Schlagwort: Romain Duris

Kritiken

"Beziehungsweise New York" (FR 2013) Kritik – Amerika soll das persönliche Chaos beenden

Autor: Pascal Reis "Ich fand immer, dass mein Leben nicht einfach war. Und jetzt in New York wird mir klar, dass mein Leben vorher extrem einfach war." Unser erstes Treffen mit dem französischen Volkswirtschaftslehre-Studenten Xavier (Romain Duris) im Jahre 2002 führte uns damals mit „L'auberge espagnole“ nach Barcelona, wo er sich für seinen angestrebten Job die nötige Erfahrung mit der spanischen Wirtschaft aneignen wollte. Drei Jahre später beschenkte uns Regisseur und Drehbuchautor Cédric Klapisch dann mit dem Nachfolger „L'auberge espagnole – Wiedersehen in St. Petersburg“, in dem sich Xavier längst in der Arbeitswelt hat festgesetzt und seinem Traum, ein renommierter Autor zu werden, noch inmitten von larmoyanten Skripten zu schäbigen Fernsehserien umzusetzen versucht. Das ehemal...
Kritiken

"Der Schaum der Tage" (FR 2013) Kritik – Gondry lässt die Bilder sprechen

Autor: Stefan Geisler "Ich will mich auch endlich verlieben!" Regisseur Michel Gondry ist wohl der große Träumer unter den französischen Filmemachern. Nichts scheint in seinen Filmen unmöglich und das, obwohl es sich bei seinen Helden zumeist um absolute Durchschnittstypen ohne besondere Fähigkeiten handelt. Nur eins haben fast alle seiner Figuren gemein: Einen ausgeprägten Hang zur Fantasie. So flüchtet sich Stéphane in „Science of Sleep – Anleitung zum Träumen“ aus seinem grauen Büroalltag in die aufregende Welt der Tagträume, während Jack Black und Mos Def in Gondrys „Abgedreht“ große Kinoklassiker mit viel Herz und wenig Budget zu neuem Leben erwecken. Eine solche Realitätsflucht müssen die Figuren in Michel Gondrys neuem Film „Der Schaum der Tage“ nicht bewerkstelligen, denn diese l...
Kritiken

“Mademoiselle Populaire” (FR 2012) Kritik – Hollywood-Kitsch made in France

Autor: Philippe Paturel "Das Einzige, worin ich wirklich gut bin, ist auf der Schreibmaschine." Rose Pamphyle ist alles andere als zufrieden mit ihrem Leben. Immerzu muss sie im Dorfladen ihres Vaters aushelfen. Wenn es nach ihm geht, soll seine Tochter ein ganz normales Leben zu Hause in ihrem Geburtsort in der Normandie führen. Rose träumt jedoch von mehr. Sie möchte eines Tages gerne in eine Großstadt, am besten nach Paris ziehen und dieses langweilige Landleben hinter sich lassen. So kommt es, dass sie sich eines Tages für den beliebtesten Frauenberuf der 50er Jahre bewirbt. Sie möchte Sekretärin werden. Damit, dass sie der beliebte Anwalt Louis Échard wirklich anstellen würde, hatte Rose jedoch nicht gerechnet. Es ist der Anfang einer ungewöhnlichen Beziehung mit einigen Tiefen und...