigkeit im Blick von Jorge Sanz verkörpert) von seinem Vater (William Smith) aufgetragen, das „Geheimnis des Stahls“ zu lüften – Ein Rätsel, dessen Auflösung oftmals einen ganzen Lebensweg in Anspruch nehmen kann. Und wer nun vermutet, John Milius und Oliver Stone hätten „Conan der Barbar“ als munteres Rätselraten inklusive spielerischer Abenteuerlust modelliert, der täuscht sich gewaltig. Die Antwort lauert im Subtext, sie wird nicht verbalisiert, sondern findet sich in der Konstruktion der szenischen Verknüpfung; von Akt zu Akt, von Prüfung zu Prüfung. Daz...
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"Your Highness" (USA 2011) Kritik – Im Mittelalter sind die Zoten los

"Du hast die Wahl: Entweder du begleitest deinen Bruder und die Ritter oder du fliegst mit einem Arschtritt aus dem Königreich." - "Scheiße." Thadeous ist nicht gerade das Prachtstück des königlichen Hofes, denn der Sohn des Königs hat sich nicht zur Lebensaufgabe gesetzt, schwierige Aufgaben zu lösen und seine Familie mit Stolz zu erfüllen, sondern legt sich lieber in die Ecke und raucht einen Joint nach dem anderen. Thadeous ist ein dauerbreiter Versager und zieht das Gelächter nur zu gerne auf sich, doch die Zeiten sollen sich ändern, denn sein glanzvoller Bruder Prinz Fabious, der sich von einem gefährlichen Abenteuer in ein neues stürzt, hat es mit dem berüchtigten Magier Leezar zu tun bekommen und dieser hat ausgerechnet am Tag der Hochzeit seine vermeidliche Frau Belladonna entfü...
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"Brothers Grimm" (USA/CZ 2005) Kritik – Heath Ledger und Matt Damon in der Planlosigkeit

"Deine Mutter war eine Kuh ohne Zitzen!" Unzählige Eltern, Großeltern und mittelmäßig bezahlte Babysitter dürfen den Gebrüder Grimm wohl in alle Ewigkeiten dankbar sein, denn ohne ihre Geschichten, wären die Kleinen wohl zur Schlafenszeit nicht immer mit den herrlichen Geschichten in das Reich der Träume abgedriftet und langsam eingeschlummert. Mit Märchen wie Rapunzel, Hänsel und Gretel, Aschenputtel, Dornröschen, Rumpelstilzchen, Schneewittchen und Rotkäppchen, haben sie die bekanntesten Kindermärchen aller Zeiten geschrieben, die sich auch heute noch in den verschiedensten Romanen und Filmen neuinterpretiert wiederfinden lassen. Äußerst interessant war die Ankündigung, dass Terry Gilliam 2005 seine ganz eigene Interpretation über die Gebrüder in die Kinos bringen will. Interessant,...
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Klassiker-Tipp der Woche "Der Himmel über Berlin" (DE 1987) Kritik – Wim Wenders und die unsterbliche Menschlichkeit

"Wie kann es sein, dass ich, der Ich bin, bevor ich wurde, nicht war und dass einmal ich, der Ich bin, nicht mehr der, der Ich bin, sein werde." Das deutsche Kino ist nicht mehr das, was es einmal war und kommt immer näher an den Nullpunkt heran. Die Zeiten der großen Regisseure sind längst vorbei und prägende Namen werden in der Filmwelt schmerzlich vermisst. Nun sind es Namen wie Jimi Blue Ochsenknecht, Matthias Schweighöfer und Elyas M'Barek, die sich vor der Kamera als Publikumsmagnet erweisen und Til Schweiger ist der beliebteste Regisseur, der sein eigenes Erfolgsrezept immer und immer wieder kopiert. Um Qualität geht er hierbei schon lange nicht mehr, viel mehr interessiert das Aussehen und die 08/15-Lovestorys sprengen jedes Mal aufs Neue die Kinokassen, obwohl es hier weder Übe...
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"Zorn der Titanen" (USA 2012) Kritik – Götter im Familienstress

"Götter sterben nicht." – "Inzwischen schon." 'Kampf der Titanen' war 2010 zwar ein kommerziell recht erfolgreicher Film, doch als unterhaltender Blockbuster ein Totalausfall und gleich einer der miestesten der letzten Jahre. Die Kritiker verhassten und verteufelten ihn und das Publikum ging mit einem großen Gähnen und hämmernden Kopfschmerzen aufgrund des furchtbar schlechten 3D-Effektes aus dem Kino. Alles in allem war das ein schwerer Griff in die Keramikschüssel und hatte rein gar nichts mit Titanen zu tun. 2 Jahre später kam der Nachfolger mit 'Zorn der Titanen' in die Kinos und nicht nur der Titel hat sich verändert, sondern auch ein anderer Regisseur durfte auf dem Stuhl platznehmen, nachdem der Franzose Louis Leterrier 'Kampf der Titanen' so richtig verbockt hatte. Nun war er der ...
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"Kampf der Titanen" (USA 2010) Kritik – Von Titanen ist hier keine Spur

