Schlagwort: 2004

Kritiken

"Mann unter Feuer" (USA 2004) Kritik – Denzel Washington sinnt auf Rache

"Creasey's art is death. He's about to paint his masterpiece." Tony Scott und Denzel Washington. Das beudetet „Crimson Tide“, „Déjà Vu“, „Die Entführung der U-Bahn Pelham 1 2 3“ und „Unstoppable“. Begeisterung flammt bei dieser Aufzählung nicht gerade auf, wirklich schlecht war aber auch keiner der genannten Filme. Wenn Scott und Washington sich für eine Zusammenarbeit getroffen haben, dann konnte man sich am Ende immer ziemlich sicher sein, das man kein Weltbewegendes Kino serviert bekommt, Scott seine unverkennbare Handschrift aber immer wieder konsequent vertreten wird, aber letztlich im Bereich der bedeutungslosen Durchschnittlichkeit oder knapp darüber landet. Die Action an und für sich war zwar in den meisten Fällen keinesfalls schlecht inszeniert, doch oft genug haperte es an den...
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Die "Resident Evil" Reihe (2002-2010) Kritik – Milla Jovovich und die Zombies

"Resident Evil" (USA 2002) Als Alice in der Badewanne aufwacht, hat sie ein schwerwiegendes Problem: Sie kann sich an nichts mehr erinnern. Nachdem sie gerade Villa erkunden wollte, in der sie erwacht ist, trifft sie auch schon auf Matt, der sich als Freund erweist, und kurze Zeit darauf stürmen auch schon eine Handvoll Elitesoldaten, geführt von One und Rain, in die noble Villa. Alice, Matt und der ebenfalls gedächtnislose Spence werden von den Soldaten mitgenommen und in den Hive geführt, ein unterirdisches Labor, in dem die Umbrella Corporation mit lebensgefährlichen Viren arbeitet. Allerdings ist hier nichts mehr beim Alten und Alice erfährt, dass der Hauptcomputer des Hive, genannt Red Queen, ein tödliches Gas ausgesetzt hat und die unterirdischen Arbeiter des Labors getötet. Der G...
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"Shaun of the Dead" (GB 2004) Kritik – In England sind die Zombies los

"Sind Zombies in der Nähe?" - "Sag das nicht." - "Was?" - "Das." - "Was??" - "Na, das. Das Wort mit Z. Sag es nicht." - "Warum nicht?" - "Weil es irgendwie lächerlich klingt." - "Na schön... Und sind da nun welche?" Nach der Jahrtausendwende ist es seltsamerweise immer noch Genre-Urgestein George A. Romero, der das Zombie-Genre regelmäßig mit seinen geliebten Untoten lebendig hält, während sich frische Gesichter ohne Halt im Einheitsbrei verlaufen und Zombies ohne jegliche Qualität oder Unterhaltungswert auf Menschenjagd schicken. Sicher hat Romero auch schon einen Teil seiner einstigen Klasse eingebüßt, doch der Mann inszeniert seine Filme nach wie vor mit dem Herzen, die Liebe zum Genre ist immer noch spürbar und verhilft Werken wie "Land of the Dead" oder "Survival of the Dead" zu di...
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"Gegen die Wand" (DE 2004) Kritik – Ungewollte Liebe zwischen Selbstzerstörung und Selbstfindung

"Ich will leben, ich will tanzen, ich will ficken. Und nicht nur mit einem Typen. Verstehst du mich?" - "Ich bin ja nicht taub." Verlieben, verloben und heiraten. Das sind die drei oberflächlichen Bereiche, die eine ehrliche Beziehung ausmachen sollten. Eine Bindung, die im „besten“ Fall nur durch den altersbedingten und ruhigen Tod beendet wird, auch wenn das eine ziemlich romantisierte Sichtweise ist, die heutzutage eindeutig vom Aussterben bedroht ist. Es gibt allerdings auch Ehen, die nicht aus Liebe eingegangen werden, sondern wegen des Geldes, der Akzeptanz oder weil man flüchten möchte. Die Flucht vor der Familie und die Flucht vor sich selbst. Ein solchen Thema nahm sich auch der deutsch-türkische Filmemacher Fatih Akin an, der Zeit seines Lebens in Hamburg verbracht hat und sei...
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"Das Meer in mir" (ES/FR/IT 2004) Kritik – Ins Meer hinein, ins Meer, in seine schwerelose Tiefe

"Wenn man nicht entkommen kann und vollkommen von anderen abhängig ist, dann lernt man, lachend zu weinen." Wenn man sich europäische Länder herauspickt, von denen man immer wieder beachtenswerte filmische Qualität geboten bekommt, dann sind mit Sicherheit Dänemark, Frankreich und auch Schweden äußerst gefragt. Wobei man natürlich sagen muss, das Frankreich und Schweden schon immer hochwertiges Material abgeliefert haben, wenn man an Namen wie Jean-Pierre Melville oder Ingmar Bergman denkt, die sich schnell zu weltweiten Legenden gemacht haben und ihre Filme mit unvergleichlicher Führung inszenierten. Aber es gibt noch ein anderes Land, eines der beliebtesten südlichen Urlaubsziele, gerade durch die Insel Mallorca und das Verhalten am Ballermann jedem bekannt. Die Rede ist natürlich vo...
Kritik: Collateral (USA 2004) – Eine unvergessliche, rabenschwarze Nacht
Filme, Kritiken, Thriller

Kritik: Collateral (USA 2004) – Eine unvergessliche, rabenschwarze Nacht

Max: Hey. Max: [stuttering] He, he, he fell on the cab. He fell, he fell from up there on the motherfucking cab. Shit. I think he's dead. Vincent: Good guess. Max: You killed him? Vincent: No, I shot him. Bullets and the fall killed him. Bei mir ist es nun so, dass ich nicht erst, seitdem ich den Klassiker Taxi Driver gesehen habe, auf intensive, minimalistische Dialoge während einer Taxifahrt stehe, die sich schon mal zehn Minuten oder länger ziehen können. Auch in Collateral bekommen wir im Stile des grossen Filmklassikers eine fast zehnminütige Exposition aus Dialogen serviert, welche auf brillante Weise die beiden Hauptcharaktere und ihre gesellschaftlichen Hintergründe präsentiert. Die Rolle des träumenden Taxifahrers Max, der nichts mit seinem Leben anzufangen weiss, habe ich...