Schlagwort: John Cazale

Filme, Heimkino, Kritiken, Retro

Kritik: Der Dialog (USA 1974)

"You're not supposed to feel anything about them." Es gibt so viele Beispiele für Filmemacher, die am Anfang ihrer Karriere strahlend leuchten und dann immer mehr verglimmen. Francis Ford Coppola ist sehr wohl Teil dieses Kreises. Sein Abstieg ist einer der steilsten. Wie so viele Filmemacher des New-Hollywood war auch er Teil der Roger-Corman-Schmiede, lernte dort das Handwerk und realisierte erste Filme. Der Durchbruch kam dann mit „Der Pate“ und dem eindringlichen Nachschlag „Der Pate II“. Beide Filme räumten wie verrückt bei den Oscars ab. Coppola bekam alle Freiheiten und drehte „Der Dialog“, einen minimalistischen Thriller über einen Abhörspezialisten. Harry Caul (Gene Hackman) lebt für den Beruf. Sein Privatleben ist auf das mindeste reduziert, gerade soviel um nicht wahnsinnig ...
Kritiken

Klassiker-Tipp der Woche "Hundstage" (USA 1975) Kritik – Al Pacino begeht ein Verbrechen aus Liebe

"Verhaltet euch ruhig und gelassen und wir werden aus der Sache rauskommen." Al Pacino hat in seiner Karriere nicht nur eine denkwürdige Performance abgeliefert, sondern gleich ein Dutzend. Vor allem in den 70er Jahren wurde er für so gut wie jede Rolle für einen internationalen Preis nominiert, oder konnte ihn im besten Fall sogar auch gewinnen. Das er heute nur noch ein grauer Schatten seiner strahlenden Jahre ist, hat inzwischen jeder Begriffen, und das er sich in grausigen Adam Sandler Filmen herumschlägt, schmerzt noch viel mehr, gerade im Anbetracht auf die ruhmreiche Zeit, in denen er sich mit Robert De Niro den Schauspielthron teilte. In dieser Glanzzeit arbeitete er zweimal mit dem Meisterregisseur Sidney Lumet zusammen, der aus ihm natürlich das Maximum herauskitzelte. 1973 fi...
Kritiken

"Die durch die Hölle gehen" (USA 1978) Kritik – Ein wichtiges Stück Filmgeschichte

"Wovor sollte man in diesem Krieg noch Angst haben?" Kriegsfilme sind und bleiben ein wichtiger Bestandteil der Filmgeschichte, egal ob es der erste Weltkrieg, der zweite Weltkrieg, Vietnam oder der Irakkrieg ist. Diese Themen werden nicht alt und der Gesprächsstoff wird ebenfalls niemals ausgesehen. Wenn sich ein Film dann um einen der besagten Kriege dreht, dann hat man Vorfeld immer die leise Befürchtung, dass der Regisseur den Stoff nicht richtig angehen würde und sich im verhassten Pathos verrennt und ein völlig verstelltes Kriegsbild offenbart. 'Wir waren Helden' mit Mel Gibson war 2002 ein solches Beispiel und auch Steven Spielberg kam in 'Der Soldat James Ryan' nicht um die störende Heuchelei herum. Begeben wir uns zurück in die Zeit, in der der Vietnamkrieg noch seinen grausam...