"Befreit den Kraken!" Blockbuster sind genau die richtigen Filme, die man sich im Kino anschauen sollte. Aber was versteht man überhaupt unter dem Begriff Blockbuster und welche Filme sind Teil von ihm? Ein Blockbuster ist vor allem ein Film, der Unmengen von Produktionskosten verschlingen kann und Special-Effects zeigt, die nicht nur atemberaubend sind, sondern auch revolutionär. Filme, die das Mainstream-Publikum dienen, die allein der Unterhaltung wegen gemacht sind und niemanden nach dem Ende noch wirklich nachdenklich stimmen oder gar in irgendeiner Form verletzten oder beschäftigten. Ein prophezeiter Kassenschlager und Publikumsmagnet, der die Kosten ohne Probleme wieder einspielen wird und sicher auch noch übertrifft. Vertreter dieser Blockbuster sind zum Beispiel Filme wie 'Ince...
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"Snow White and the Huntsman" (USA 2012) Kritik – Kristen Stewart als Schneewittchen: Ob das gut geht?

“You have eyes huntsman, but you can not see! She is the One! I see an end to darkness!” Nach unzähligen Verfilmungen, darunter wohl die bekannteste Disneys „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ aus dem Jahr 1937, sollte es auch 2012 wieder so weit sein: Die Zwergen-Freundin findet den Weg zurück auf die große Leinwand. Und dieses Jahr entschieden sich gleich zwei Studios dazu, Schneewittchen in ein neues Gewand zu stecken. Tarsem Singh bescherte dem Publikum bereits mit „Spieglein Spieglein – Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen" ein kunterbuntes, kurzweiliges Abenteuer mit viel Humor. Weniger gelungen ist nun „Snow White and the Huntsman“, ein über zwei Stunden andauerndes Ärgernis, dem es fast gänzlich an Einfallsreichtum und herzerwärmenden Momenten fehlt… und eine mitr...
Kritik: Sleepy Hollow (USA 1999) – Die Legende vom kopflosen Reiter
Filme, Horror, Kritiken, Regisseure, Science Fiction / Fantasy, Tim Burton

Kritik: Sleepy Hollow (USA 1999) – Die Legende vom kopflosen Reiter

Du kommst gerade rechtzeitig um den Kopf zu verlieren. Robert de Niro/Leonardo DiCaprio und Martin Scorsese, Alain Delon und Jean Pierre Melville oder Werner Herzog und Klaus Kinski. Das alles sind Traumgespanne aus der großen weiten Filmwelt. Mit Sicherheit könnte man noch viele weitere aufzählen, doch das würde den Rahmen deutlich sprengen. Hier geht es aber um ein ganz anderes Duo, das aber sicher nicht minder besonders ist. Die Rede ist von Johnny Depp und Paradiesvogel Tim Burton und wir begeben uns direkt zurück ins Jahr 1999. Nachdem Depp und Burton schon mit 'Ed Wood' und 'Edward mit den Scherenhänden' zwei großartige Filme ablieferten, kam es im besagten Jahr zu dritten Zusammenarbeit. Mit dem Grusel-Märchen 'Sleepy Hollow' bewies Burton wieder sein Können und inszenierte e...
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"Thor" (2011) Kritik – Eine angenehme Überraschung

"Oh, no... this is Earth... isn't it?" Der Trailer zu "Thor" gehört zu den Schlechtesten, die ich in den letzten Jahren gesehen habe. Denn er verspricht einen der katastrophalsten Filme überhaupt mit miesen Effekten und einer schlampigen Story. Als umso angenehmer empfand ich es gestern Abend, dass der Film bei weitem nicht schlecht ist, sondern sehenswerte Popcornunterhaltung, die zwar leider nicht das volle Potential ausgeschöpft hat, aber volle zwei Stunden göttliche Action, dezenten Humor und eine gar nicht so schlechte Story zu bieten hat. Was diesen Film von all den anderen Comicverfilmungen der letzten Zeit positiv unterscheidet, sind seine coolen Darsteller, die nicht sonderlich viel Charaktertiefe besitzen, aber schlichtweg Spass bringen. Die Welten, die Branagh geschaffen hat...
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"King Kong" (USA 2005) Kritik – Es lebt!

"Das Biest erblickte das Antlitz der Schönheit, seine Hand erstarrte und von diesem Tage an war es dem Tode geweiht." Ich habe lange überlegt, ob ich "King Kong" eine "sehr sehenswert" oder ein "außergewöhnlich" gebe und bin zu dem Schluss gekommen: Peter Jackson hat den Koloss hervorragend ins 21. Jahrhundert übersetzt. Der Film nimmt sich zu Beginn viel Zeit, die Charaktere vorzustellen und die Geschichte aufzubauen, was mit wunderschönen Bildern und sehr guter Musik nicht ins Gewicht fällt. Im Gegenteil: Es ist zu keiner Sekunde langweilig. Stattdessen baut sich langsam eine messerscharfe Atmosphäre und Spannung auf. Nach Anns Entführung bis zum zweiten Antritt auf der Insel hat sich ein extrem hohes Interesse aufgestaut, denn der Film versteht es blendet, Nervenkitzel zu erzeugen u...