Schlagwort: Willem Dafoe

Kritiken

"The Hunter" (AU 2011) Kritik – Willem Dafoe auf der Jagd in Tasmanien

"Ab und zu behaupten ein paar Spinner einen gesehen zu haben, aber Beweise hatte bisher keiner." Die Tiere sterben aus und wir Menschen sind daran schuld. Wir zerstören ihre Lebensräume, jagen, misshandeln und töten sie. Und warum? Natürlich wegen des Geldes. Viel zu spät kommt dann die Einsicht, was für Schandtaten wir der Natur angetan haben und wie viel freies Leben wir durch unsere Habgier und Geldsucht zerstörten. Mit verdienten Schuldgefühlen versuchen wir, die Tiere wieder zu vermehren und die Wildnis einen Schritt näher an ihren Ursprung zu führen. Schmerzhaft müssen wir immer wieder feststellen, dass das nie wieder der Fall sein wird und anstatt die Natur und die Tiere nun endlich zu schätzen und zu ehren, machen wir einfach immer weiter wie zuvor, bis wir irgendwann alles ausg...
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"Leben und Sterben in L.A." (USA 1985) Kritik – Im Sumpf von Los Angeles

"Ich kann ihn nicht verpfeifen, das kann ich echt nicht. Selbst wenn ich dafür in den Knast gehe..." William Friedkin ist nicht mehr der Regisseur, der er vor 30-40 Jahren war. Das lässt sich über viele Regisseure sagen, natürlich, doch wenn man Friedkins Karriere einmal unter die Lupe nimmt, ist der Fall doch ein ziemlich schwerer. Mit dem Cop-Thriller 'French Connection' schlug Friedkin über Nacht in die Filmwelt ein, sahnte die wichtigen Oscars ab und war plötzlich in aller Munde. Zwei Jahre toppte er seine Leistung nochmal und war 1973 schon mit dem Horror-Meisterwerk 'Der Exorzist' auf der Höhe seines Schaffens angekommen. Natürlich ist ein solcher Jahrhundertfilm nicht mehr zu toppen und Friedkin konnte danach eigentlich nur nachlassen. Und genau das passierte auch. Der einst als ...
Kritik: Ein fürsorglicher Sohn (USA/DE 2009) – Werner Herzog wieder in Topform
Drama, Filme, Krimi, Kritiken, Thriller, Werner Herzog

Kritik: Ein fürsorglicher Sohn (USA/DE 2009) – Werner Herzog wieder in Topform

Ich geb's zu, ich hab in letzter Zeit viel geweint. Komisch ist nur, die Tränen kommen bloß aus meinem linken Auge, niemals aus dem rechten. Wieso ist das so? Werner Herzog und David Lynch sind zwei der Regisseure, die sich seit den Einstiegen in die Filmwelt durch ihre unverkennbare Eigenarten auszeichneten und sich ihren großen Namen mit Exzentrik erarbeiten. Als sich 2009 ankündigte, dass der Vater des Surrealistischen und der deutsche Regietitan ein gemeinsames Projekt fertiggestellt hatten, bekamen die Cineasten weltweit Herzflattern und feuchte Augen. Das Interesse und die Vorfreude auf dieses Werk waren in Fankreisen wohl kaum in Worte zu fassen. Doch um eines gleich klarzustellen, David Lynch war hier „nur“ als ausführender Produzent tätig, seine Anwesenheit ist dennoch spür...
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"Spider-Man" (USA 2002) Kritik – Der menschlichste Superheld

Aus großer Kraft folgt große Verantwortung. Comicverfilmungen gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Richtig losgetreten wurde die Welle um die Jahrhundertwende und 'X-Men' gab 2000 den soliden Startschuss. Sachen wie 'Hulk', 'Daredevil', 'Hellboy' und der geniale 'Batman Begins' folgten. Aber Comicverfilmungen dienen inzwischen auch dazu, gefallene Regisseure wieder zurück ins Filmgeschäft zu bringen und ihnen neuen Mut und Stärke zu schenken. Sam Raimi ist wohl so ein Fall, denn nach seiner 'Tanz der Teufel'-Trilogie, die heute zu Recht Kultstatus genießt, kam nichts wirklich Nennenswertes mehr. 2002 hatte er jedoch die große Ehre, einen der beliebtesten Comic-Helden überhaupt auf die Leinwand zu bringen: Spider-Man. Die Chance, das der Schuss nach hinten losgeht ist natürlich imm...
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Klassiker-Tipp der Woche "Mississippi Burning" (USA 1988) Kritik – Die brennenden Konflikte

