Schlagwort: Biografie

Kritiken

"Aviator" (US/JP 2004) Kritik – Leonardo DiCaprio steigt auf in den Schauspielolymp

"The way of the future." Zwei Jahre nachdem Martin Scorsese und Leonardo DiCaprio ihr für 10 Oscars nominiertes Historien-Epos "Gangs of New York" 2002 in die Kinos brachten, kehrte das Dreamteam 2004 zurück in die Kinos. Ihre erste Zusammenarbeit war nicht das erhoffte Meisterwerk, welches auch dazu diente, Leonardo DiCaprio wieder zu einem ernstzunehmenden Darsteller zu machen, erwies sich aber dennoch als äußerst sehenswerter und kraftvoller Film. Nun standen DiCaprio und Scorsese mit "Aviator" vor den Türen, eine Biografie über die amerikanische Legende Howard Hughes (1905-1976). Die Sorge, dass eine Biografie von einem Regisseur nich passend auf die Leinwand gebracht wird, ist immer groß, doch Scorsese bewies in der Vergangenheit Gegenteiliges. An erster Stelle steht natürlich sei...
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"Blow" (USA 2001) Kritik – Johnny Depp wird zum Drogenbaron

"Die toxische Dosis für Menschen, liegt zwischen 1 und 1 1/2 Gramm Kokain, abhängig vom Körpergewicht. Ich konsumierte durchschnittlich fünf Gramm pro Tag, vielleicht mehr...Es gab Zeiten da hab ich 10 Gramm in 10 Minuten gezogen" Der Aufstieg und der darauffolgende Fall wurden in der Filmwelt schon so manches Mal durchgekaut und ab und an entnervt ausgespuckt. Das berühmteste Beispiel für einen solchen Film ist an erste Stelle natürlich ganz klar Brian De Palams unantastbarer Klassiker "Scarface" aus dem Jahre 1981, welcher das Leben von der fiktiven Drogenlegende Tony Montana zeigt und dabei den Thronbezug und den ehrenlosen Fall dokumentiert. Dann wären da natürlich noch "GoodFellas", "American Gangster" und die auch "Der Pate"-Trilogie zählt dazu, wenn man sich den Werdegang von Mic...
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"Der seltsame Fall des Benjamin Button" (USA 2008) Kritik – Man ist so alt, wie man sich fühlt

"Es ist uns bestimmt, dass wir Menschen verlieren, die wir lieben. Woher sollten wir sonst wissen, wie wichtig sie für uns sind." David Fincher zählt ohne Wenn und Aber zu den talentiertesten und besten Regisseuren seiner Generation. Seine bisherige Karriere lässt sich dabei fast durchgehend überschwänglich loben. Man denke nur an seine drei großen Streiche: "Sieben", "Fight Club" und "Zodiac", bei denen Fincher wirklich alles richtig gemacht hat und gleich drei Meisterwerke für die Ewigkeit geschaffen hat, wobei sich bei "Zodiac" die Geister am meisten scheiden. Und auch darüber hinaus wusste Fincher richtig gute Filme abzuliefern. Da hätten wir das Facebook-Drama "The Social Network", die Interpretation des Stieg Larsen-Romans "Verblendung", welche das schwedische Original ohne Probl...
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"Der Mondmann" (USA 1999) Kritik – Jim Carrey in der Rolle seines Lebens

"Du bist kein schlechter Mensch, du bist ein komplizierter Mensch." Was muss ein Regisseur tun, damit er im Mittelpunkt steht und die Welt ihn feiert, oder auch das Maul über ihn zerreißt? Natürlich muss er eine gewisse Qualität abliefern, damit man überhaupt auf ihn aufmerksam werden kann, doch auch die Medien und die gesellschaftliche Mundpropaganda tragen ihren schwerwiegenden Teil zum Bekanntheitsgrad des belieben Regisseurs bei. Hype ist in diesen Fällen das richtige Wort, von dem wohl ganz besonders Regisseure wie Quentin Tarantino oder Christopher Nolan Teil sind, die vor ihren Filmstarts schon in die höchsten Höhen gehoben werden, ohne ihr Produkt vorgestellt zu haben. Tragisch sind in diesem Fall die Filmemacher, die nicht nur Talent besitzen, sondern Könner sind und ihr Handwe...