Schlagwort: Alan Parker

Kritiken

"Angel Heart" (US/CA/GB 1987) Kritik – Eine diabolische Suche nach der Wahrheit

"Das Fleisch ist schwach, Johnny, nur die Seele ist unsterblich." Wenn man an einen Superstar denkt, der seine extreme Karrierebruchlandung selbst verursacht hat, dann hämmert sich sofort Mickey Rourke ins Gedächtnis. In den 80er Jahren ein Vorbild, von der Frauen umschwärmt, von den Männern als kerniger Draufgänger akzeptiert und von den Kritikern für seine Präsenz und Authentizität hochgelobt. Doch Rourke hatte noch eine andere Leidenschaft neben dem schauspielern: Das Boxen. Und mit dem Kampfsport begann dann auch sein Fall. Er ließ sich sein Gesicht immer wieder aufs Neue demolieren, wollte sich dieses dann durch unzählige Schönheitsoperationen wieder richten lassen und erkannte sich kurze Zeit darauf selber nicht mehr im Spiegel wieder. Ein straffer Rourke, dessen Gesicht jegliche ...
Kritiken

Klassiker-Tipp der Woche "Mississippi Burning" (USA 1988) Kritik – Die brennenden Konflikte

"Wenn Sie ein Schwarzer wären, würde es hier jeden einen Scheiß interessieren, was Sie denken!" Alan Parker zählt nicht gerade zu den Regisseuren, die nach den Gesetzen Hollywoods arbeiten. Mit seinem mehrfach Oscar nominierten Western '12 Uhr mittags' konnte Parker auf sich aufmerksam machen. Danach kam das Drama 'Birdy' der den großen Festivalpreis von Cannes gewinnen konnte. 1986 betrat Parker den Pfad des Okkulten und inszenierte mit 'Angel Heart' einen der besten Okkult-Krimis überhaupt. Ein Jahr später konnte er wieder für Aufsehen sorgen und sein Rassismus-Drama 'Mississippi Burning' wurde für ganze 8 Oscar Trophäen nominiert. Darunter auch die zweite Nominierung, nach '12 Uhr mittags', für Parker selbst. Das Ergebnis der Verleihung war für den Film dann aber doch eher enttäusche...