Schlagwort: Xavier Dolan

Video: Filmfest Hamburg 2016 – The Woman Who Left, Einfach das Ende der Welt & The Ornithologist
Festivals, Slider, Specials, Videos

Video: Filmfest Hamburg 2016 – The Woman Who Left, Einfach das Ende der Welt & The Ornithologist

Mein vorletzter Tag auf dem Filmfest Hamburg hatte einen langen Start, denn er begann mit dem neuen Film von Lav Diaz. The Woman Who Left geht vier Stunden und gibt sich viel Raum zum Erzählen. Perfekt, um zusammen mit Sophie Charlotte Rieger (Die Filmlöwin) und Lucas Barwenczik (Longtake-Podcast) über Filmlänge im Allgemeinen zu sprechen. Darüberhinaus besprechen wir noch Einfach das Ende der Welt von Xavier Dolan und den surrealen The Ornithologist von João Pedro Rodrigues.
Handfeste Überraschung: Die Gewinner von Cannes 2016
Festivals, News, Slider

Handfeste Überraschung: Die Gewinner von Cannes 2016

Was für eine Überraschung: Die Filmfestspiele in Cannes bleiben ihrem Ruf der Unvorhersehbarkeit bei der Verleihung ihrer Preise treu und haben Ken Loach nun bereits zum zweiten Mal (nach The Wind That Shakes The Barley) mit der goldenen Palme ausgezeichnet. Sein Film I, Daniel Blake stach dabei den deutschen Kandidaten (und durchaus favorisierten) Toni Erdmann von Regisseurin Maren Ade, sowie u.a. Loving von Jeff Nichols und Elle von Paul Verhoven aus. Das französische Regiewunderkind Xavier Dolan (Laurence Anyways) darf sich erneut über den Regiepreis freuen, dieses Mal für seinen Film Einfach das Ende der Welt, trotz durchaus gemischter Rezeptionen und Buh-Rufen (es sei jedem der neue CinemaUpdate-Podcast empfohlen). Als beste Darsteller dürfen sich Jaclyn Jose (für Ma' Rosa) und Shah...
Kritiken

"Laurence Anyways" (FR/CA 2012) Kritik – Kleider machen Leute

Autor: Florian Feick "Unsere Generation ist bereit dafür. Wir können es schaffen." Der 34-Jährige Laurence ist Lehrer für Literatur, führt seit zwei Jahren ein bescheidenes, dafür aber umso glücklicheres Leben mit seiner Freundin Frédérique und wird von den Kollegen respektiert und geschätzt. Doch tief in ihm brodelt bereits lange der leidenschaftliche Drang nach der Veränderung, die eigentlich gar nicht erst nötig sein sollte. Bereits seit 2009 gilt der aufstrebende Xavier Dolan als das Regie-Wunderkind des 21. Jahrhunderts, wurde sein erstes Werk - „I Killed My Mother“ - doch vielfach von der Kritik gefeiert und dem damals erst 20-jährigen Dolan, der bereits im Kindesalter als Schauspieler erste Filmerfahrung sammelte, eine vielversprechende Karriere attestiert. Mit „Laurence Anyways“...
Festivals, Specials

57. Londoner BFI Filmfestival – 2. Recap: "Nebraska", "The Zero Theorem", "The Double" und "Tom at the Farm"

Autor: Conrad Mildner Zeit für den zweiten Recap meiner Filmerlebnisse auf dem Londoner Filmfestival, der dieses mal nur so voller vielversprechender Titel strotzt, von Regiemeistern wie Payne und Gilliam bis zu Wunderkindern wie Dolan und Ayoade. Halten die großen Namen, was sie versprechen? „Nebraska“ von Alexander Payne Schauspiellegende Bruce Dern (u.a. „Lautlos im Weltraum“) meldet sich zurück in Alexander Paynes melancholischem Roadmovie „Nebraska“, der bereits in Cannes im Wettbewerb zu sehen war. Dern spielt Woody, einen Rentner und Trinker, der ein zwielichtiges Gewinn-Angebot als Ticket zu 1 Mio. Dollar missversteht und sich zusammen mit seinem Sohn David (Will Forte) auf den Weg nach Lincoln/Nebraska macht, um sein Geld abzuholen. Auf dem Weg dorthin trifft Woody alte Freun...
Kritiken

"Herzensbrecher" (CA 2010) Kritik – Die imaginäre Autorität der Liebe

Autor: Pascal Reis "Hast du dich in letzter Zeit verliebt?" Knapp 10 Minuten haben sie tosend applaudiert, die Kritiker und Journalisten im Kinosaal der Filmfestspiele von Cannes, als der damals 19-jährige Xavier Dolan sein Erstlingswerk „I Killed My Mother“ vorstellen durfte. Was für eine Ehre für einen jungen, beeinflussbaren und aufstrebender Künstler. Stehende Ovationen gab es, die nicht nur dem jungen Filmgeist geschuldet waren, der in seiner jugendlichen Blüte und der umfassenden Bandbreite an verschiedenen (Set-)Positionen, die für dieses Alter schon beeindruckenden genug waren, sondern auch wegen Dolans informaler Weitsicht, die jeden pubertären Tellerrand überquerte und ein menschliches und damit vollkommen ehrliches Porträt über den Generationskonflikt im innerfamiliären Bü...
Kritiken

"I Killed My Mother" (CA 2009) Kritik – Ein Wunderkind und die Konfusionen der Pubertät

Autor: Pascal Reis "Selbst wenn ich mir vorstelle wie die schlimmste Mutter der Welt ist, du übertriffst sie bei Weitem." Als wäre es nicht schon beeindruckend genug, wenn ein erst 19-Jähriger seinen ersten Film in diesem zarten Alter verwirklichen darf, legt der Frankokanadier Xavier Dolan die Messlatte bewusst verdammt hoch. Für seinen Erstling „I Killed My Mother“ aus dem Jahre 2009 übernahm er nicht nur den Posten der Regie, sondern fungierte als Produzent, Drehbuchautor und als Hauptdarsteller. Eine Leistung, die man wohl eher von alteingesessenen Fachmännern erwartet, aber nicht von einem burschikosen Knaben, der gerade einmal die schwierige Phase der Pubertät überstanden hat. Ein derartiges Manöver kann schnell in die Hose gehen und die bestrafenden Ausdrücke wie „Überheblich“ und...