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Kritiken

Regisseure im Fokus: Rohe Gewalt, gezielte Provokation, menschliche Abgründe und liebevolle Subtilität – Fünf Werke des Michael Haneke

Autoren: Pascal Reis, Sebastian Groß "Funny Games" (AT 1997) Mutter, Vater, Sohn. Ein Urlaub im Ferienhaus. Zwei höfliche Fremde die sich ein paar Eier ausleihen wollen. So beginnt wohl einer der umstrittensten Filmes des Michael Haneke. Bereits im Vorspann, wenn die harmonische Mozartmusik plötzlich verdrängt wird von lauten, brachialen, musikalischem Gekreische, wird klar, dass die gutbürgerliche Urlaubsidylle etwas heimsuchen wird, etwas Verächtliches „Funny Games“ erzählt vom Bösen und macht kompromisslos klar, dass es überall sein kann. Was klingt wie ein Thriller erweist sich aber nach und nach als Reflexion. Nicht nur über menschliche Finsternis, sondern viel mehr über die Rolle der Medien in unserem Alltag. In der Schlüsselszene, wenn es so scheint dass Haneke uns, den Zuschaue...