"Wenn Sie ein Schwarzer wären, würde es hier jeden einen Scheiß interessieren, was Sie denken!" Alan Parker zählt nicht gerade zu den Regisseuren, die nach den Gesetzen Hollywoods arbeiten. Mit seinem mehrfach Oscar nominierten Western '12 Uhr mittags' konnte Parker auf sich aufmerksam machen. Danach kam das Drama 'Birdy' der den großen Festivalpreis von Cannes gewinnen konnte. 1986 betrat Parker den Pfad des Okkulten und inszenierte mit 'Angel Heart' einen der besten Okkult-Krimis überhaupt. Ein Jahr später konnte er wieder für Aufsehen sorgen und sein Rassismus-Drama 'Mississippi Burning' wurde für ganze 8 Oscar Trophäen nominiert. Darunter auch die zweite Nominierung, nach '12 Uhr mittags', für Parker selbst. Das Ergebnis der Verleihung war für den Film dann aber doch eher enttäusche...
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"Wild at Heart" (USA 1990) Kritik – Eine unsterbliche Liebe und grenzenlose Abgründe

"Die Welt hat ein wildes Herz und ist total verrückt geworden!" Das Jahr 1990 war ein ganz besonderer Höhepunkt im Schaffen von David Lynch. Bei den Filmfestspielen von Cannes konnte er für seine Road-Movie-Romanze 'Wild at Heart' die begehrte goldene Palme entgegen nehmen. Lynch war 1990 schon ein bekanntes und umstrittenes Gesicht in der Welt und mit Filmen wie 'Der Elefantenmensch' und 'Blue Velvet' schrieb er zuvor schon Geschichte. 'Wild at Heart' kann dieser vorherigen Qualität zwar nicht ganz standhalten und Lynch inszeniert einen wilden wie abgründigen Film, kann aber über einige Längen nicht hinwegsehen wirkt gelegentlich zu unausgegoren. Visuell spielt der Film natürlich in der ersten Liga. Die groben, trockenen und gerne auch düsteren Bilder passen sich der Grundstimmung des...
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"John Carter – Zwischen zwei Welten" (USA 2012) Kritik – Kostspieliger Ausflug auf den roten Planeten

"You are ugly, but you are beautiful" Der amerikanische Schriftsteller Edgar Rice Burroughs dürfte vielen wohl besser bekannt sein als Schöpfer des legendären Lianenschwingers Tarzan, der inzwischen seit nunmehr 100 Jahren im dichten Dschungel Afrikas für Recht und Ordnung sorgt. Doch neben dem Affen-Adoptivsohn hat der langjährige Pulp-Autor noch weitere Figuren kreiert, die sich zwar in Amerika großer Beliebtheit erfreuen, ihren Bekanntheitsgrad jedoch nie über die Landesgrenzen hinaus ausdehnen konnten. So hätte man in Deutschland sicher bis vor kurzem auf die Frage nach der berühmten Roman-Figur John Carter nur ein fragendes „John Wer?“ zurückbekommen. Doch das soll sich aber demnächst ändern, zumindest wenn es nach den Disney-Studios geht. So plant der mausgesichtige Konzern den Ma...
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"Daybreakers" (2009) Kritik

In Zeiten, in denen Vampire auf Zelluloid à la Twilight angerichtet werden, so dachte ich, würde "Daybreakers" ein wenig zu den alten Wurzeln zurückkehren. In gewissem Maße tut er dies auch, nur hilft es dann auch nichts, wenn von Anfang bis Ende nur Chaos herrscht. Die Story an sich wäre genial, hätte ihren Charme gehabt, aber leider verspielt sich die gesamte Crew. Im Jahr 2019 wird die Menschheit, abgesehen von einer geringen Zahl an Menschen durch eine unbekannte Seuche in Vampire verwandelt. Die, die Menschen geblieben sind, werden gejagt und gezüchtet, um Blut für die Ernährung der Vampirpopulation sicherzustellen. Als die menschliche Bevölkerung fast ausgerottet ist, müssen die Vampire einen Blutersatz finden, bevor die Zeit abläuft. Der Film hatte eine gute Grundvoraussetzung: ...