Schlagwort: Mila Kunis

Kritiken

Kritik: Jupiter Ascending (USA 2014)

  „Some lives will always matter more than others.“ Am Ende pfeift der Kopf wie ein Teekessel, den man auf der heißen Herdplatte vergessen hat: „Jupiter Ascending“, das ist vor allem eine filmische Herausforderung, der man nur irgend möglich mit der nötigen Toleranz ob des zweistündigen Kuddelmuddel zu begegnen versucht, den Flickenteppich an guten Ansätzen in einen gefälligen Kontext rücken möchte, letzten Endes aber entkräftet das Handtuch werfen muss, denn zu viel ist bekanntlich schlichtweg zu viel. Aber auf Anfang, wenn sich denn an dieser Stelle schon mal einer ausmachen lässt. Lana und Andy Wachowski melden sich also wieder zurück auf der großen Kinoleinwand, das bedeutet, wie uns die Vergangenheit mehrfach gelehrt hat, auf der einen Seite sicherlich höchst ambitiöses...
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"Blood Ties" (FR/US 2013) Kritik – Nicht noch eine Crime-Saga!

Autor: Pascal Reis „He was my hero.“ Guillaume Canet ist schon ein guter Mann, hat er sein Talent vor und hinter der Kamera doch schon unlängst unter Beweis gestellt. Man sollte von dem Franzosen selbstredend kein Schauspiel der Güteklasse eines Yves Montand („Vier im roten Kreis“) oder die inszenatorische Wucht eines Jacques Audiard („Der Geschmack von Rost und Knochen“) erwarten, doch Canet ist einer der Akteure, die jeden Rollentypus auszufüllen vermögen, vom perfiden Mysterium bis zum stinknormalen Jedermann. Und auch die Projekte, die unter seine Ägide entstanden sind, gefallen dadurch, dass sie gutes Entertainment generieren, sich darüber hinaus aber auch einem gewissen Arthouse-Impact nicht verwehren können und doch tiefer bohren, als man es zu Anfang hätte erwartet (seine Ensembl...
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"Die fantastische Welt von Oz" (USA 2013) Kritik – We’re off to see the Wizard, the Wonderful Wizard of Oz

Autor: Stefan Geisler "Am I dreaming?" Eine ähnliche Popularität wie in europäischen Gefilden die Märchen der Gebrüder Grimm, erlangte um 1900 in Amerika Frank Baums „Der Zauberer von Oz“. In diesem modernen Märchen verschlägt es das Farmermädchen Dorothy in das fantastische Land Oz. Dort findet sie zwar neue Freunde wie die Vogelscheuche, den Blechmann und den feigen Löwen, muss sich aber auch mit bösen Hexen und fliegenden Affen herumschlagen. Weltruhm erlangte Baums modernes Märchen durch Victor Flemings gleichnamige Verfilmung aus dem Jahr 1939, in welcher Judy Garland als Dorothy durch eine quietschbunte Welt hüpft, springt und singt. Auch wenn das Musical heutzutage etwas altbacken und albern wirken mag und durch die schrägen Bewohner, die repetitiven Lieder und die schrille Farbge...
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"Freunde mit gewissen Vorzügen" (USA 2011) Kritik – Sex ohne Gefühle oder Gefühle ohne Sex?

"Wir können ja Freunde bleiben." - "Wirklich?" - "Nein, fick dich ins Knie!" Dylan (Justin Timberlake) und Jamie (Mila Kunis) haben gerade ihre gescheiterten Beziehungen hinter sich gelassen und wollen nun ein neues Leben beginnen. In New York lernen sich beide aufgrund ihrer Berufe kennen und es knistert gewaltig, allerdings nicht nur auf beruflicher Basis. Da die beiden sich jedoch eine gewisse Menschenkenntnis aneignen konnten, ist ihnen schnell klar, dass eine Beziehung kein gutes Ende nehmen würde, deswegen wird Plan B aufgefahren: Sex ohne Gefühle, denn nur weil man keine feste Beziehung haben möchte, heißt es ja nicht, dass man keinen Sex miteinander haben darf. Doch gerade mit dem Sex verkompliziert sich alles enorm. Jamie will in Wahrheit nicht die schnellen Nummern mit Dyan g...
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"Ted" (USA 2012) Kritik – Mark Wahlberg steht auf Kuschelbären

Zum Kinostart von Seth MacFarlanes erstem Kinofilm "Ted" haben wir heute zwei Meinungen für euch. Den Anfang macht die Kritik von Seth MacFarlane-Fan Jervis-Tetch: "Life ain't nothin' but bitches and honey." Der Teddybär ist das Symbol für die Unschuld aller Kinder. Dieser schweigsame, treue Wegbegleiter durch die wohl prägendste Lebenszeit eines jeden Kindes ist wohl in fast jedem Kinderzimmer der Welt anzutreffen. Benannt wurde dieser plüschige Geselle übrigens nach dem amerikanischen Präsidenten Theodore „Teddy“ Roosevelt, da sich dieser während einer Jagd weigerte, einen Schuss auf ein angebundenes Bärenjunges abzufeuern. Ausgerechnet der Family-Guy-Schöpfer Seth MacFarlane nimmt sich nun dieses liebenswürdigen Plüsch-Gesellen an und macht ihn kurzerhand zum Helden seines erste...
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"Nie wieder Sex mit der Ex" (2008) Kurzkritik

Ich hatte 'Nie wieder Sex mit der Ex' lange Zeit auf "kein Interesse" markiert. Nie hätte ich mir diesen Film freiwillig angetan. Auf jemandes Rat und der allgemein positiven Bewertungen schaute ich ihn mir schließlich doch an. Zumindest bis zur 70. Minute, denn die Geschichte ist einfach nur eine unerträgliche Aneinanderreihung von Klischees und formelhaft zusammengeschusterten Dialogen. Der Film möchte lustig sein, ist dies jedoch zu keiner Sekunde. Ich möchte einfach keinen Jason Segel sehen, der meint, es wäre cool, seine Intimregion zur Schau zu stellen. Ebenso ging mir Schauspielnulpe Russel Brand nach 'Männertrip' erneut gewaltig auf die Nerven. So gut Mila Kunis in 'Black Swan' gespielt hat, so schlecht zeigt sie sich nun in dieser dumm-dämlichen Kollage von berechenbaren Zufälle...